Wohnungsmarkt
Mietpreise: München bleibt mit Abstand Deutschlands teuerstes Pflaster

| Redaktion 
| 22.07.2026

Der aktuelle GREIX-Mietpreisindex des Kiel Instituts für Weltwirtschaft zeigt: Die Angebotsmieten steigen zwar weiter, die Dynamik hat sich jedoch spürbar abgeschwächt. München führt das Ranking der teuersten Städte erneut klar an.

München bleibt die teuerste Stadt Deutschlands für Mieter. Laut dem aktuellen GREIX-Mietpreisindex des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW) lag die durchschnittliche Angebots-Kaltmiete im zweiten Quartal 2026 bei 23,70 Euro pro Quadratmeter. Damit kostet Wohnraum in der bayerischen Landeshauptstadt mehr als doppelt so viel wie in Leipzig, das mit 10,50 Euro pro Quadratmeter das Schlusslicht unter den acht größten deutschen Städten bildet.

Mit deutlichem Abstand auf München folgen Frankfurt am Main mit 17,80 Euro pro Quadratmeter, Hamburg mit 16,50 Euro und Stuttgart mit 16,30 Euro. Köln (16,00 Euro), Berlin (15,30 Euro) und Düsseldorf (14,90 Euro) liegen ebenfalls deutlich über dem Niveau vieler anderer Städte.

Mietanstieg verliert an Tempo

Bundesweit legten die Angebotsmieten im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,8 Prozent zu. Im Jahresvergleich beträgt das Plus 3,0 Prozent. Inflationsbereinigt fiel der Anstieg jedoch mit lediglich 0,3 Prozent deutlich geringer aus. Nach Einschätzung der IfW-Forscher deutet dies darauf hin, dass sich der starke Preisauftrieb der vergangenen Jahre zunehmend abschwächt.

Zugleich zeigen die Daten, dass hohes Preisniveau und starkes Mietwachstum nicht zwangsläufig zusammenhängen. Stuttgart zählt weiterhin zu den teuersten Wohnungsmärkten Deutschlands, verzeichnete zuletzt jedoch kaum noch Preissteigerungen. Umgekehrt entwickelten sich einige Städte mit niedrigeren Mietniveaus dynamischer.

Unterschiede auch außerhalb der Metropolen

Besonders kräftige Anstiege der Angebotsmieten gegenüber dem Vorquartal registrierte der GREIX-Mietpreisindex unter anderem in Kiel (+2,0 Prozent), Karlsruhe (+1,8 Prozent), Wiesbaden und Münster (je +1,6 Prozent) sowie Lübeck (+1,5 Prozent). Rückläufige Mieten gab es lediglich vereinzelt, etwa in Braunschweig (-0,9 Prozent), Erfurt (-0,8 Prozent), Aachen (-0,4 Prozent) und im Rhein-Erft-Kreis (-0,2 Prozent).

Neubau bleibt deutlich teurer

Besonders groß bleibt der Preisunterschied zwischen Neu- und Bestandswohnungen. Für neu angebotene Wohnungen wurden im Durchschnitt 19,00 Euro pro Quadratmeter verlangt, während Bestandswohnungen auf durchschnittlich 13,90 Euro kamen. Im Neubausegment bleibt München mit 27,10 Euro pro Quadratmeter unangefochten Spitzenreiter.

Mietpreise in Deutschlands größten Städten (Q2 2026, durchschnittliche Kaltmiete)

  • München: 23,70 €/m²
  • Frankfurt am Main: 17,80 €/m²
  • Hamburg: 16,50 €/m²
  • Stuttgart: 16,30 €/m²
  • Köln: 16,00 €/m²
  • Berlin: 15,30 €/m²
  • Düsseldorf: 14,90 €/m²
  • Leipzig: 10,50 €/m²

Weitere Kennzahlen

  • Bundesweiter GREIX-Durchschnitt (37 Städte/Regionen): 14,30 €/m²
  • Bundesweite Entwicklung zum Vorquartal: +0,8 %
  • Bundesweite Entwicklung zum Vorjahr: +3,0 %
  • Reale Mietentwicklung (inflationsbereinigt): +0,3 % gegenüber dem Vorjahr
  • Durchschnitt Neubau: 19,00 €/m²
  • Durchschnitt Bestandswohnungen: 13,90 €/m²
  • Neubau-Spitzenreiter: München mit 27,10 €/m²

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

Mietpreise in Deutschlands größten Städten (Q2 2026, durchschnittliche Kaltmiete)

  • München: 23,70 €/m²
  • Frankfurt am Main: 17,80 €/m²
  • Hamburg: 16,50 €/m²
  • Stuttgart: 16,30 €/m²
  • Köln: 16,00 €/m²
  • Berlin: 15,30 €/m²
  • Düsseldorf: 14,90 €/m²
  • Leipzig: 10,50 €/m²

Weitere Kennzahlen

  • Bundesweiter GREIX-Durchschnitt (37 Städte/Regionen): 14,30 €/m²
  • Bundesweite Entwicklung zum Vorquartal: +0,8 %
  • Bundesweite Entwicklung zum Vorjahr: +3,0 %
  • Reale Mietentwicklung (inflationsbereinigt): +0,3 % gegenüber dem Vorjahr
  • Durchschnitt Neubau: 19,00 €/m²
  • Durchschnitt Bestandswohnungen: 13,90 €/m²
  • Neubau-Spitzenreiter: München mit 27,10 €/m²

leadersnet.TV