Weltleitmesse für Energie & Umwelt
Bundesumweltminister Schneider eröffnet IFAT Munich mit Appell für Umwelttechnologien

Mit einem klaren Bekenntnis zu Kreislaufwirtschaft, Wasserwirtschaft und Ressourcensicherheit hat Bundesumweltminister Carsten Schneider die IFAT Munich 2026 eröffnet. Vor internationalen Vertreter:innen aus Politik, Industrie und Umweltwirtschaft machte Schneider deutlich, dass Umwelttechnologien längst zu einem strategischen Wirtschaftsfaktor geworden sind. Die Weltleitmesse läuft noch bis morgen in München und gilt mit mehr als 3.300 Ausstellern als wichtigster globaler Branchentreffpunkt für Umwelttechnologien.

"Umwelttechnologien sind kein "nice-to-have". Sie sind Kernvoraussetzung für Souveränität, Sicherheit und Wohlstand", sagte Schneider bei der Eröffnung.

Die Messe bringe Unternehmen, Kommunen und Politik zusammen, um Lösungen für Rohstoffsicherheit, nachhaltiges Wachstum und resiliente Infrastrukturen zu entwickeln.

Die IFAT Munich belegt laut Veranstalter rund 300.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Erwartet werden mehr als 142.000 Besucher:innen aus rund 170 Ländern. Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr unter anderem Circular Economy, Wasserwirtschaft, Recycling und klimafitte Infrastruktur.

Tausende internationale Besucher:innen treffen sich auf der IFAT Munich 2026 in München, der weltweit größten Messe für Umwelttechnologien, Kreislaufwirtschaft und Wasserwirtschaft. © Messe München GmbH

Kreislaufwirtschaft gewinnt strategische Bedeutung

In seiner Rede verwies Schneider auf die wachsende wirtschaftliche Bedeutung der Green Economy. Bis 2030 werde dieser Markt weltweit auf sieben Billionen Dollar anwachsen. Europa verfüge dabei über starke Unternehmen und technologische Kompetenz – insbesondere im Bereich Recycling und Kreislaufwirtschaft. Green-Tech-Märkte gewinnen weltweit zunehmend an Bedeutung.

Zugleich warnte der Minister vor geopolitischen Risiken und instabilen Lieferketten. Gerade rohstoffarme Staaten müssten Materialien länger im Wirtschaftskreislauf halten, um unabhängiger und widerstandsfähiger zu werden.

Als Beispiele nannte Schneider unter anderem die Stahlproduktion aus hundert Prozent Stahlschrott in Thüringen sowie Kreislaufwirtschaftsprojekte bei Volkswagen in Zwickau. Auch international wachse das Interesse an entsprechenden Technologien. Gespräche dazu habe es unter anderem mit Partnern aus Saudi-Arabien, China und Brasilien gegeben.

Wasserwirtschaft rückt stärker in den Fokus

Neben Recycling und Ressourcenschutz zählt die Wasserwirtschaft zu den zentralen Themen der diesjährigen IFAT. Schneider verwies auf zunehmende Herausforderungen durch Dürreperioden, Starkregen und überlastete Infrastrukturen.

Die Bundesregierung wolle deshalb die Nationale Wasserstrategie weiter umsetzen. Kommunen müssten bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützt werden – etwa durch naturbasierte Lösungen wie Grünflächen, renaturierte Flussauen und moderne Wassersysteme.

Auch auf dem Messegelände selbst steht nachhaltige Infrastruktur im Mittelpunkt. Mehr als 110 Maschinen und Fahrzeuge werden im Außengelände live präsentiert, darunter elektrisch und wasserstoffbetriebene Modelle für kommunale und industrielle Anwendungen.

Die IFAT Munich findet noch bis Donnerstag, 7. Mai 2026, auf dem Gelände der Messe München statt.

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