Von Aki Takase bis Sullivan Fortner
Deutscher Jazzpreis: Auszeichnungen für die Elite der Musikwelt

| Redaktion 
| 26.04.2026

Bremen wurde am Wochenende zum Treffpunkt der internationalen Jazz-Elite: Parallel zum 20. Jubiläum der Fachmesse jazzahead! wurden die Deutschen Jazzpreise vergeben. Im Fokus standen neben dem US-Pianisten Sullivan Fortner vor allem die hiesigen Akteure, die in 22 Kategorien die aktuelle Relevanz des Standorts Deutschland verdeutlichten.

Die Jazzwelt blickte am Wochenende nach Bremen: Bei der feierlichen Gala im Congress Centrum wurden die wichtigsten Auszeichnungen der Branche vergeben. Die mit jeweils 12.000 Euro dotierten Preise unterstreichen die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung des Genres. Selbst die Nominierten, die keine Trophäe mit nach Hause nahmen, erhielten eine Anerkennungsprämie von 4.000 Euro – ein deutliches Bekenntnis zur Förderung kreativer Exzellenz durch die Initiative Musik und die Bundesregierung.

Ehrung für die Weltspitze: Von Aki Takase bis Sullivan Fortner

Ein emotionales Highlight war die Auszeichnung der Pianistin Aki Takase für ihr Lebenswerk. Takase gilt seit Jahrzehnten als visionäre Kraft, die den Jazz in Deutschland maßgeblich geprägt hat. Den Brückenschlag zur aktuellen Weltspitze verkörperte der US-Pianist Sullivan Fortner, der als "Künstler des Jahres international“ geehrt wurde. Fortner gilt weltweit als einer der brillantesten Köpfe seiner Generation; seine Auszeichnung unterstreicht den Anspruch des Preises, über nationale Grenzen hinaus die globale Elite der Szene abzubilden.

Die Verleihung fand im Rahmen der Fachmesse jazzahead! statt, die ihr 20-jähriges Bestehen feierte. Dr. Konrad Schmidt-Werthern (Kulturstaatsministerium) und Bremens Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte betonten in ihren Grußworten die Rolle des Jazz als Spiegel einer offenen und innovativen Gesellschaft.

Hub für Innovation: Deutschland als dynamisches Zentrum der Szene

Dass der Standort Deutschland ein hochkarätiges Zentrum für Jazz-Innovationen ist, zeigten die weiteren nationalen Preise. Das Moses Yoofee Trio wurde für sein vielbeachtetes Debüt-Album ausgezeichnet, während die Saxophonistin Luise Volkmann gleich in zwei Kategorien reüssierte. Diese Erfolge belegen die hohe Qualität der hiesigen Ausbildung und die Durchschlagskraft der deutschen Jazz-Förderung.

Lokale Exzellenz: Rebekka Salomea setzt Maßstäbe

Den besonderen Fokus auf die heimische Innovationskraft verkörpert jedoch vor allem eine Musikerin: Mit der Wahl von Rebekka Salomea zur "Künstlerin des Jahres“ würdigte die Jury eine Künstlerin, die wie kaum eine andere für die moderne Identität des deutschen Jazz steht. Salomea verbindet stimmliche Präzision mit einer urbanen Ästhetik und beweist, dass zeitgenössischer Jazz aus Deutschland international absolut konkurrenzfähig ist. Sie ist das Gesicht einer neuen, selbstbewussten Generation, die Genregrenzen furchtlos auflöst.

Rebekka Salomea setzt mit ihrem innovativen Stil neue Impulse in der deutschen Jazzlandschaft und wurde dafür beim Deutschen Jazzpreis 2026 ausgezeichnet. © SALOMEAOFFICIAL

Mediale Reichweite und digitale Plattformen

Die Aufzeichnung der Preisverleihung wurde im Livestream auf bremenzwei.de sowie auf ARDJazz.de übertragen und wird im Nachgang in der ARD-Mediathek bereitgestellt. Darüber hinaus bietet Apple Music den Nominierten eine Plattform: Der Musikstreaming-Anbieter unterstützt die diesjährige Ausgabe des Deutschen Jazzpreises mit kuratierten Playlisten und hebt diese visuell für Nutzer:innen in Deutschland in der Apple Music App hervor.

