Nominiertenabend 2026 in Berlin
Deutscher Filmpreis: Feierliche Vorfreude

| Redaktion 
| 27.04.2026

Ende Mai veranstaltet die Deutsche Filmakademie die inzwischen 76. Ausgabe des Deutschen Filmpreises, dessen Nominierte bereits seit einigen Wochen bekannt sind. Gemeinsam gefeiert haben sich die potentiellen Preisträger jedoch erst am vergangenen Wochenende in Berlin, wobei die Hauptstadt diesmal tatkräftigte Unterstützung aus dem bewohnerstärksten Bundesland erhält.

Der Deutsche Filmpreis, oft Lola genannt, hat sich seit 1951 als wichtigste Auszeichnung für abendfüllende Bewegtbildwerke in der Bundesrepublik etabliert. Als Ausrichter lässt die Deutsche Filmakademie inzwischen über 2400 Mitglieder über die Preisträger in verschiedenen Kategorien entscheiden.

Um wen es sich dabei in diesem Jahr handelt, erfahren die Geehrten und die Öffentlichkeit am Mittwoch, 29. Mai, wenn die feierliche Verleihung des 76. Deutschen Filmpreises im Palais am Funkturm in Berlin stattfindet. Moderieren wird einmal mehr Christian Friedel; ARD überträgt live.

Auf eine Vorauswahl hat sich die extragroße Jury der Filmakademie bereits Ende März festgelegt und auch einen Preisträger vorab bekanntgegeben: "Wim Wenders ist als Filmemacher absolut einzigartig und seit über fünf Jahrzehnten eine Ikone des Weltkinos", heißt es in der Begründung für die Auszeichnung mit dem Ehrenpreis des Deutschen Filmpreises.

Lucas Schmidt, Lena Urzendowsky, Mascha Schilinski, Claudia Geisler-Bading und Louise Peter repräsentierten "In die Sonne schauen" in Berlin (Bild: Brauer Photos / J. Harrell)
Lucas Schmidt, Lena Urzendowsky, Mascha Schilinski, Claudia Geisler-Bading und Louise Peter repräsentierten "In die Sonne schauen" in Berlin (Bild: Brauer Photos / J. Harrell)

Der vergangene Samstagabend wiederum gebührte gemäß des Veranstaltungstitels ganz denen, die aktuell noch auf eine Lola hoffen: In der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen in Berlin wurde zum Nominiertenabend des Deutschen Filmpreises 2026 geladen, bei dem sich zahlreiche Persönlichkeiten hinter den herausragenden Streifen des vergangenen Jahres das Rampenlicht geteilt haben.

"In die Sonne schauen" noch einmal Favorit

Nachdem "In die Sonne schauen" eine Oscar-Nominierung und ein European Film Award verwehrt blieben, hat der Film von Regisseurin Mascha Schilinski im eigenen Land noch einmal beste Aussichten auf einen Preissegen: Stolze elf Nominierungen gehen an das generationsübergreifende Drama, darunter in Top-Kategorien wie Bester Spielfilm, Beste Regie oder Bestes Drehbuch.

Unter anderem dort wartet Konkurrenz vom Berlinale-Gewinner "Gelbe Briefe" (neun Nominierungen) und "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke", der es genau wie "Das Verschwinden des Josef Mengele" auf insgesamt sieben Berücksichtigungen bringt. Auch "Amrum" (sechs) und "22 Bahnen" (fünf) brauchen mindestens eine volle Hand, um all ihre Nominierungen abzuzählen.

Eine komplette Übersicht stellt die Deutsche Filmakademie hier als PDF zur Verfügung.

Mala Emde moderierte den Nominiertenabend in Berlin (Bild: Brauer Photos / J. Harrell)
Mala Emde moderierte den Nominiertenabend in Berlin (Bild: Brauer Photos / J. Harrell)

Der Austragungsort des Nominiertenabends in der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen liegt darin begründet, dass die Film- und Medienstiftung NRW in diesem Jahr als Partner des Deutschen Filmpreises in Erscheinung tritt. Durch den Samstagabend führten Schauspielerin Mala Emde und Florian Gallenberger, Präsident der Deutschen Filmakademie.

Der jüngst auch beim Grimme-Preis aufgetretene NRW-Medienminister Nathanael Liminski grüßte per Videobotschaft und befand: "Ob Kamerafrau, Tonmann, Casterin oder Maskenbildner – hinter jeder Produktion steckt ein Team mit unterschiedlichsten Talenten. Die Liebe zum Detail der Spezialistinnen und Experten macht Kino erst zu dem Erlebnis, das uns in Erinnerung bleibt. Der Deutsche Filmpreis ist die wichtigste Anerkennung für ihre außergewöhnliche Leistung und wir sind gerne Gastgeber für all diese großartigen Filmemacherinnen und Filmemacher."

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