"Gala" und "Prominent" gestrichen
RTL stellt seinen News-Bereich neu auf

| Redaktion 
| 07.01.2026

Wie angekündigt hat RTL Deutschland am Mittwoch näheren Einblick in die eigenen Umstrukturierungspläne gewährt. Während im Hintergrund rund 230 Menschen aus dem News-Bereich ihren Arbeitsplatz räumen müssen, werden Zuschauer die Neuausrichtung bald durch das Wegfallen mehrerer Formate und ein neues, senderübergreifendes Morgenprogramm bemerken.

Kürzlich haben wir getitelt, dass am Mittwoch "Schicksalstag" bei RTL Deutschland ist. Hintergrund sind die bereits im letzten Dezember angekündigten Umstrukturierungsmaßnahmen, die die Sendergruppe angesichts rückgängiger Werbeumsätze im linearen Fernsehen und einer Fokussierung aufs Streaminggeschäfts zukunftsgerecht aufstellen soll.

Am Mittag des besagten Schicksalstags hat RTL zunächst präzisiert, wie sich diese Zukunft für den eigenen Newsbereich gestaltet. Eine gute Nachricht beinhaltet der Einschnitt zumindest für Fans von "Exclusiv", das sich vergangenen Herbst mit Rebecca Mir verstärkt hat: Das Magazin läuft ab Samstag, 17. Januar sogar siebenmal pro Woche und bündelt künftig alle "VIP- und People-Themen".

Auf der Gegenseite stellt die Gruppe die Magazine "Gala" bei RTL und "Prominent" bei Vox ein; darüber hinaus wird vom Shortformat "#VOXStimme" fortan nur noch in der Vergangenheitsform gesprochen.

230 Mitarbeiter im News-Bereich müssen gehen

Auch abseits der Promi- und People-Blase wird sich newstechnisch einiges ändern: Die Formate "Punkt 6", "Punkt 7" und "Punkt 8" bei RTL werden im Frühjahr eingestellt. Ersetzt werden sie durch ein gemeinsam mit ntv produziertes Morgenprogramm, zu dem konkrete Details zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geteilt worden sind.

Wie RTL Deutschland bereits bei der Ankündigung letztes Jahr in Aussicht gestellt hat, gehen die Umbaumaßnahmen im eigenen Haus mit der Streichung von insgesamt etwa 600 Arbeitsplätzen einher. Rund 230 davon werden im Rahmen der nun präsentierten Restrukturierungen im News-Sektor abgebaut.

"Diese Transformation ist notwendig, geht jedoch mit einschneidenden Entscheidungen einher. Dass Menschen, die mit großem Engagement zum Erfolg von RTL News beigetragen haben, ihren Arbeitsplatz verlieren, bedauern wir zutiefst", kommentiert Chief Content Officer Inga Leschek.

Andere Marken "nicht direkt" betroffen

Wie es von offizieller Seite ferner heißt, sind die Marken ntv, stern, GEO und Capital "nicht direkt" vom Stellenabbau betroffen. RTL Deutschland zeigt sich bemüht, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Künftige Ex-Mitarbeiter sollen sich noch diese Woche zu entsprechenden Gesprächen einfinden.

"Entscheidungen wie diese fallen uns nicht leicht und sind sehr schmerzhaft. Gleichzeitig sind sie notwendig geworden, um RTL News weiterhin in einer starken und zukunftssicheren Position zu halten“, erklärt Martin Gradl, Geschäftsführer bei RTL News und ntv.

"Uns ist bewusst, wie sehr diese Veränderungen einzelne Menschen treffen. Hinter jeder Kollegin und jedem Kollegen stehen persönliche Geschichten, Engagement und viele Jahre Loyalität – dafür sind wir zutiefst dankbar", so Gradl weiter.

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