Konzernzahlen Luftfahrt
Fraport-CEO Schulte: Umsatz steigt im ersten Quartal – Ergebnis bleibt im Minus

| Redaktion 
| 05.05.2026

Der Flughafenbetreiber Fraport startet mit steigenden Passagierzahlen und verbesserten operativen Kennzahlen in das Geschäftsjahr 2026. Trotz geopolitischer Unsicherheiten, Streiks und saisonal schwacher Nachfrage wächst das Unternehmen auf nahezu allen internationalen Märkten. Während Umsatz und EBITDA zulegen, belasten Investitionen und Finanzierungskosten das Konzernergebnis. Der Vorstand bestätigt dennoch die Jahresprognose und sieht den Konzern weiterhin auf Wachstumskurs.

Fraport hat im ersten Quartal 2026 ein operatives Wachstum erzielt. Der Konzern profitierte von einer positiven Verkehrsentwicklung in mehreren Regionen und konnte Rückgänge im Nahostverkehr durch Zuwächse in anderen Märkten ausgleichen.

Umsatz und EBITDA legen spürbar zu

Der bereinigte Konzernumsatz stieg um 5,2 Prozent auf 853,4 Millionen Euro. Wachstumstreiber waren vor allem höhere Flughafenentgelte sowie steigende Erlöse aus Bodenverkehrsdienstleistungen und Infrastruktur.

Das operative Ergebnis (EBITDA) erhöhte sich um 10,4 Prozent auf 196,0 Millionen Euro. Damit bestätigt Fraport die Erholung im operativen Geschäft, trotz eines traditionell schwächeren ersten Quartals. Auch externe Berichte verweisen auf ein EBITDA-Wachstum von über zehn Prozent.

Das Konzernergebnis blieb hingegen negativ und lag bei minus 33,1 Millionen Euro. Hauptgründe sind gestiegene Zinsaufwendungen sowie höhere Abschreibungen infolge abgeschlossener Ausbauprojekte.

Passagierwachstum auf allen Märkten

Am Flughafen Frankfurt stieg das Passagieraufkommen im ersten Quartal um 2,3 Prozent auf 12,7 Millionen Fluggäste. Belastungen ergaben sich unter anderem aus geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten, die den Luftverkehr in der Region zeitweise beeinträchtigten. Hintergrund waren dabei unter anderem die zeitweisen Einschränkungen im Luftverkehr im Nahen Osten infolge des Konflikts, die zu Flugausfällen und Umleitungen führten.

Rückgänge im Nahostverkehr konnten jedoch durch steigende Nachfrage in anderen Regionen, insbesondere im Fernostverkehr, ausgeglichen werden.

Zusätzlich wirkten sich auch Streiks im Luftverkehr, darunter ein Pilotenstreik bei Lufthansa im Februar, dämpfend auf das Verkehrsaufkommen aus.

International entwickelte sich das Geschäft dynamischer: Mehrere Standorte verzeichneten zweistellige Wachstumsraten, unter anderem in Südamerika und Südosteuropa. Insgesamt erhöhte sich das Passagieraufkommen im Konzern um 5,2 Prozent auf 28,6 Millionen.

Konzernchef Stefan Schulte sagt: "Der Fraport-Konzern ist im ersten Quartal auf Kurs. Trotz des Ausbruchs des Iran-Kriegs konnten wir auf allen Märkten wachsen."

Neben der operativen Entwicklung stand Fraport zuletzt auch wegen interner Themen im Fokus. So sorgte ein Konflikt rund um die Betriebsratswahl am Standort Frankfurt für zusätzliche Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit.

Jahresprognose bestätigt

Fraport hält an seiner Prognose für 2026 fest. Voraussetzung bleibt eine stabile Versorgung mit Kerosin. Der Konzern erwartet weiterhin ein Passagieraufkommen zwischen 188 und 195 Millionen.

Beim EBITDA rechnet das Unternehmen mit einem Anstieg auf bis zu rund 1,5 Milliarden Euro. Gleichzeitig wird ein Rückgang des Konzernergebnisses erwartet, insbesondere aufgrund höherer Zinskosten und Abschreibungen.

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