Wachstumstreiber für Marken
Dentsu Report 2026 zeigt, wie Künstliche Intelligenz Werbewirkung neu definiert

Wer Menschen erreichen will, muss zuerst ihre Aufmerksamkeit gewinnen – und genau diese wird zur knappen Ressource in der modernen Medienwelt. Der neue Dentsu-Report zeigt, wie Marken 2026 mit Künstlicher Intelligenz durchstarten können: präziser geplant, effizienter ausgeliefert und wirksamer gemessen als je zuvor.

In der Flut von Botschaften entscheidet oft ein Wimpernschlag darüber, ob eine Werbung Wirkung entfaltet – oder im digitalen Rauschen untergeht. Mit dem Report "Accelerating Media Impact with AI in 2026" zeigt Dentsu Central Europe, wie Künstliche Intelligenz (KI) zu einem echten Gamechanger wird. Wer KI strategisch einsetzt, verschafft sich einen messbaren Vorsprung – und sichert sich Aufmerksamkeit genau dort, wo sie am wertvollsten ist.

Wenn Aufmerksamkeit zur härtesten Währung wird

Ob Social Feed, Streaming-Dienst oder Smartwatch-Display: Die Kontaktpunkte zwischen Marken und Konsument:innen vermehren sich rasant – die Aufmerksamkeit aber bleibt endlich. Der Dentsu-Report bringt es auf den Punkt: Konsument:innen sehen täglich rund 84 Minuten Werbung, doch nur neun Minuten davon schaffen es ins sogenannte Relevant Set – also ins Bewusstsein. Der Rest verpufft.

"In einer Zeit knapper Aufmerksamkeit ist das ein bedeutender Vorteil", kommentiert René Schaub, Group Head Web & App Development bei Dentsu. Und er betont: „Die Technologie deckt verborgene Ineffizienzen auf und schützt Budgets konsequent vor Streuverlusten."

Das Ziel ist also nicht nur Sichtbarkeit, sondern Verankerung im Gedächtnis – und das gelingt nur, wenn Werbung zum richtigen Zeitpunkt, im richtigen Kontext und mit maximaler Relevanz ausgespielt wird. Genau hier setzt KI an.

Wo Künstliche Intelligenz heute schon Wirkung zeigt

Die zentrale These des Reports: Planung, Aktivierung und Messung bilden die drei strategischen Hebel, an denen KI spürbar ansetzt.

Smartere Planung: Klassische Jahresbudgets wirken zunehmend wie Fossilien. Moderne KI-Modelle analysieren Szenarien in Echtzeit, erkennen Trends, simulieren Märkte und justieren Budgets dynamisch – nicht mehr auf Grundlage alter Reportings, sondern auf Basis lernender Systeme.

Schärfere Aktivierung: KI-getriebene Kampagnenoptimierung analysiert Tausende Mikrosignale – etwa das Scrollverhalten, Tageszeit, Kontext oder Stimmung. Kreative Varianten werden automatisch ausgetauscht, Gebote in Sekunden angepasst. Was früher manuell Tage dauerte, geschieht heute in Echtzeit.

Genauere Messung: Wer nur auf Viewability setzt, hat schon verloren. KI verknüpft fragmentierte Datenquellen zu einem zentralen "Intelligence Hub", der präzisere Attribution und tiefere Erkenntnisse ermöglicht – etwa entlang der gesamten Customer Journey.

Schaub bringt es auf den Punkt: "Was mich dabei besonders antreibt? Die KI ersetzt nicht unser Gespür für Marken. Im Gegenteil: Sie gibt uns den nötigen Raum für Strategie und mutige Ideen zurück. So entsteht wieder Kommunikation, die Menschen wirklich bewegt."

Generative AI macht Kreativität skalierbar

Wirklich revolutionär zeigt sich KI im Kreativbereich: Texte, Bilder, Videos – was früher Tage dauerte, kann heute in Minuten automatisiert erstellt, personalisiert und ausgespielt werden. Der Effekt: Content ist nicht nur schneller produziert, sondern passt sich Zielgruppen, Kanälen und Emotionen flexibel an.

Die messbaren Ergebnisse laut Dentsu:

  • +41 Prozent Conversion-Rate durch emotional treffendere Creatives
  • –32 Prozent Produktionskosten, da manuelle Abstimmungen entfallen
  • +25 Prozent Engagement-Rate dank dynamischer Inhalte, die getestet und optimiert werden

So wird aus der Kreativabteilung ein intelligentes System: datengestützt, iterativ und hochgradig performant.

Agentic AI: Wenn KI strategisch denkt

Während viele Unternehmen noch mit Chatbots und Texterstellungen experimentieren, rückt ein neues Paradigma in den Fokus: Agentic AI – also KI-Systeme, die selbstständig priorisieren, analysieren und Handlungsvorschläge liefern. Laut Dentsu erwarten 89 Prozent der CMOs, dass solche Systeme die Marketingorganisation der Zukunft prägen werden.

Doch so groß das Potenzial – so anspruchsvoll auch die Herausforderungen: Datenqualität, Integration, Transparenz und Ethik müssen konsequent mitgedacht werden. Nur dann kann KI nicht nur effizient, sondern auch vertrauenswürdig agieren.

Der Report liefert einen klaren Appell an Marketingverantwortliche: Wer Künstliche Intelligenz heute klug integriert, legt kein Strohfeuer – sondern baut ein belastbares Fundament für die Zukunft. Sichtbarkeit entsteht nicht mehr durch Lautstärke, sondern durch Relevanz im richtigen Moment. Und genau diese Momente zu erkennen, zu verstehen und zu nutzen – das gelingt mit KI.

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV