IGA 2027 Vorverkauf gestartet
Internationale Gartenausstellung schlägt Wurzeln im Ruhrgebiet

| Redaktion 
| 23.04.2026

Genau ein Jahr vor der Eröffnung der Internationalen Gartenausstellung (IGA) wurde am Donnerstag Baustellenfest gefeiert – rabattierter Verkaufsstart der Dauerkarte inklusive. Im April 2027 wird sich die transformierende Leistungsschau des Gartenbaus über weite Teile des Ruhrgebiets erstrecken und damit erstmals nicht an eine einzige Stadt gebunden sein.

Seit einigen Tagen weiß die Landesgartenschau Neuss zu gefallen, die wir in der Vorberichterstattung als eine Art kleinen Bruder der Bundesgartenschau bezeichnet haben.

Diese wiederum findet alle zwei Jahre statt, wobei Ausnahmen die Regel bestätigen und in diesem Fall mit langem Vorlauf planbar sind: Alle zehn Jahre wird stattdessen eine Internationale Gartenbauausstellung ausgerichtet; zuletzt 2017 in Berlin.

Die Internationale Gartenausstellung 2027 markiert einen strukturellen Bruch mit dem bisherigen Konzept: Erstmals wird sie nicht in einer einzelnen Stadt, sondern als dezentrale Großveranstaltung über das gesamte Ruhrgebiet organisiert.

Revier im Zeichen der Zukunftsgärten

Im Fokus stehen fünf sogenannte Zukunftsgärten – drei größere in Duisburg, Dortmund und Gelsenkirchen sowie zwei kleinere in Lünen und im Emscherland. Sie entstehen überwiegend durch die Transformation ehemaliger Industrie- oder Brachflächen und verbinden Landschaftsarchitektur mit Stadtentwicklung.

Im Unterschied zu ergänzenden Projekten in vielen weiteren Städten des Ruhrgebiets sollen die Zukunftsgärten die größte Dichte an Ausstellungsinhalten, Infrastruktur und Veranstaltungen bieten.

Genau wie beim Grünen Herz in Neuss ist angedacht, dass sie auch nach Abschluss der Gartenschau als öffentliche Erholungsräume bestehen bleiben – noch mehr als eine klassische Blumenschau ist die IGA also ein Anstoß für urbane Transformation.

"In einem Jahr ist es so weit: Am 23. April öffnet die IGA 2027 Ruhrgebiet. Dann schaut die Welt auf diese Region und Ihre Stärken", freut sich Garrelt Duin, RVR-Regionaldirektor und Aufsichtsratsvorsitzender der IGA 2027 Ruhrgebiet gGmbH.

Duin versichert: "Die Vorbereitungen laufen planmäßig. Jeden Tag wächst das Ruhrgebiet mehr und mehr zu einem erstmals regional ausgerichteten Gartenfestival zusammen."

Baustellenfest in Duisburg gefeiert

Am Donnerstag war der Start der Internationalen Gartenausstellung punktgenau ein Jahr entfernt, was die Verantwortlichen ab dem späten Mittag zum "Tag der IGA" genutzt haben. Verteilt über die fünf Zukunftsgärten durften sich Bürger und andere Interessierte dabei einen Eindruck von den Baustellen der kommenden Großveranstaltung machen.

Vorfreudige Hauptveranstaltung war das Baustellenfest im Duisburger Rheinpark, bei dem die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen symbolisch die erste Dauerkarte für 2027 ausgehändigt bekam.

Normalbürger dürfen die Dauerkarte seit Donnerstag ebenfalls erwerben; reguläre Tagestickets sind erst ab diesem Herbst zu haben. Wer wiederholte Besuche plant, kann zwischen drei verschiedenen Tarifen wählen, die sich entweder auf eine favorisierte der drei kostenpflichtigen Locations (Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen) fokussieren oder aber ausnahmslos alle umfassen.

Mehr als 6000 Termine soll das rahmende Veranstaltungsprogramm umfassen, dessen Punkte in den Dauerkarten jeweils inbegriffen sind. Erwachsene sind derzeit ab 140 Euro dabei, wenn die Internationale Gartenausstellung zwischen April und Oktober 2027 im Ruhrgebiet Halt macht.

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