Shark Attack Report 2025
Wo es 2025 die meisten Haiangriffe gab – und was Reisende jetzt wissen sollten

| Redaktion 
| 19.02.2026

65 unprovozierte Haiangriffe, insgesamt 105 registrierte Vorfälle und neun tödliche Attacken ohne Provokation: Der Shark Attack Report 2025 zeigt, wo sich die meisten Zwischenfälle ereigneten – und welche Regionen für Reisende besonders relevant sind.

Im Jahr 2025 registrierte das International Shark Attack File 65 unprovozierte Haiangriffe weltweit. Damit liegt die Zahl leicht über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Zwölf Vorfälle endeten tödlich, neun davon ohne vorherige Interaktion mit dem Tier.

Die meisten bestätigten Angriffe ereigneten sich in:

  1. USA – 25 Fälle

  2. Australien – 21 Fälle

  3. Bahamas – 5 Fälle

  4. Neuseeland – 3 Fälle

  5. Weitere Einzelmeldungen unter anderem aus Südafrika, Mosambik, Kanada, Spanien (Kanarische Inseln) und Jamaika

Die USA bleiben damit das Land mit den meisten registrierten Vorfällen. Innerhalb der Vereinigten Staaten führt Florida die Statistik an, insbesondere Volusia County.

Australien weist hingegen eine im Verhältnis hohe Zahl tödlicher Zwischenfälle auf – mehrere davon durch Weiße Haie an Surfspots in West- und Südaustralien.

Welche Arten von Vorfällen wurden registriert?

Nicht alle gemeldeten Fälle sind klassische, unprovozierte Angriffe.

Gesamte Klassifikation 2025 (105 Fälle):

  • 65 unprovozierte Bisse

  • 29 provozierte Bisse

  • 4 Bootsangriffe

  • 2 sogenannte "Scavenge“-Fälle

  • 1 Vorfall in einem öffentlichen Aquarium

  • 3 nicht eindeutig zuordenbare Fälle

  • 1 nicht bestätigter Fall

Fast ein Drittel der dokumentierten Vorfälle entstand also durch aktive Interaktion mit dem Tier, etwa beim Speerfischen.

Wer ist besonders betroffen?

Die Daten zeigen ein klares Muster bei den Aktivitäten der Betroffenen.

Verteilung nach Aktivität:

  • 46 Prozent: Schwimmen oder Waten

  • 32 Prozent: Surfen oder Boardsport

  • 15 Prozent: Schnorcheln oder Freitauchen

  • 6 Prozent: Sonstige Aktivitäten

Schwimmerinnen und Schwimmer stellen damit die größte Gruppe, gefolgt von Surferinnen und Surfern.

Warum kommt es zu Angriffen?

Fachleute nennen mehrere Faktoren:

  • Hohe Dichte von Surferinnen und Surfern in bestimmten Küstenregionen

  • Trübes Wasser mit eingeschränkter Sicht

  • Fischschwärme in Küstennähe

  • Zunahme bestimmter Haiarten in populären Surfgebieten

  • Klimatische und ozeanografische Veränderungen

Fast die Hälfte der Vorfälle ereignete sich beim Schwimmen oder Waten, rund ein Drittel beim Surfen oder Boardsport.

Wie verhält man sich bei einem Haiangriff?

Ein Angriff ist extrem selten – doch wer vorbereitet ist, erhöht seine Chancen.

Prävention

  • Nicht in der Dämmerung oder bei schlechter Sicht schwimmen

  • Keine glänzenden Gegenstände tragen

  • Fischschwärme und Seevogel-Aktivität meiden

  • Möglichst nicht allein ins Wasser gehen

  • Hinweise lokaler Behörden beachten

Wenn sich ein Hai nähert

  • Ruhig bleiben

  • Den Hai im Blick behalten

  • Langsam rückwärts Richtung Ufer oder Boot bewegen

  • Keine hektischen Bewegungen

Im Ernstfall

  • Zielbereiche sind Augen, Kiemen und Schnauze

  • Aktiv verteidigen, wenn es zu Körperkontakt kommt

  • Versuchen, erhöht oder aus dem Wasser zu gelangen

Experten betonen: Viele Bisse sind sogenannte Testbisse. Haie lassen häufig wieder ab.

Wie hoch ist das reale Risiko?

Weltweit liegt die Zahl tödlicher Haiangriffe im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich pro Jahr. Dem stehen Milliarden von Bade- und Wassersportaktivitäten gegenüber.

Zum Vergleich: Ertrinken zählt global zu den häufigsten unfallbedingten Todesursachen im Wasser. Das statistische Risiko eines tödlichen Haiangriffs bleibt damit äußerst gering – selbst in den am stärksten betroffenen Regionen.

Welche Auswirkungen hat das auf den Tourismus?

Einzelne tödliche Vorfälle führen lokal zu erhöhter medialer Aufmerksamkeit, temporären Strandschließungen oder verstärkten Sicherheitsmaßnahmen. Nachhaltige Einbrüche im Küstentourismus lassen sich aus den aktuellen Zahlen jedoch nicht ableiten.

Florida und die australische Ostküste zählen weiterhin zu den weltweit meistbesuchten Strand- und Surfregionen. Für die Reisebranche steht weniger das tatsächliche Risiko im Mittelpunkt als die Frage der Risikokommunikation.

Fazit für Reisende

Die meisten Haiangriffe 2025 konzentrierten sich auf klar definierte Hotspots in den USA und Australien. Für europäische Badeziele bleibt das Risiko marginal.

Wer reist, sollte lokale Hinweise beachten und regionale Besonderheiten kennen – eine generelle Verunsicherung lässt sich aus der Statistik jedoch nicht ableiten.

Top-5-Länder mit den meisten Haiangriffen 2025

1. USA
25 unprovozierte Angriffe
1 tödlicher Fall
Schwerpunkt: Florida

2. Australien
21 unprovozierte Angriffe
5 tödliche Fälle
Mehrere Vorfälle durch Weiße Haie

3. Bahamas
5 unprovozierte Angriffe
Keine tödlichen Fälle

4. Neuseeland
3 unprovozierte Angriffe
Keine tödlichen Fälle

5. Südafrika
1 unprovozierter Angriff
1 tödlicher Fall
Historisch bekannte Risikoregion

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Top-5-Länder mit den meisten Haiangriffen 2025

1. USA
25 unprovozierte Angriffe
1 tödlicher Fall
Schwerpunkt: Florida

2. Australien
21 unprovozierte Angriffe
5 tödliche Fälle
Mehrere Vorfälle durch Weiße Haie

3. Bahamas
5 unprovozierte Angriffe
Keine tödlichen Fälle

4. Neuseeland
3 unprovozierte Angriffe
Keine tödlichen Fälle

5. Südafrika
1 unprovozierter Angriff
1 tödlicher Fall
Historisch bekannte Risikoregion

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