"No Good Men" und Goldener Ehrenbär
Berlinale 2026: Das passiert am Eröffnungstag

| Redaktion 
| 08.02.2026

Am Donnerstag, 12. Februar beherbergt der Berlinale Palast am Potsdamer Platz die 76. Internationalen Filmfestspiele. Elf Tage lang richten sich die Blicke geneigter Cineasten und Paparazzi auf die Hauptstadt – welche Promis den Roten Teppich außerplanmäßig betreten, wird mit Spannung erwartet. Wer dagegen bei der Eröffnung glänzen darf, steht bereits fest.

Auf "Das Licht" folgt "No Good Men": Nachdem die Ehre des Berlinale-Eröffnungsfilms im letzten Jahr Tom Tykwer gebührte, wird sie in wenigen Tagen Shahrbanoo Sadat zuteil. Die afghanische Regisseurin präsentiert ihr drittes Werk am Donnerstag, 12. Februar in der bundesdeutschen Hauptstadt, um die 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin offiziell einzuläuten.

"No Good Men" dreht sich um die Kamerafrau Naru, dargestellt von Sadat selbst, die den Glauben an die titelgebenden guten Männer nach der Trennung von ihrem untreuen Partner weitgehend verloren hat. Angesiedelt in Kabul, kurz vor der abermaligen Machtübernahme durch die Taliban im Jahre 2021, eröffnet ihr erst die Bekanntschaft mit einem Reporter eine neue Perspektive auf ein bis dahin entbehrungsreiches Leben.

"Shahrbanoo Sadat gehört zu den spannendsten Stimmen des internationalen Kinos. 'No Good Men' löst das Versprechen ihrer ersten beiden Filme eindrucksvoll ein", kommentiert Tricia Tuttle, die dieses Jahr zum zweiten Mal als Intendantin der Berlinale in Erscheinung tritt.

Anwar Hashimi und Shahrbanoo Sadat in "No Good Men", dem Eröffnungsfilm der Berlinale 2026 (Bild: Virginie Surdej)
Anwar Hashimi und Shahrbanoo Sadat in "No Good Men", dem Eröffnungsfilm der Berlinale 2026 (Bild: Virginie Surdej)

"Auch in ihrem neuesten Werk rückt Shahrbanoo Sadat erneut das Leben afghanischer Frauen in den Mittelpunkt und verbindet eine mitreißend politische Geschichte mit Romantik und feinem Humor", so Tuttle weiter.

"Dass der Film wahre Begebenheiten aufgreift und seine Entstehung für die Regisseurin mit großen Risiken verbunden war, macht 'No Good Men' zu einem umso eindrucksvolleren Auftakt der 76. Berlinale."

Goldener Ehrenbär für Michelle Yeoh

Weiterer traditioneller Höhepunkt der Berlinale-Eröffnung ist die Verleihung des Goldenen Ehrenbären, der das Lebenswerk einer Kinogröße würdigt. Auf Steven Spielberg (2023), Martin Scorsese (2024) und Tilda Swinton im letzten Jahr folgt 2026 die malaysische Schauspielerin Michelle Yeoh.

Nach zahlreichen Rollen in Asien gelang Yeoh der internationale Durchbruch mit dem Brosnan-Bond "Der Morgen stirbt nie" von 1997; Hits wie "Tiger & Dragon" oder "Die Geisha" folgten. Für ihre Leistung im herausragenden Comedy-Drama "Everything Everywhere all at once" wurde sie 2023 mit einem Oscar als Beste Hauptdarstellerin geeehrt.

Intendantin Tricia Tuttle im letzten Jahr bei der Berlinale-Premiere von "A Complete Unknown" (Bild: Brauer Photos / J. Harrell)
Intendantin Tricia Tuttle im letzten Jahr bei der Berlinale-Premiere von "A Complete Unknown" (Bild: Brauer Photos / J. Harrell)

"Michelle Yeoh ist eine visionäre Künstlerin und Performerin, deren Werk Grenzen überschreitet ‒ ob geografisch, sprachlich oder filmisch", beschreibt Tricia Tuttle.

"Ihre eindringliche Präsenz, ihre furchtlosen künstlerischen Entscheidungen und ihr unverwechselbarer Stil haben Generationen von Filmschaffenden und Fans auf der Berlinale und weltweit nachhaltig geprägt."

Mit der Berlinale Kamera geht ein weiterer Ehrenpreis an den Filmkomponisten Max Richter, der unter anderem für die Untermalung des Brad-Pitt-Films "Ad Astra" oder jüngst von "Hamnet" verantwortlich zeichnet.

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