Galerie zur GEMA-Gala
Das war der Deutsche Musikautor*innenpreis 2026

Wenn die GEMA zur Gala lädt, rückt sie jene ins Scheinwerferlicht, die oft im Hintergrund wirken: Zum 17. Mal wurde der Deutsche Musikautor*innenpreis am Donnerstag in Berlin vergeben. Rund 600 Gäste feierten die kreativen Köpfe hinter den Songs, Sounds und Bühnenwerken des vergangenen Jahres, ohne die Würdigung von verdienten Branchengrößen dabei außen vor zu lassen.

Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte ist gemeinhin unter ihrem deutlich griffigeren Kürzel GEMA bekannt und fungiert als zentrale Verwertungsgesellschaft für Musikurheberrechte in Deutschland.

Sie erhebt Lizenzgebühren für die öffentliche Aufführung musikalischer Werke und schüttet sie an ihre Mitglieder – darunter Komponisten, Texter und Verleger – aus.

Dabei bleibt genug übrig, um mit dem Deutsche Musikautor*innenpreis eine eigene Awardgala auszurichten, die 2009 zum ersten Mal in Berlin über die Bühne gegangen ist. Seit der dritten Ausgabe wiederum stellt das Hotel Ritz-Carlton, ein renommiertes Fünf-Sterne-Haus am Potsdamer Platz, den Schauplatz der Preisverleihung.

Lindenberg und Höller erhalten Ehrenpreise

So auch am vergangenen Donnerstag, an dem die GEMA zum mittlerweile 17. Deutschen Musikautor*innenpreis nach Berlin-Mitte gebeten hat. Während die Entscheidungen einer Jury in sieben verschiedenen Fachkategorien erst vor Ort enthüllt wurden, waren andere Geehrte schon vorab bekannt: Udo Lindenberg wurde mit dem "Sonderpreis Inspiration" gewürdigt.

"Die Inspiration ist der kreative Funke, die Eingebung, die Er-leuch-tung!", stellt der als "Elder Statesman der deutschsprachigen Rockmusik" bezeichnete Sänger fest.

Rolf Zuckowski, Udo Lindenberg und The BossHoss (Bild: Brauer Photos / J. Harrell)
Rolf Zuckowski, Udo Lindenberg und The BossHoss (Bild: Brauer Photos / J. Harrell)

"Der Moment der Idee. Was kann ein Künstler sich Schöneres wünschen, als für seine Inspiration ausgezeichnet zu werden? Für die Quelle, mit der immer alles anfängt…und die – vielleicht – auch andere inspiriert und motiviert? Dank an die GEMA für die Ehre und Inspiration", so Lindenberg weiter.

Nachdem ihm vor 15 Jahren bereits ein Preis in der Kategorie Komposition Instrumentalmusik zuteilwurde, prämierte die GEMA am Donnerstag das Lebenswerk des Kölners "Der Meister und Margarita" York Höller.

Alle Gewinner aus Berlin

Im Rahmen der von Nina Sonnenberg moderierten Gala ging die Auszeichnung für das "Erfolgreichste Werk des Jahres 2025" an "Tau mich auf" von Zartmann, der in jüngerer Vergangenheit auch schon beim Bambi und der 1Live Krone siegreich hervorging. Mit ihm dürfen sich auch seine Co-Autoren David Bonk (DaJu), Moritz Dauner, Jonas Kraft (Cuffa) und Aaron Lovac (Drumla) freuen.

Blond (Nina Kummer, Lotta Kummer, Johann Bonitz) haben die Singer-Songwriter-Kategorie für sich entschieden (Bild: Brauer Photos / J. Harrell)
Blond (Nina Kummer, Lotta Kummer, Johann Bonitz) haben die Singer-Songwriter-Kategorie für sich entschieden (Bild: Brauer Photos / J. Harrell)

Nachfolgend alle diesmal Geehrten im Überblick:

Komposition und Text

  • Audiovisuelle Medien: John Gürtler und Jan Miserre
  • Educational Music: Thomas Taxus Beck
  • Musiktheater / Bühne: Julia Mihály
  • Neoclassic / Crossover: Lisa Morgenstern
  • Hip-Hop: Benjamin Bazzazian
  • Chanson / Kabarett: Anna Mateur
  • Singer-Songwriter: Blond (Nina Kummer, Lotta Kummer, Johann Bonitz)

Sonderpreise

  • Lebenswerk: York Höller
  • Nachwuchs: Lauren Siess (Ernste Musik) / Dominik Hartz (Unterhaltung)
  • Sonderpreis Inspiration: Udo Lindenberg
  • Erfolgreichstes Werk 2025: "Tau mich auf" von Zartmann mit David Bonk (DaJu), Moritz Dauner, Jonas Kraft (Cuffa) und Aaron Lovac (Drumla)

Selbstverständlich hat der 17. Deutsche Musikautor*innenpreis längst nicht nur Preisträger und Nominierte ins Zentrum der Hauptstadt gelockt.

Insgesamt fanden sich rund 600 Gäste im Hotel Ritz-Carlton ein, wobei ein Schwerpunkt naheliegenderweise auf Vertretern der Klangkunst lag – unter ihnen etwa Alec Völkel und Sascha Vollmer (The BossHoss), Rolf Zuckowski, Lara Hulo, Álvaro Soler, Ski Aggu, Balbina, Leslie Clio, Jennifer Weist, Haiyti oder Sven Regener.

Wie unsere Galerie vom Roten Teppich verrät, gaben sich darüber hinaus auch Schauspieler Joachim Król, Regisseurin Nora Fingscheidt und viele weitere Kulturschaffende in Berlin die Ehre.

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