UFA Filmnächte in Berlin
Einmal Hollywood und zurück

| Redaktion 
| 27.08.2026

Hollywood als Zwischenstation deutscher Filmgeschichte: Vor rund 100 Jahren machten sich Ernst Lubitsch, Paul Leni und Friedrich Wilhelm Murnau auf den Weg nach Amerika, um dort einige ihrer bedeutendsten Filme zu drehen. Die UFA Filmnächte nehmen genau diese transatlantische Episode zum Anlass einer cineastischen Zeitreise, die zum Auftakt am Mittwoch diverse bekannte Branchenpersönlichkeiten begleitet haben.

Wenn im Berliner Sommer die Dämmerung einsetzt und auf der Museumsinsel die Leinwand erhellt wird, gehört die große Bühne für einige Stunden noch einmal dem Kino der Vergangenheit: Bei den UFA Filmnächten werden historische Stummfilmklassiker vor der Kulisse des Kolonnadenhofs mit der Live-Musik wechselnder Ensembles untermalt, um ihnen viele Jahre nach ihrer Erstverwertung eine einzigartige Extra-Aufführung zu spendieren.

Das von Bertelsmann gemeinsam mit UFA veranstaltete Open-Air-Festival feiert diese Woche sein 15-jähriges Berlin-Jubiläum und hat zum Anlass kleine, aber feine Justierungen am Konzept vorgenommen.

Unter dem Motto "Auf nach Hollywood!" steht so erstmals nicht primär die deutsche Stummfilmgeschichte im Mittelpunkt, sondern Streifen, die deutsche Regisseure in Hollywood gedreht haben. Dementsprechend besteht das diesjährige Programm aus…

  • 26. August: Lady Windermere's Fan (1925) von Ernst Lubitsch
  • 27. August: The Cat and the Canary (1927) von Paul Leni
  • 28. August: Sunrise (1927) von Friedrich Wilhelm Murnau

"Kulturerbe zu bewahren, Geschichte sichtbar und sie einem breiten Publikum zugänglich zu machen, ist für Bertelsmann ein zentrales Anliegen", unterstreicht Thomas Rabe, Vorstandsvorsitzender des Konzerns.

"Die UFA Filmnächte stehen genau dafür – und entwickeln sich zugleich jedes Jahr weiter. In diesem Jahr richten wir den Blick erstmals nach Hollywood und zeigen drei Meisterwerke deutscher Regisseure, die in den 1920er-Jahren in die USA gingen und dort große künstlerische und kommerzielle Erfolge feierten", so Rabe weiter.

Schauspielertreffen bei Bertelsmann

Noch vor der ersten Vorführung der diesjährigen UFA Filmnächte hieß Thomas Rabe rund 300 Gäste aus Gesellschaft und Kultur beim Empfang in der Berliner Bertelsmann-Repräsentanz willkommen.

Darunter naturgemäß vor allem Schauspieler – neben der aktuellen Patin der Veranstaltung, Nikeata Thompson, unter anderem Katja Riemann, Sönke Möhring, Nadine Schori, Inka Friedrich, Gisa Flake, Knud Riepen, Jeanette Hain, Jaeckie Schwarz, Dominic Raacke und diverse weitere.

Amy Mußul und Hendrik Langer (Bild: Brauer Photos / O. Walterscheid)
Amy Mußul und Hendrik Langer (Bild: Brauer Photos / O. Walterscheid)

Auch Michelle Müntefering, Ingo Lenßen, Prof. Dr. Marion Ackermann, Christiane Kubisch oder Filmproduzent Wolf Bauer ließen sich den Anlass bei Bertelsmann nicht entgehen, der nahtlos in die erste UFA Filmnacht des Jahres mit "Lady Windermere’s Fan" überging.

Für den lebhaften Soundtrack vor etwa 1000 Gästen sorgten The Roaring Dames unter der Leitung von Luiza Labouriau, die die Premiere einer Neukomposition von Tobias Schwencke gespielt haben.

Während für die Donnerstagsvorstellung von "The Cat and the Canary" vorab noch Restkarten an der Abendkasse zu haben waren, konnte das Finale am Freitag mit Murnaus "Sunrise" (samt Untermalung durch Ekkehard Wölk & The Silent Light Orchestra) bereits im Vorfeld ausverkauft werden.

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