Über 70 neue Sprachen
DeepL: Unternehmen sollen "in jeder Zielregion Sprachbarrieren überwinden"

| Redaktion 
| 08.01.2026

Es wird ein Text in Pangasinensisch, Tatarisch, Bhojpuri, Maithili, Tagalog, Walof oder Xhosa gebraucht? DeepL kann künftig auch hier behilflich sein, schließlich präsentiert das auf Übersetzungen spezialisierte KI-Startup die bisher größte Expansion des eigenen Sprachangebots. Neben exotischen Varianten ist nun auch die komplette Europäische Union abgedeckt.

Schon im Dezember haben wir Erkenntnisse aus einer Befragung aufgegriffen, die das deutsche KI-Startup DeepL verbreitet hat. Dazu gehörte unter anderem, dass 64 Prozent der befragten Unternehmen im inzwischen angebrochenen Jahr stärker in KI-Sprachtechnologie investieren wollen. Deutschland liegt mit 74 Prozent sogar klar über dem Durchschnitt.

Um noch mehr potenzielle Kunden von entsprechenden Angeboten zu überzeugen, hat DeepL nun die bislang größte Erweiterung der unterstützten Sprachen angekündigt.

Mit dem Hinzufügen von 70 weiteren erreicht die Gesamtzahl nun die Dreistelligkeit, wobei "nahezu alle der 20 meistgesprochenen Sprachen weltweit sowie alle 24 offiziellen EU-Sprachen" verfügbar sind. Eine Übersicht gibt es hier.

Sprachkompetenz beflügelt Wirtschaft

Während selbstverständlich auch Normalverbraucher auf die Dienste von DeepL zurückgreifen können, will das in Köln hauptansässige Unternehmen unter Führung von Jaroslaw Kutylowski insbesondere der Wirtschaft unter die Arme greifen – schließlich würden Sprachbarrieren "messbare Umsatz- und Effizienzverluste im Auslandsgeschäft" und damit ein Geschäftsrisiko bedeuten.

Insbesondere für die Bundesrepublik als exportorientierte Nation sei es von großer Bedeutung, internationale Kommunikation gewährleisten zu können. Das eigene Feld der KI-Sprachtechnologie identifiziert DeepL dabei als "entscheidenden Erfolgsfaktor für nachhaltiges Wachstum in neuen Märkten".

Im Zuge der Spracherweiterung bietet DeepL zudem neue Unternehmensfunktionen wie den Customization Hub an, der "Internationalisierungsstrategien schneller, präziser und kosteneffizienter" realisierbar machen soll. Damit wollen sich die global agierenden Kölner insbesondere an Unternehmen richten, die "in jeder Zielregion Sprachbarrieren überwinden" möchten.

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV