Über 1.500 Aussteller aus mehr als 60 Ländern nutzen das Event als Bühne – in einem Markt, der sich zunehmend zwischen Luxus und Nachhaltigkeit neu ausrichtet.
Frauscher x Porsche: Elektrisches Statement aus Österreich
In Halle 5 (C19/C21) feiert das gemeinsam entwickelte Elektroboot Frauscher x Porsche 790 Spectre seine Weltpremiere. Das High-End-Wasserfahrzeug aus Österreich wird flankiert vom neuen Porsche Macan Turbo – eine Präsentation, die aufzeigt, wie ikonisches Automobildesign und maritimer Fortschritt verschmelzen.
Ebenfalls am Stand: die Kombination aus dem Porsche Cayenne Electric (Deutschlandpremiere) und der Frauscher x Porsche 850 Fantom. Beide Paare setzen neue Maßstäbe für ästhetisch-elektrifizierte Mobilität – auf dem Wasser und der Straße. Vor Ort geben Stefan Frauscher und Philip Ruckert von Porsche Einblicke in die gemeinsame Entwicklung und das Konzept der elektrischen Modelle.
Superyachten bleiben Wachstumsmotor
Während Start-ups und OEMs um Marktanteile bei kleinen bis mittleren Elektromodellen ringen, zeigt sich in Halle 6 der weiterhin ungebrochene Boom im Superyachtsegment. Die britische Werft Sunseeker stellt mit der 90 Ocean ein 85 Tonnen schweres Modell mit geschlossener Flybridge vor – Preis: zwischen acht und zehn Millionen Euro, je nach Ausstattung. Die Yacht wurde bereits im Dezember auf eigenem Kiel über den Rhein nach Düsseldorf überführt.
Direkt daneben positioniert sich Princess Yachts mit der X80, einem Modell der oberen Mittelklasse. Die Yacht bietet Platz für acht Gäste in vier Kabinen und rangiert preislich zwischen fünf und sechs Millionen Euro. Beide Hersteller sehen in Europa weiterhin starke Nachfrage – vor allem aus Skandinavien, der Schweiz und dem Nahen Osten. Princess-Marketingdirektor Simon Clare betont die Relevanz der boot Düsseldorf für das Unternehmen.
Innovationen unter Wasser: SEABOB, Tauchturm und Scooter
Cayago zeigt mit dem neuen SEABOB SE63 for Automobili Lamborghini in Halle 9 (A04-21) ein exklusives Water-Toy für Superyachten – im Design perfekt abgestimmt auf den ausgestellten Lamborghini Revuelto. Ein weiteres Highlight wartet im Dive Center (Halle 12): Ein Taucher der Bundesmarine demonstriert dort im vier Meter tiefen Turm die Technik des historischen Helmtauchens. Parallel zeigt ein SUEX-Taucher, wie man mit einem Unterwasser-Scooter mühelos durchs Wasser gleitet.
E-Foiling & Windsurf-Legenden in Halle 17
E-Foiling ist weiter auf dem Vormarsch. Dominic Hoskyns von FoilDrive Europe demonstriert am XXL-Pool in Halle 17 sein neues Foil Assist Max System (Generation 2) – ein Boost für Einsteiger:innen und Profis gleichermaßen. In derselben Halle sorgt Windsurf-Legende Bjørn Dunkerbeck mit der Kampagne „Make Windsurfing great again“ für Aufmerksamkeit. Gemeinsam mit dem Surf Magazin und dem Verband Deutscher Wassersportschulen (VDWS) bietet er Schnupperkurse am Surfsimulator an – inklusive Autogrammstunde am Stand des Surf Magazins (H17/D36).
Angebote für den Nachwuchs
Auch für junge Besucher:innen bietet die boot Düsseldorf 2026 ein abwechslungsreiches Programm: In der Kids’ World in Halle 13 können Kinder spielerisch in die Welt des Wassersports eintauchen. In Halle 14 lädt ein Hochseilgarten an der Kanustrecke zu ersten Kletterabenteuern ein. Ergänzt wird das Angebot durch Meeresschutz-Workshops, eine Sailing School für Kinder sowie eine kostenfreie Kinderbetreuung, die Eltern einen entspannten Messebesuch ermöglicht. So kommt der Spaß auch für den Nachwuchs nicht zu kurz – mit Bildung, Bewegung und Begeisterung für den Wassersport.
Luxuskonsum stabil, Nachhaltigkeit auf dem Vormarsch
Die boot Düsseldorf 2026 zeigt, wie sehr sich der Markt zwischen hoher Zahlungsbereitschaft im Luxussegment und einer ökologischen Wende im Mittel- und Einstiegsbereich differenziert. Während bei Superyachten traditionelle Antriebe noch dominieren, gewinnen elektrische Antriebssysteme, modulare Plattformlösungen und Wasserstoffkonzepte an Bedeutung – vor allem bei kleineren Einheiten, Foiling-Systemen und Tendern.
Ergänzend zur Produktschau setzt die boot Düsseldorf 2026 mit dem "blue innovation dock" auch inhaltliche Akzente zur Zukunft der maritimen Wirtschaft. Die Plattform bringt Industrie, Politik und Technologieakteure zusammen und adressiert Themen wie Dekarbonisierung, Digitalisierung und nachhaltige Werkstoffe – mit klarer Botschaft Richtung Brüssel und darüber hinaus.
Die Messe unterstreicht damit ihren Stellenwert nicht nur als Verkaufsplattform, sondern auch als Trendbarometer für neue Technologien, Konsumverhalten und Marktdynamiken. Branchenexperten sehen besonders in der zunehmenden Verschränkung zwischen Automobil- und Bootsindustrie – wie bei Porsche und Frauscher – eine Blaupause für künftige Kooperationen.
"Wir wollen, dass der Bootssport für jedermann zugänglich ist. Das ist das Ziel der boot", bringt Messechef Petros Michelidakis die Motivation hinter dem vielfältigen Angebot auf den Punkt. Ob Luxussegment, E-Mobilität, Nachwuchsförderung oder Meeresschutz – die boot Düsseldorf 2026 will die ganze Bandbreite des Wassersports abbilden und möglichst viele Menschen dafür begeistern.
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