Landesgartenschau Neuss eröffnet
Lebensqualität statt Lost Place

| Redaktion 
| 19.04.2026

Rund 650.000 freiluftbegeisterte Besucher werden bis Mitte Oktober in Neuss erwartet, wo die nordrhein-westfälische Landesgartenschau seit Donnerstag erstmals ausgerichtet wird. Frühe Eindrücke sind enorm vielversprechend: Das zum Anlass geschaffene Grüne Herz hat das brache Areal einer historischen Galopprennbahn in einen ganzjährig aufregenden Anlaufpunkt verwandelt.

Am Donnerstag feierte Neuss wie angekündigt den Auftakt zur Landesgartenschau 2026, wobei sich die Quirinusstadt passend zum Anlass über strahlenden Frühlingshimmel freuen durfte.

Vor entsprechend einladender Kulisse schritt NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst gemeinsam mit Bürgermeister Reiner Breuer und Mitgliedern der Neusser Schützen über das rundum neugedachte Gelände der ehemaligen Galopprennbahn.

Zur ersten Landesgartenschau auf Neusser Boden wurde genau dieses in einen 38 Hektar umfassenden Park verwandelt, der die Stadt um mehr als 2200 neugepflanzte Bäume, Themengärten, einen idyllischen See mit Promenade, Kunstinstallationen oder eine große Sport- und Spiellandschaft bereichert. All das soll auch nach dem Ende der Landesgartenschau erhalten bleiben.

“Vom 'lost place' zum 'place to be'"

Der vor allem RTL-Zuschauern wohlbekannte Wolfram Kons moderierte den anschließenden Festakt mit Wüst und Breuer am Donnerstag, der nicht zuletzt dank des schützenunterstützten Lokalkolorit kurzweilig und unbeschwert über die Sparkassen-Bühne ging. Auch das von Jacques Tilly entworfene Maskottchen der Landesgartenschau war prominent vertreten.

Später am Tag wurde der Einstand mit dem über 20 Trucks starken Beats & Bites Streetfood-Festival kulinarisch begleitet, ehe der "Wackelkontakt"-Chartstürmer Oimara am Abend live auftrat. Bis Mitte Oktober sollen über 1000 Rahmenprogramm-Termine im LAGA-eigenen Eventkalender abgehandelt worden sein.

"Es ist toll zu sehen, wie unsere anfängliche Idee Gestalt angenommen und sich das brachliegende, ehemalige Rennbahngelände in einen lebendigen, blühenden Park verwandelt hat – vom 'lost place zum place to be'", zeigte sich Reiner Breuer bereits vor der offiziellen Eröffnung zufrieden mit dem Ergebnis.

"Wir laden alle herzlich ein, unser neues 'Grünes Herz' mitten in Neuss zu entdecken, die rheinische Lebensfreude kennenzulernen und mit uns ein sechsmonatiges Sommerfest zu feiern, das wir jetzt mit der Landesgartenschau eröffnen", so Breuer weiter, der in seiner Rolle als Bürgermeister gleichzeitig auch Aufsichtsratsvorsitzender der Landesgartenschau Neuss 2026 GmbH ist.

Das zum Grünen Herz von Neuss umfunktionierte Areal der Galopprennbahn von oben (Bild: LAGA Neuss 2026 GmbH & Alexander Raubal)
Das zum Grünen Herz von Neuss umfunktionierte Areal der Galopprennbahn von oben (Bild: LAGA Neuss 2026 GmbH & Alexander Raubal)

Die Einladung wurde am ersten Wochenende der Landesgartenschau von zahlreichen Besuchern dankbar angenommen – so auch von Evi Papadopoulou, die Breuers positiven Eindruck am Sonntagnachmittag direkt aus Neuss bestätigen konnte:

"Von den Blumenwiesen bis zur Gastromeile bin ich hellauf begeistert, was hier aufgefahren wurde. Auch in puncto Planung und Organisation wurde richtig gute Arbeit geleistet", lobt die Leadersnet-Chefredakteurin.

Besonders weiß die Vielfalt im Grünen Herzen von Neuss zu gefallen: Die Skate-Anlage oder Klettergerüste bieten verschiedenen Generationen Bewegungsmöglichkeit, während Parkbänke zwischendrin zur Entspannung (bestenfalls im Sonnenschein) einladen und die neugeschaffene Flora für eine Atmosphäre sorgt, "die die Stadt wirklich aufwertet".

Durch das abwechslungsreiche Programm und die Blumenwelt im Wandel zwischen Frühling, Sommer und Herbst verspricht kein Tag auf der Landesgartenschau Neuss, wie der andere auszusehen. 

"Es lohnt sich das ganze Jahr über, gerade auch für Familien", bestätigt Papadopoulou zuversichtlich, die bei Veröffentlichung dieses Artikels bereits Dauerkarten-Besitzerin sein dürfte.

Für Erwachsene schlägt diese mit 150 Euro zu Buche, während Kinder zwischen vier und 17 Jahren mit lediglich 10 Euro dauerhaft dabei sein können. Ermäßigte zahlen 110 Euro – und auch die Frage, bis wann man eigentlich als "junger Erwachsener" durchgeht, wird beantwortet: Personen zwischen 18 und 27 Jahren dürfen sich bereits für 70 Euro nach Herzenslust vom Facettenreichtum der Landesgartenschau überzeugen.

Darüber hinaus sind im Ticketshop selbstverständlich auch Tageskarten zu unterschiedlichen Konditionen (Erwachsene: 20 Euro) zu finden.

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV