Nvidia plant Übernahme
Hugging Face: Kevin Durants lukrativster Wurf?

| Redaktion 
| 30.08.2026

Nicht weniger als "eine der besten Investitionen, die je ein Sportler getätigt hat" könnte Kevin Durant – hauptberuflich Basketball-Superstar im Dienst der Houston Rockets – gelungen sein: Einem Bericht zufolge hat der vierfache Olympiasieger einst 250.000 US-Dollar in das KI-Unternehmen Hugging Face gesteckt. Sollte das nun tatsächlich von Nvidia übernommen werden, würde Durant etwa das 240-fache seiner Investition verdienen.

Hugging Face. Da war doch was? Erst Ende Juli machte das KI-Unternehmen mit Sitz in New York seine bisher größten Schlagzeilen – wenn auch eher unfreiwillig: Bei Branchengigant OpenAI ereignete sich ein "beispielloser Cybervorfall", bei dem fortschrittlichste Modelle ihre Testumgebung verlassen und sich Zugang zum Internet verschaffen konnten.

Die beiden (GPT-5.6 Sol und ein noch leistungsfähigeres Vorabmodell) haben dort nach plausiblen Quellen für eine Problemlösung gesucht und sind zu dem Schluss gekommen, dass Hugging Face hilfreich sein könnte. Daraufhin gelang es ihnen, mit gestohlenen Zugangsdaten auf vertrauliche Datensätze des zehn Jahre alten Unternehmens zuzugreifen.

Während der Vorfall einerseits absolut legitime Bedenken rund um Cybersicherheit aufkommen lässt, bleibt er andererseits nicht ohne Werbeeffekt für Hugging Face: Auch in eher branchenfernen Medien ging der Name im großen Stil umher – und kommt es rein fachlich nicht irgendwo einem Ritterschlag gleich, wenn die fortschrittlichsten Modelle von OpenAI die eigene Plattform für eine lehrreiche Anlaufstelle halten?

Übernahme durch Nvidia steht offenbar vor der Tür

Natürlich ist Nvidia, großer Treiber der technischen Revolution und derzeit wertvollstes Unternehmen der Welt, nicht erst durch den beschriebenen KI-Angriff auf Hugging Face aufmerksam geworden.

Immerhin hat sich die von französischen Gründern ins Leben gerufene Firma in den vergangenen Jahren zu einer der wichtigsten Drehscheiben für offene KI entwickelt: Sie betreibt eine Plattform, auf der Entwickler und Forscher unterschiedlichste KI-Modelle, Datensätze und Software teilen, testen und weiterentwickeln können.

Relevant ist das insbesondere für sogenannte Open-Weight-Modelle, deren technische Grundlage öffentlich zugänglich ist und die Entwickler an eigene Anforderungen anpassen können.

Bereits vor einigen Tagen vermeldeten erste Quellen, dass Nvidia nicht nur Übernahmeinteresse an Hugging Face gezeigt, sondern den Kauf des Unternehmens bereits vollzogen habe. Wenig später kamen anderslautende Berichte auf, nach denen eine Vereinbarung noch nicht unterzeichnet sei.

Aber was hat das mit Kevin Durant zu tun?

Keine der beiden Parteien hat bis Sonntag ein öffentliches Statement zur Sache abgegeben – Nvidia hat Hugging Face also noch nicht offiziell übernommen, eine entsprechende Tatsachenmeldung scheint jedoch eher früher als später zu erfolgen.

Kevin Durant dürfte diese Entwicklung in jedem Fall freuen, denn dem Sport-Publizisten Joe Pompliano zufolge hat der 2,11 Meter große NBA-Spieler im Dienst der Houston Rockets gemeinsam mit einem Geschäftspartner bereits vor einiger Zeit in Hugging Face investiert.

Genauer heißt es, dass der 37-jährige in der Seed-Runde 100.000 Dollar und in der Serie-A-Finanzierungsrunde 150.000 Dollar ins Unternehmen gesteckt hat. In seinem Posting bezeichnet Pompliano den Deal zwar ebenfalls etwas verfrüht als dingfest, die von ihm erwähnten 12,9 Milliarden US-Dollar als kolportierter Kaufpreis decken sich jedoch mit diversen weiteren Berichten.

Für Kevin Durant, der mit den USA viermal olympisches Gold gewann, würde der Nvidia-Deal den Wert seiner Anteile merklich steigern, um nur das Mindeste zu sagen: Joe Pompliano geht davon aus, dass Durant daran "wahrscheinlich mehr als 60 Millionen Dollar verdient" und damit "eine der besten Investitionen, die je ein Sportler getätigt hat", für sich verbuchen kann.

Womöglich hätte der Basketballer im Nachhinein am liebsten sogar mehr in Hugging Face investiert, was grundsätzlich wahrscheinlich locker drin gewesen wäre: Allein in der aktuellen NBA-Saison bezieht Durant, der seit über anderthalb Jahrzehnten als Superstar des Sports gilt, ein Festgehalt von etwa 43 Millionen US-Dollar von den Houston Rockets.

Artikelbild / Kevin Durant: Clément Bardot nach CC BY-SA 4.0

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