TUI, Dertour und Co.
Nahost-Reisen: Wie große Reiseveranstalter jetzt auf Absagen und Umbuchungen reagieren

| Redaktion 
| 05.03.2026

Die angespannte Lage im Nahen Osten sorgt weiterhin für Unsicherheit in der Reisebranche. Mehrere große Veranstalter reagieren darauf mit Reiseabsagen, flexiblen Umbuchungsoptionen und erweiterten Stornomöglichkeiten. Für Reisende gelten je nach Anbieter unterschiedliche Regelungen. Eine Übersicht zeigt, wie TUI, Dertour und andere Veranstalter aktuell reagieren und welche Optionen Kund:innen jetzt haben.

Die Lage im Nahen Osten bleibt für die Tourismusbranche angespannt. Während erste Gäste bereits nach Deutschland zurückgebracht werden konnten, sorgen anhaltende Unsicherheiten in der Region weiterhin für kurzfristige Anpassungen bei Reiseveranstaltern. Wie das Branchenportal touristik aktuell berichtet, reagieren zahlreiche Anbieter derzeit mit Absagen, Umbuchungen oder erweiterten Stornomöglichkeiten für bereits gebuchte Reisen. Parallel dazu kommt es auch im Luftverkehr im Nahen Osten zu erheblichen Störungen – mehrere wichtige Drehkreuze mussten ihren Betrieb zeitweise einschränken oder Flüge streichen.

Diese Reiseziele sind aktuell betroffen

Die Maßnahmen der Veranstalter betreffen vor allem Destinationen im Nahen Osten. Dazu zählen insbesondere:

  • Vereinigte Arabische Emirate (u. a. Dubai und Abu Dhabi)

  • Oman

  • Katar

  • Bahrain

  • Saudi-Arabien

  • Jordanien

  • teilweise auch Israel

Viele Veranstalter konzentrieren sich derzeit darauf, kurzfristige Abreisen auszusetzen und Reisenden alternative Reiseoptionen anzubieten.

So reagieren große Veranstalter

Mehrere Reiseanbieter haben bereits konkrete Maßnahmen umgesetzt. Die wichtigsten Regelungen im Überblick:

Alltours

  • Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Oman mit Abreise bis einschließlich 8. März wurden storniert.

  • Neubuchungen für diese Zielgebiete sind vorsorglich bis 7. April ausgesetzt.

Anex-Gruppe

  • Gäste mit Abreise zwischen 3. und 8. März in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Katar und Oman können ihre Reise kostenfrei stornieren oder umbuchen.

  • Umbuchungen erfolgen zum tagesaktuellen Preis.

Coral Travel / Ferien Touristik

  • Alle Reisen in den Nahen Osten bis einschließlich 7. März wurden abgesagt.

  • Bereits geleistete Zahlungen werden vollständig erstattet.

  • Alternativ können Kund:innen eine neue Reise buchen.

Dertour

  • Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Katar, Bahrain, Oman und Jordanien mit Abreise bis 8. März wurden abgesagt.

  • Betroffene Gäste können kostenfrei auf ein späteres Datum umbuchen oder den vollen Reisepreis zurückerhalten.

Darüber hinaus ermöglicht Dertour gebührenfreie Umbuchungen auf gleichwertige Reisen für Abreisen bis 31. März 2026.

Weitere Anbieter passen ihre Angebote an

Auch andere Veranstalter haben ihre Regelungen angepasst, um Reisenden mehr Planungssicherheit zu geben.

Gebeco

  • Buchungsanfragen für Oman, Vereinigte Arabische Emirate und Jordanien werden bis 31. März ausgesetzt.

  • Kostenfreie Umbuchungen sind bis Ende März möglich.

Schauinsland-Reisen

  • Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Oman mit Abreise bis 10. März wurden abgesagt.

  • Umbuchungen auf andere Ziele sind bis 31. März gebührenfrei möglich.

Studiosus

  • Studienreisen nach Oman, Jordanien, Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate bis einschließlich 22. März gestrichen.

TUI

  • Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman, Jordanien, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und Kuwait bis 8. März abgesagt.

  • Kostenlose Stornierungen oder Umbuchungen sind bis zu diesem Datum möglich.

  • Für Reisen nach Israel gelten Absagen bis 15. März.

Vtours

  • Pauschalreisen in Regionen mit bestehender Reisewarnung bis 8. März abgesagt.

  • Für Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Oman sind kostenfreie Umbuchungen bis 31. März möglich.

Was Reisende jetzt beachten sollten

Für Kund:innen gilt aktuell vor allem: Regelungen können sich kurzfristig ändern. Wer eine Reise in die betroffenen Regionen geplant hat, sollte daher regelmäßig Informationen des jeweiligen Veranstalters prüfen und auf Hinweise des Service-Centers achten.

Viele Anbieter informieren betroffene Gäste derzeit aktiv über mögliche Alternativen und unterstützen bei der Anpassung der Reiseplanung. Wie sich geopolitische Krisen generell auf den internationalen Reisemarkt auswirken, wird derzeit auch auf der weltgrößten Tourismusmesse, der ITB Berlin 2026, intensiv diskutiert.

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