Gate 96
Flughafen Hannover eröffnet Fußball-Zone im Terminal

| Redaktion 
| 19.08.2026

Wer künftig vom Flughafen Hannover abhebt, kann vorher noch einen Abstecher ins Stadion machen – oder zumindest gefühlt. Mitten im Terminal hat der Airport Hannover 96 eine eigene Fußball-Zone eingerichtet. Im neuen "Gate 96" treffen Stadionatmosphäre, Exponate und aktuelle Club-Inhalte auf Reisende, Fans und Besucher.

Der Flughafen Hannover hat seine öffentlich zugänglichen Terminalflächen um einen Bereich für Hannover 96 erweitert. Das neue "Gate 96" befindet sich auf der Abflugebene zwischen den Terminals A und B. Dort präsentiert sich der Fußball-Zweitligist künftig mit Exponaten, aktuellen Inhalten und multimedialen Elementen.

Die Fläche ist nicht auf Fluggäste beschränkt. Auch Fans, Abholer und andere Besucher können sie nutzen. Der Airport ordnet das Projekt in seine laufende Umgestaltung der öffentlichen Terminalbereiche ein. Dabei sollen neben klassischen Flughafenfunktionen auch regionale Themen stärker sichtbar werden.

Nach Angaben des Flughafens kommen jährlich mehr als fünf Millionen Fluggäste sowie zahlreiche Geschäftsreisende, Messegäste, Abholer und Besucher mit dem Standort in Kontakt. Der Airport begründet das Konzept unter anderem damit, dass viele Reisende dort erstmals mit Hannover in Berührung kommen oder die Stadt über den Flughafen wieder verlassen.

Gate 96 bringt Hannover 96 ins Terminal

Im "Gate 96" dreht sich alles um den Fußballclub Hannover 96. Gezeigt werden Exponate sowie aktuelle Inhalte des Vereins, ergänzt um multimediale Elemente. Die Gestaltung soll Anleihen an eine Stadionatmosphäre nehmen.

Damit erhält der Club eine dauerhafte Präsenz außerhalb des eigenen Stadions. Die Fläche richtet sich sowohl an Fans des Zweitligisten als auch an nationale und internationale Reisende, die den Verein bislang möglicherweise nicht kennen.

Für den Flughafen ist "Gate 96" ein weiterer Schritt bei der Umgestaltung seiner öffentlich zugänglichen Bereiche. Im Mittelpunkt steht dabei nicht der operative Flughafenbetrieb, sondern die zusätzliche Nutzung von Flächen zwischen den Terminals.

Maik Blötz, Geschäftsführer des Hannover Airport, beschreibt die Zusammenarbeit mit Hannover 96 als Teil dieses Konzepts. "Mit Hannover 96 und dem Flughafen spielen sich jetzt zwei starke Marken den Ball zu. Die Eröffnung ist ein weiterer Schritt in der langfristigen Attraktivierung unserer öffentlichen Terminalbereiche", sagt Blötz.

Ziel sei es, "Aufenthaltsqualität, Unterhaltung und Standortkommunikation miteinander zu verbinden".

Airport setzt auf bekannte Namen aus Hannover

"Gate 96" ist nicht das erste Projekt dieser Art am Flughafen Hannover. Bereits im vergangenen Jahr wurde dort die Scorpions Rockstage eröffnet. Auch dabei griff der Airport mit der hannoverschen Rockband Scorpions auf einen Namen mit engem Bezug zur Stadt zurück.

Mit Hannover 96 folgt nun der Fußball. Der Verein ist nach Angaben des Airports weit über Hannover hinaus bekannt und eng mit der Region verbunden. Der Flughafen nutzt diesen Bezug, um einen weiteren öffentlichen Terminalbereich thematisch zu gestalten.

Hannover 96 sucht Präsenz außerhalb des Stadions

Auch Hannover 96 nutzt die Fläche, um außerhalb des klassischen Fußballumfelds präsent zu sein. Henning Bindzus, Geschäftsführer von Hannover 96, verweist dabei auf die regionale Verankerung des Vereins.

"Hannover 96 ist in der Stadt sowie der Region fest verankert und es ist unser Ziel, diese Verbundenheit fortlaufend zu stärken", erklärt Bindzus. Ein Baustein dafür sei, den Club in Hannover "sicht- und erlebbar" zu machen.

Der Flughafen sei aus seiner Sicht ein besonderer Standort, weil dort viele Menschen ihren ersten oder letzten Eindruck von Hannover erhielten. Neben Fans erreicht der Verein dort damit auch Geschäftsreisende, Messegäste und internationale Besucher.

Bindzus deutet zudem an, dass die Zusammenarbeit nicht auf das "Gate 96" beschränkt bleiben muss. Es gebe "noch einige weitere gemeinsame Ansatzpunkte und Ideen" – sowohl am Flughafen als auch mit Blick auf die internationalen Aktivitäten von Hannover 96. Konkrete weitere Projekte oder Zeitpläne nannten die beiden Partner nicht.

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