VW Jahreszahlen
Gewinneinbruch kostet VW-Chef Oliver Blume Millionen

Die VW-Jahreszahlen 2025 zeigen einen massiven Gewinneinbruch beim Volkswagen-Konzern. Das operative Ergebnis des Autobauers sank von 19,1 Milliarden Euro auf 8,9 Milliarden Euro. Die schwächeren Geschäftszahlen haben auch direkte Auswirkungen auf die Vergütung der Konzernspitze: Vorstandschef Oliver Blume verdient deutlich weniger als im Jahr zuvor. Gleichzeitig bleibt sein Vorgänger Herbert Diess weiterhin einer der bestbezahlten Manager im Unternehmen.

Die VW-Jahreszahlen 2025 zeigen eine deutliche Verschlechterung der Ertragslage. Das operative Ergebnis des Konzerns sank auf 8,9 Milliarden Euro, nachdem es im Jahr zuvor noch 19,1 Milliarden Euro betragen hatte. Der Umsatz blieb mit 321,9 Milliarden Euro dagegen nahezu stabil.
Der Gewinneinbruch hat auch Folgen für die Vergütung der Unternehmensführung. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf den Vergütungsbericht des Konzerns berichtet, erhielt Vorstandschef Oliver Blume im vergangenen Jahr insgesamt 7,42 Millionen Euro – deutlich weniger als im Jahr zuvor.

Gewinneinbruch spiegelt sich im Vorstandsgehalt

Blumes Gesamtvergütung lag 2024 noch bei 10,35 Millionen Euro. Der Rückgang hängt vor allem mit geringeren Bonuszahlungen zusammen. Zudem fiel der Bonus aus dem Porsche-Geschäft vollständig weg.

Die wichtigsten Punkte zur Vergütung des VW-Chefs:

  • Gesamtvergütung 2025: 7,42 Millionen Euro

  • Gesamtvergütung 2024: 10,35 Millionen Euro

  • Vorstand verzichtete zusätzlich auf 5 Prozent des Fixgehalts

  • Porsche-Bonus fiel vollständig weg

  • geringere Bonuszahlungen aufgrund schwächerer Geschäftszahlen

Damit spiegelt sich die schwächere Entwicklung des Konzerns auch direkt im Einkommen der Führungsspitze wider.

Herbert Diess bleibt bestbezahlter VW-Manager

Trotz seines Ausscheidens aus der Konzernspitze bleibt Herbert Diess weiterhin der bestbezahlte Manager bei Volkswagen. Seine Gesamtvergütung lag für das Jahr 2025 bei mehr als neun Millionen Euro.

Diess hatte den Posten des Vorstandsvorsitzenden bereits im August 2022 an Oliver Blume übergeben. Da sein Vertrag jedoch bis Oktober 2025 lief, erhielt er weiterhin Vergütungszahlungen aus langfristigen Bonusprogrammen.

Volkswagen-CEO Oliver Blume (r.) und sein Vorgänger Herbert Diess bei einer Konzernveranstaltung. Während Blumes Vergütung nach dem Gewinneinbruch sinkt, zählt Diess weiterhin zu den bestbezahlten Managern des Unternehmens. © Volkswagen AG

Die Vergütung von Topmanagern großer Konzerne steht immer wieder im Fokus. Bei DAX-Unternehmen können die Einkommen der Vorstandschefs teils zweistellige Millionenbeträge erreichen.

Konzern verschärft Sparkurs

Die schwächeren Geschäftszahlen erhöhen den Druck auf Volkswagen, Kosten zu senken und die Transformation zu beschleunigen. Neben geopolitischen Belastungen wie US-Zöllen machen dem Konzern auch strukturelle Veränderungen in wichtigen Märkten zu schaffen.

Parallel treibt Volkswagen ein umfangreiches Sparprogramm voran. Der Autobauer stellt derzeit zahlreiche Bereiche auf den Prüfstand und plant, die Kostenstruktur in den kommenden Jahren deutlich zu reduzieren. Im Zuge dieser Strategie will der Konzern seine Ausgaben bis 2028 um mehrere Milliarden Euro senken.

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