Baukonzern
STRABAG meldet Rekordergebnis und 20-Milliarden-Euro-Leistung

Die STRABAG SE zieht Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 und bestätigt damit den Sprung über eine historische Umsatzmarke. Mit einer deutlichen Steigerung der Bauleistung und einem massiven Auftragsplus festigt das Unternehmen seine Position im europäischen Markt. Während die Branche insgesamt unter Druck steht, profitiert der Konzern von einer starken Nachfrage im Infrastruktur- und Industriebau.

Während weite Teile der europäischen Bauwirtschaft mit sinkenden Auftragszahlen im Wohnungsbau kämpfen, präsentiert die STRABAG SE eine stabile Bilanz. Mit Vorlage des geprüften Geschäftsberichts bestätigt der Konzern, dass die Bauleistung erstmals auf über 20,4 Milliarden Euro geklettert ist – ein Zuwachs von sechs Prozent. Auch das Konzernergebnis legte deutlich zu und stieg um elf Prozent auf 916 Millionen Euro.

Fokus auf Profitabilität

Ein entscheidender Faktor für die Bilanz war die Verbesserung der operativen Marge (EBIT-Marge) auf 6,7 Prozent (Vorjahr: 6,1 Prozent). CEO Klemens Haselsteiner führt diese Entwicklung auf eine selektive Auftragsannahme und die Optimierung interner Prozesse zurück.

Strategisch zahlte sich die Konzentration auf komplexe Projekte in der Energiewende und im Industriebau aus. So ist das Unternehmen verstärkt an Infrastrukturvorhaben für den Netzausbau und die Chipindustrie beteiligt. Auch die Expansion im internationalen Geschäft, insbesondere die Integration der australischen Georgiou Group, trug zum Wachstum bei.

Hoher Auftragsbestand sichert Auslastung

Die Aussichten für die kommenden Perioden sind durch volle Auftragsbücher abgesichert. Der Bestand wuchs um 24 Prozent auf 31,4 Milliarden Euro. Damit ist die Auslastung der Kapazitäten bis weit in das Jahr 2027 hinein gesichert. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 wird eine weitere Steigerung der Leistung auf rund 22 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Die Eckdaten des Geschäftsjahres im Überblick:

  • Konzernleistung: 20,42 Mrd. € (+ 6 %)

  • EBIT-Marge: 6,7 %

  • Konzernergebnis: 916 Mio. € (+ 11 %)

  • Auftragsbestand: 31,37 Mrd. € (+ 24 %)

  • Dividendenvorschlag: 2,90 € pro Aktie (Vorjahr: 2,50 €)

Vom Mahner zum Rekordhalter

Dass dieser Rekordkurs mit Ansage kommt, unterstrichen die deutlichen Worte von Vorstandschef Stefan Kratochwill bereits im vergangenen Jahr. Er mahnte damals an, dass es nicht reiche, Milliardeninvestitionen nur in Aussicht zu stellen, sondern dass man endlich "ins Machen kommen“ müsse. Während Kratochwill zu diesem Zeitpunkt noch vor einem bürokratischen Investitionsstau in der deutschen Baupolitik warnte, belegen die nun präsentierten Zahlen, dass der Konzern seine Hausaufgaben gemacht hat: Durch die konsequente Ausrichtung auf Infrastruktur- und High-Tech-Sektoren hat sich die STRABAG unabhängig vom schwächelnden Wohnungsbau gemacht und die eigenen Kapazitäten rechtzeitig hochgefahren.

Steigerung der Dividende

Vom Unternehmenserfolg sollen auch die Aktionäre profitieren. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung eine Dividende von 2,90 Euro pro Aktie vor. Das entspricht einer Erhöhung um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Mit diesem Abschluss festigt die STRABAG ihre Stellung als einer der finanzstärksten Akteure der europäischen Bauindustrie. Neben den reinen Finanzkennzahlen setzt das Unternehmen verstärkt auf Themen wie Ressourcenschonung und das Recycling von Baustoffen, um den ökologischen Anforderungen der kommenden Jahre gerecht zu werden.

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV