Industrie

Weltleitmesse für Energie & Umwelt
Bundesumweltminister Schneider eröffnet IFAT Munich mit Appell für Umwelttechnologien

| 06.05.2026

Mit einem klaren Bekenntnis zu Kreislaufwirtschaft, Wasserwirtschaft und Ressourcensicherheit hat Bundesumweltminister Carsten Schneider die IFAT Munich 2026 eröffnet. Vor internationalen Vertreter:innen aus Politik, Industrie und Umweltwirtschaft machte Schneider deutlich, dass Umwelttechnologien längst zu einem strategischen Wirtschaftsfaktor geworden sind. Die Weltleitmesse läuft noch bis morgen in München und gilt mit mehr als 3.300 Ausstellern als wichtigster globaler Branchentreffpunkt für Umwelttechnologien.

Investment-Strategie & Life Sciences
Warum die Pharma-Riesen jetzt Milliarden in Biotech und KI pumpen

| 05.05.2026

Während der klassische Healthcare-Sektor stagniert, erlebt Biotech eine Rückkehr auf das Parkett der Investoren. Mit einem Plus von zehn Prozent im XBI-Index und einem erwarteten M&A-Transaktionsvolumen von 274 Milliarden Dollar für 2026 steht die Branche vor einer Zäsur. Getrieben durch den Innovationshunger der Big-Pharma-Riesen wie Eli Lilly, die strategische Neuausrichtung Richtung China und die Milliarden-Wetten auf KI-gestützte Wirkstoffentwicklung, verschiebt sich das Machtgefüge im Gesundheitswesen radikal.

CEO-Wechsel beim Wissenschaftsgiganten
Merck unter neuer Führung: Kai Beckmann übernimmt das Erbe von Belén Garijo

| 03.05.2026

Der symbolische Staffelstab in der Frankfurter Jahrhunderthalle markierte mehr als nur eine Personalie. Mit dem Amtsantritt von Kai Beckmann als CEO der Merck KGaA am 1. Mai 2026 endet die Ära von Belén Garijo, die den Konzern durch die Stürme der Post-Pandemie-Jahre steuerte. Während Garijo das Fundament stabilisierte, steht Beckmann nun vor der Aufgabe, die Kräfte der drei hochkomplexen Geschäftsbereiche – Life Science, Healthcare und Electronics – endgültig zu synchronisieren. Für den Standort Deutschland ist dieser Wechsel ein Signal für Kontinuität bei gleichzeitigem strategischem Nachjustieren.

Automobilindustrie Deutschland
Neue Jobs trotz Rezession – Tesla stellt ein, BMW baut Werk in Berlin aus

| 29.04.2026

Die deutsche Industrie steht unter Druck: schwache Produktion, hohe Energiekosten und rückläufige Auslastung prägen das Bild. Dennoch entstehen in einzelnen Regionen neue Impulse. In Berlin und Brandenburg investieren zwei zentrale Akteure der Automobilindustrie gezielt in Wachstum. Während BMW seine Produktion modernisiert, reagiert Tesla auf steigende Nachfrage mit neuen Stellen. Die Entwicklungen zeigen: Trotz schwieriger Rahmenbedingungen gibt es selektive Dynamik.

Gig Economy Deutschland
München führt Mindestpreise für Uber & Bolt ein – folgen andere deutsche Städte?

| 29.04.2026

Ab Juli 2026 setzt München als erste deutsche Großstadt Mindestpreise für Plattformanbieter wie Uber und Bolt durch. Mit einem Basistarif von 5,13 Euro und festen Kilometersätzen reagiert das KVR auf den Preisdruck im Taxigewerbe und setzt ein klares Signal für faire Arbeitsbedingungen in der Plattformökonomie. Das könnte sich als Signal über die Stadtgrenzen hinaus erweisen.

Quartalszahlen des Energie-Riesen
Krisengewinnler: Wie BP von der Eskalation im Nahen Osten profitiert

| 28.04.2026

Während die geopolitische Lage im Nahen Osten die Weltmärkte in Atem hält, verbucht der britische Ölmulti BP ein Ergebnis, das selbst kühnste Analystenprognosen pulverisiert. Der Iran-Krieg sorgt für eine globale Verknappung, die Preise schießen in die Höhe – und BP liefert die passende Bilanz zum Chaos. Mit einem bereinigten Nettogewinn von 3,2 Milliarden Dollar im ersten Quartal 2026 hat der Konzern sein Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

Baukonzern
STRABAG meldet Rekordergebnis und 20-Milliarden-Euro-Leistung

| 28.04.2026

Die STRABAG SE zieht Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 und bestätigt damit den Sprung über eine historische Umsatzmarke. Mit einer deutlichen Steigerung der Bauleistung und einem massiven Auftragsplus festigt das Unternehmen seine Position im europäischen Markt. Während die Branche insgesamt unter Druck steht, profitiert der Konzern von einer starken Nachfrage im Infrastruktur- und Industriebau.

Konsumklima-Studie 2026
Das Ende der Zuversicht: Warum Deutschlands Konsum-Motor an Fahrt verliert

| 27.04.2026

Der private Konsum galt lange als der verlässliche Anker der deutschen Wirtschaft. Doch die neuen Daten des Nürnberg Instituts für Marktentscheidungen (NIM) zeichnen ein beunruhigendes Bild. Getrieben durch den Iran-Krieg und eine sprunghaft angestiegene Inflation, verfällt die Verbraucherstimmung in eine Schockstarre. Der Konsumklima-Indikator stürzt auf -33,3 Punkte ab – ein Wert, der weit mehr ist als eine bloße Statistik. Er ist das Symptom einer tiefgreifenden Verunsicherung im Herzen der deutschen Volkswirtschaft.