Einfamilienhäuser
Wohnfläche und Grundstück: Mecklenburg-Vorpommern lotet die Extreme aus

| Redaktion 
| 15.07.2026

Wie viel Haus braucht der Mensch, wie viel Grundstück soll es sein und was fällt finanziell an? Die Antwort auf diese Fragen hängt in Deutschland mitunter stark vom Wohnort ab. Eine aktuelle Suchanfragen-Auswertung von ImmoScout24 verdeutlicht, wie sich Kaufinteressierte ihr Einfamilienhaus vorstellen und wo die größten regionalen Unterschiede liegen.

Das Einfamilienhaus gilt vielerorts als Symbol für Unabhängigkeit, Sicherheit und den Wunsch nach einem persönlichen Ankerpunkt. Allerdings ist der Weg zum Eigenheim komplexer geworden: Veränderte Lebensentwürfe, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und regionale Unterschiede prägen zunehmend, ob und wie sich der eigene Traum in die Wirklichkeit übertragen lässt.

Während die einen nach möglichst viel Platz suchen, zählt für andere vor allem, dass das eigene Haus überhaupt bezahlbar ist. Eine aktuelle Auswertung von ImmoScout24 beleuchtet näher, wie unterschiedlich die Vorstellungen vom passenden Zuhause verteilt über ganz Deutschland ausfallen.

Wohnfläche: Bundesweiter Konsens erkennbar

Eine gewisse Einigkeit scheint über alle Bundesländer hinweg zu bestehen, was die gefragte Wohnfläche angeht: Zwischen dem Tiefstwert in Mecklenburg-Vorpommern, wo vor allem nach Immobilien mit einem bewohnbaren Areal von 120 Quadratmetern gesucht wird, und dem Spitzenreiter Saarland liegen lediglich 21 Quadratmeter. Auch in Bayern oder Hessen sind vermehrt 140-Quadratmeter-Häuser gefragt.

Deutlich größer ist die Spanne bei der Grundstückfläche – und während sich die Suchenden in Mecklenburg-Vorpommern mit den kleinsten Häusern zufrieden geben, haben sie hier die wortwörtlich größten Ansprüche:

1778 Quadratmeter sollen es am liebsten sein, während Hessen am anderen Ende des Spektrums bereits 481 Quadratmeter genügen. Auch in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen sind vierstellige Quadratmeter-Grundstücke die bevorzugte Wahl.

Quelle: ImmoScout24
Quelle: ImmoScout24

"Kompakte Häuser sind für viele Kaufinteressierte attraktiv, weil sie erschwinglicher sind. Mehr als die Hälfte der Kaufnachfrage auf unserem Portal entfällt auf Einfamilienhäuser mit weniger als 150 Quadratmetern Wohnfläche“, erläutert Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24.

"Im Angebot machen sie jedoch etwas weniger als die Hälfte aller Einfamilienhäuser aus. Dementsprechend gehen kleinere Häuser durchschnittlich schneller vom Markt als größere Häuser.“

Saarland sucht am günstigsten

An der Spitze der gesuchten Preise pro Quadratmeter stehen erwartungsgemäß die teuren Regionen: Bayern führt mit 5038 Euro pro Quadratmeter klar vor Hamburg (4849) und Berlin (4634); es folgen Hessen (3623) und Baden-Württemberg (3531).

Deutlich moderater fallen die Suchpreise in den ostdeutschen Bundesländern und im Norden aus, während Brandenburg, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen zwischen etwa 3000 und 3400 Euro je Quadratmeter im Mittelfeld liegen.

Mit Abstand am günstigsten suchen Interessenten in Saarland mit nur 1722 Euro pro Quadratmeter. Auch in Sachsen (2457), Rheinland-Pfalz (2480) und Niedersachsen (2560) bleiben die gesuchten Preise klar unter dem Bundesdurchschnitt.

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