Halftime-Show mit Bunny, Gaga und Martin
Super Bowl 2026: Diese Halbzeitshow geht in die Geschichte ein

| Redaktion 
| 09.02.2026

Der Super Bowl 2026 hat Sport- und Popgeschichte zugleich geschrieben. Während die Seattle Seahawks mit einem 29:13-Sieg über die New England Patriots das NFL-Finale dominierten, sorgte vor allem die Halbzeitshow für weltweite Aufmerksamkeit. Noch nie zuvor standen so viele internationale Superstars gemeinsam im Zentrum der größten Sportbühne der Welt. Am Ende sprach kaum jemand über das Spiel, sondern über das, was in der Halbzeit passierte.

Am 8. Februar 2026 gewann Seattle im Levi’s Stadium mit 29:13 seinen zweiten Super-Bowl-Titel. Die Patriots blieben drei Viertel ohne Punkte, Kicker Jason Myers stellte mit fünf Field Goals einen Rekord auf.

Trotzdem drehte sich die Berichterstattung weltweit nur teilweise um das Spiel. Im Zentrum stand eine Halbzeitshow, die bewusst Grenzen überschritt – musikalisch, kulturell und politisch.

Warum diese Halbzeitshow tatsächlich historisch war

Erstmals trug eine Super-Bowl-Halbzeitshow einen klar internationalen Kern. Das Entertainment lag dabei in den Händen eines einzelnen Künstlers mit überwiegend spanischsprachigem Repertoire. Bad Bunny stand damit allein im Zentrum der Inszenierung, die sich bewusst von klassischer US-Pop-Ästhetik löste. Zusätzliche Relevanz erhielt der Auftritt durch sein jüngstes, bei den Grammy Awards 2026 ausgezeichnetes Album. Mit Lady Gaga und Ricky Martin ergänzten zwei weitere global etablierte Superstars die Bühne. Die Show setzte auf lateinamerikanische Musik, mehrsprachige Performances und sichtbare kulturelle Symbolik.
Entscheidend: Die Inszenierung war nicht "inklusiv verpackt“, sondern dominant platziert. Spanischsprachige Songs standen im Mittelpunkt, nicht am Rand. Genau das machte die Halbzeitshow so wirksam – und so umstritten.

 
 
 
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Sportlich klar, medial überlagert 

Auf dem Feld ließen die Seahawks keinen Zweifel am Ausgang des Spiels. Die Defensive dominierte, die Patriots blieben drei Viertel ohne Punkte. Kicker Jason Myers stellte mit fünf Field Goals einen neuen Super-Bowl-Rekord auf. Normalerweise wären diese Fakten der Kern jeder Nachberichterstattung.

2026 war das anders. In internationalen Medien, sozialen Netzwerken und Talkformaten rückte das Sportliche rasch in den Hintergrund. Der mediale Fokus verlagerte sich deutlich stärker auf die Show und das Entertainment-Element als auf das Spiel selbst – in einem Umfeld, in dem selbst 30 Sekunden Aufmerksamkeit mit mehreren Millionen Dollar bewertet werden.

Der Super Bowl 2026 zeigte damit erneut, dass das Event längst mehr Unterhaltungsplattform als reines Sportfinale ist.

Proteste, Trump-Kritik und politische Nebenbühnen

Bereits im Vorfeld hatte es Diskussionen über mögliche ICE-Einsätze rund um das Event gegeben. Die NFL dementierte entsprechende Pläne, dennoch verteilten Aktivist:innen am Spieltag rund 25.000 "ICE OUT"-Tücher im Stadion. Sichtbar prägten sie das Bild jedoch kaum.
Deutlicher fiel die politische Reaktion nach der Show aus. Donald Trump kritisierte den Auftritt scharf und sprach von einer Halbzeitshow, die nicht "amerikanische Werte" repräsentiere. Parallel organisierte die konservative Gruppe Turning Point USA eine alternative "All-American Halftime Show". Der Super Bowl wurde damit auch abseits des Rasens zum politischen Spielfeld.

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