Weltweit größte Firmen nach Börsenwert
Börsenranking: Nur drei deutsche Unternehmen schaffen es in die Top 100

| Redaktion 
| 07.01.2026

Die internationale Börsenelite bleibt fest in amerikanischer Hand – Europa verliert weiter an Boden. Im aktuellen Ranking der 100 wertvollsten Unternehmen weltweit gelingt es nur wenigen deutschen Konzernen, sich überhaupt zu behaupten. Wer es noch in die Liste schafft und was das über den Zustand des Finanzstandorts aussagt, zeigt eine aktuelle Analyse.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY hat ihr aktuelles Börsenranking der 100 weltweit wertvollsten börsennotierten Unternehmen veröffentlicht. Während US-amerikanische Tech-Giganten die Liste dominieren, finden sich unter den Top 100 nur drei deutsche Unternehmen – und alle rutschen im Vergleich zum Vorjahr ab. Das wirft Fragen zur Wettbewerbsfähigkeit deutscher Konzerne auf.

US-Konzerne fest an der Spitze

Die Analyse zeigt: 60 der 100 wertvollsten Unternehmen der Welt stammen aus den USA. Darunter finden sich acht der Top Ten – allen voran Apple, Microsoft, Alphabet und Amazon. Diese Firmen erreichen Marktkapitalisierungen von mehreren Billionen US-Dollar. Lediglich Saudi Aramco (Platz 8) und TSMC (Platz 10) durchbrechen die US-Dominanz.

Die anhaltende Vormachtstellung amerikanischer Konzerne unterstreicht deren Innovationskraft und Kapitalmarktzugang – und setzt andere Volkswirtschaften unter Druck.

Deutsche Firmen im Börsenranking abgeschlagen

Im aktuellen Börsenranking 2026 rangiert SAP auf Platz 45 mit einem Börsenwert von 285 Milliarden US-Dollar. Siemens liegt auf Rang 73 (218 Milliarden USD), Allianz auf Platz 98 mit 174 Milliarden USD. Alle drei Konzerne haben gegenüber dem Vorjahr an Boden verloren. Der europäische Flugzeugbauer Airbus, an dem Deutschland beteiligt ist, wird auf Platz 89 gelistet – firmiert jedoch als europäisches Gemeinschaftsunternehmen.

Wie der Nachrichtensender ntv berichtet, wird die Lücke zu den USA von Jahr zu Jahr größer.

Ursachen: Kapitalmarktkultur und Innovationsdefizit

Ein Grund für die schwache Platzierung liegt in der zurückhaltenden Kapitalmarktkultur Deutschlands. Während US-Konzerne frühzeitig Kapital einsammeln und auf aggressives Wachstum setzen, agieren viele europäische Unternehmen konservativer. Investitionen in Zukunftstechnologien, Digitalisierung und Skalierung bleiben hinter internationalen Standards zurück.

Technologieunternehmen – derzeit die wertvollsten Firmen weltweit – haben in Deutschland nach wie vor einen schweren Stand. Der deutsche Börsenindex DAX enthält im Vergleich zu US-Pendants wie dem Nasdaq 100 deutlich weniger wachstumsstarke Tech-Unternehmen. Das Fehlen global skalierbarer Innovationen macht sich in Rankings wie jenem von EY deutlich bemerkbar.

Europas Rückstand – und ein letzter Hoffnungsschimmer

Auch Frankreich und die Schweiz können jeweils nur drei Unternehmen in die Liste einbringen. Dennoch sind Marken wie Nestlé, Novartis, Roche oder LVMH weltweit präsent und in ihrem Marktsegment oft führend.

Für Deutschland stellt sich nun die strategische Frage: Reicht industrielle Stärke noch aus, um auf dem globalen Börsenparkett mitzuspielen? Die aktuelle Entwicklung zeigt – ohne tiefgreifende Reformen im Innovations- und Finanzsystem bleibt die Antwort wohl: Nein.

Deutsche Unternehmen im EY Börsenwert-Ranking 2026

(Platzierungen unter den Top 100 weltweit)

  • SAP
    ▸ Platz 45
    ▸ Börsenwert: 285 Milliarden US-Dollar

  • Siemens
    ▸ Platz 73
    ▸ Börsenwert: 218 Milliarden US-Dollar

  • Allianz
    ▸ Platz 98
    ▸ Börsenwert: 174 Milliarden US-Dollar

Quelle: EY, Stand: Januar 2026

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

Deutsche Unternehmen im EY Börsenwert-Ranking 2026

(Platzierungen unter den Top 100 weltweit)

  • SAP
    ▸ Platz 45
    ▸ Börsenwert: 285 Milliarden US-Dollar

  • Siemens
    ▸ Platz 73
    ▸ Börsenwert: 218 Milliarden US-Dollar

  • Allianz
    ▸ Platz 98
    ▸ Börsenwert: 174 Milliarden US-Dollar

Quelle: EY, Stand: Januar 2026

leadersnet.TV