Welttag der Pressefreiheit
MDR möchte Schulklassen mehr Medienkompetenz vermitteln

| Redaktion 
| 27.04.2026

Der Welttag der Pressefreiheit rückt näher – und der Mitteldeutsche Rundfunk nutzt den Anlass, um gezielt in die Klassenzimmer des eigenen Sendegebiets zu gehen: Durch Workshops oder Gespräche mit hochrangigen Verantwortlichen will der Sender Schülerinnen und Schüler für den Umgang mit Nachrichten, Desinformation und digitalen Inhalten sensibilisieren.

Am Sonntag, 03. Mai wird der Welttag der Pressefreiheit begangen, den die UNESCO vor 33 Jahren ins Leben gerufen hat und der seitdem stets an besagtem Datum ansteht. Durch den Anlass sollen die Regierungen dieser Erde an ihre Verantwortung zur Wahrung von Meinungsfreiheit und Medienvielfalt erinnert werden.

Vor dem Hintergrund des nahenden Welttags hat der MDR angekündigt, im Sendegebiet einmal mehr in Schulen vorstellig zu werden, um Schulklassen mehr Medienkompetenz zu vermitteln.

Dabei geht hochrangiges Personal auf Lokalreise: Während MDR-Chefredakteurin Christin Bohmann eine Schule in Leipzig besucht, gastiert Thüringens MDR-Landesfunkhausdirektorin Dr. Astrid Plenk in ihrer Heimatstadt Bernburg. Darüber hinaus findet sich MDR-Unternehmenssprecher Michael Naumann in Oschersleben; diverse Regionalstudios beteiligen sich ebenso.

ÖR-Intendant warnt vor gefälschten Bildern

Und auch der Intendant macht mit, schließlich will sich Ralf Ludwig den Fragen von Schülerinnen und Schülern in Sachsen-Anhalt stellen. Er schildert: "Heutige Jugendliche sind in einer schnelllebigen Informationsgesellschaft groß geworden. Für sie sind Smartphone, Tablet und Konsole tägliche Begleiter. Und die meisten Schülerinnen und Schüler informieren sich größtenteils digital und auf Social Media."

Das habe "unglaublich viele Vorteile, aber gerade in der Schnelllebigkeit und im schier endlosen Informationsangebot lauern auch Gefahren", warnt Ludwig. "Zum Beispiel fällt die Unterscheidung von verifizierten und gefälschten Informationen nicht immer leicht. Auch die Echtheit von Bildern ist heute mit bloßem Auge nicht mehr zweifelsfrei zu erkennen."

Als Vertreter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks weiß er, wovon er spricht: Erst im Februar sorgte die Nutzung einer KI-generierten Szene in einem vermeintlichen Nachrichtenbeitrag im "heute journal" des ZDF für einen handfesten Skandal.

Seminare für Schulklassen

Trotzdem (oder gerade deshalb) möchte der MDR im Rahmen der Aktionstage "Seminare zu journalistischer Objektivität, Fake News, Empörungskultur und Meinungsfreiheit" anbieten und darüber hinaus Einblick in das MDR Aktuell Newscenter gewähren.

Die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, "Journalismus macht Schule" in Sachsen und die Thüringer Landesmedienanstalt stehen dem Sender bei der ARD-weiten Initiative als Partner zur Seite.

Einige der Aktionen zum Welttag der Pressefreiheit werden es im Übrigen auf Fernsehbildschirme schaffen: Das Nachmittagsmagazin "MDR um vier – Der starke Osten" wird von einem Workshop zum Erkennen von Fake News in Chemnitz berichten; Wortbeiträge von Schülern inklusive (Ausstrahlung am Donnerstag, 07. Mai in der ARD-Mediathek und ab 16 Uhr im MDR-Fernsehen).

Zudem begleitet das ARD-Mittagsmagazin eine Schulklasse aus Sachsen-Anhalt, wobei Prag-Korrespondent Danko Handrik für Antworten und Erfahrungen aus erster Hand vor Ort sein wird.

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