Gründer übernehmen Anteile
Rysm: Von den Hirschen in eigene Hände

| Redaktion 
| 27.08.2026

Was zwölf Monate alles verändern können: Vor einem Jahr um diese Zeit gab es unter dem Dach der Hirschen Gruppe eine Agentur namens ressourcenmangel. Diese wurde inzwischen nicht nur umgetauft, sondern auch aufgekauft – und zwar von den Gründern selbst, die mit RYSM künftig eine vollständig inhabergeführte Anlaufstelle für Beratung, Strategie, Kreation und Kommunikation bieten.

"Vor 17 Jahren haben wir uns entschieden, Teil der Hirschen Group zu werden. Das war rückblickend eine der besten unternehmerischen Entscheidungen, die wir treffen konnten", resümieren die Agenturgründer Benjamin Minack und Andreas Nickel.

"Gemeinsam haben wir aus einer Berliner Agentur eine Unternehmensgruppe mit mehr als 250 Kolleginnen und Kollegen an sechs Standorten aufgebaut. Dafür sind wir Bernd Heusinger, Marcel Loko und allen Menschen in der Hirschen Group sehr dankbar", so das Duo weiter.

Allerdings trennen sich die Wege fortan: Minack und Nickel haben die bislang von der Hirschen Gruppe gehaltenen Anteile an ihrer Agentur im Rahmen eines Management-Buy-outs übernommen.

Begleitet wurde der Prozess sowohl von der M&A Beratung Drake Star für den Finanzierungsteil als auch von Wolf Ingomar Faecks, der die Projektierung der Transaktion sowie die Vorbereitung und Umsetzung der Transition unterstützt hat. Hinsichtlich der geflossenen Geldsumme haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

Hirschen Gruppe: "Kein trauriger Abschied"

Es ist ein Jahr der Veränderung für die Agentur, die zu dessen Beginn noch als ressourcenmangel firmierte, sich im Februar in RYSM umbenannt und nun ihre Eigenständigkeit unter Dach und Fach gebracht hat.

"Jetzt freuen wir uns darauf, alle unternehmerischen Entscheidungen selbst zu treffen, mit aller Gestaltungsfreiheit und Geschwindigkeit, die das mit sich bringt. Wir sind sehr froh, dass dieser Schritt einvernehmlich und fair möglich geworden ist", schildern die RYSM-Gründer.

Auch in der alten Heimat schaut man nur im Guten zurück. "Als Benjamin und Andreas zu uns kamen, war Ressourcenmangel eine kleine, feine Berliner Digital-Agentur", erinnert sich Bernd Heusinger, Mitgründer der Hirschen Gruppe. "Heute ist daraus die starke RYSM-Unternehmensgruppe geworden, die längst in allen Kommunikations-Disziplinen zu Hause ist."

Letztlich sieht er in der Entwicklung eine Bestätigung für das eigene Modell: "Wenn Unternehmer dann bereit sind, den nächsten Schritt aus eigener Kraft zu gehen, ist das für uns kein trauriger Abschied, sondern ein schöner Beleg dafür, dass unsere Idee funktioniert."

Vor diesem Hintergrund stellt Hirschen-Mitgründer Marcel Loko in Aussicht: "Wir werden diesen Kurskonsequent fortsetzen, ambitionierte und kreative Unternehmer zu fördern. Das hat uns zu einer der wenigen Agenturgruppen gemacht, die im aktuellen Marktumfeld weiterwachsen. Wir fokussieren uns künftig noch gezielter auf unsere zentralen Wachstumsfelder Social, Public und Health."

Weitere Zusammenarbeit ist angedacht

Wie angedeutet erwarten sich Benjamin Minack und Andreas Nickel durch den Schritt in die totale Eigenständigkeit maximale Freiheit, wenn es um "Investitionen, Innovationen und neue Angebote" geht. Zur bisherigen Kundschaft gehören unter anderem DHL, ECE, Subway, das Bundesministerium für Arbeit und Soziales oder die AOK Rheinland-Hamburg.

Die beiden Gründer kommentieren: "Künstliche Intelligenz beschleunigt viele Prozesse, Auftraggeber organisieren Kommunikation neu und investieren gezielter in Beratung, Kreativität und spezialisierte Kompetenzen. In einem solchen Markt kommt es mehr denn je auf unternehmerische Entscheidungen an."

Trotz der professionellen Trennung wollen beide Seiten auch künftig zusammenarbeiten, wenn sich sinnvolle Synergieeffekte ergeben. "Wir haben 17Jahre lang gemeinsam Unternehmen aufgebaut“, betonen Minack und Nickel. "Darauf sind wir stolz. Und wir freuen uns darauf, diese Verbundenheit auch in Zukunft in gemeinsamen Projekten fortzusetzen."

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