Ein Signal für die Zukunft

Die Verleihung in Bremen hat einmal mehr verdeutlicht, dass Jazz längst sein Nischendasein verlassen hat. Der Deutsche Jazzpreis fungiert heute als wichtiges Gütesiegel einer Branche, die künstlerische Freiheit mit professioneller Vermarktung vereint. Das Genre beweist, wie moderne Kulturförderung im 21. Jahrhundert aussehen muss: exzellent, divers und international wettbewerbsfähig.

Alle Preisträger:innen 2026

Künstler:innen National

  • Vokal: Christina Wheeler

  • Holzblasinstrumente: Peter Ehwald

  • Blechblasinstrumente: Lina Allemano

  • Piano/Tasteninstrumente: Olga Reznichenko

  • Saiteninstrumente: Robert Lucaciu

  • Schlagzeug/Perkussion: Lukas Akintaya

  • Künstler:in des Jahres: Rebekka Salomea

  • Großes Ensemble: Luise Volkmann & Été Large

Künstler:innen International

  • Künstler:in des Jahres: Sullivan Fortner

  • Großes Ensemble: Webber/Morris Big Band

Aufnahme & Produktion

  • Album des Jahres: Bring a Friend – Phil Donkin

  • Debüt-Album: MYT – Moses Yoofee Trio

  • Rundfunkproduktion: The Stories We Tell – Luise Volkmann & Été Large

  • Album des Jahres (Int.): My Life Matters – Johnathan Blake

  • Debüt-Album (Int.): Invisible Worker – yonglee & the DOLTANG

Live, Komposition & Sonderpreise

  • Festival des Jahres: 62. jazzwerkstatt Peitz

  • Live Act des Jahres: Fuasi Abdul-Khaliq

  • Live Act (Int.): Kris Davis Trio

  • Komposition/Arrangement: Max Andrzejewski

  • Journalismus: Anna Schmidt (Being Hipp)

  • Musikvermittlung: Groove Inclusion

  • Lebenswerk: Aki Takase

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Alle Preisträger:innen 2026

Künstler:innen National

  • Vokal: Christina Wheeler

  • Holzblasinstrumente: Peter Ehwald

  • Blechblasinstrumente: Lina Allemano

  • Piano/Tasteninstrumente: Olga Reznichenko

  • Saiteninstrumente: Robert Lucaciu

  • Schlagzeug/Perkussion: Lukas Akintaya

  • Künstler:in des Jahres: Rebekka Salomea

  • Großes Ensemble: Luise Volkmann & Été Large

Künstler:innen International

  • Künstler:in des Jahres: Sullivan Fortner

  • Großes Ensemble: Webber/Morris Big Band

Aufnahme & Produktion

  • Album des Jahres: Bring a Friend – Phil Donkin

  • Debüt-Album: MYT – Moses Yoofee Trio

  • Rundfunkproduktion: The Stories We Tell – Luise Volkmann & Été Large

  • Album des Jahres (Int.): My Life Matters – Johnathan Blake

  • Debüt-Album (Int.): Invisible Worker – yonglee & the DOLTANG

Live, Komposition & Sonderpreise

  • Festival des Jahres: 62. jazzwerkstatt Peitz

  • Live Act des Jahres: Fuasi Abdul-Khaliq

  • Live Act (Int.): Kris Davis Trio

  • Komposition/Arrangement: Max Andrzejewski

  • Journalismus: Anna Schmidt (Being Hipp)

  • Musikvermittlung: Groove Inclusion

  • Lebenswerk: Aki Takase

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