BMW Jahreszahlen
BMW meldet Gewinneinbruch: Operatives Ergebnis sinkt um 11,5 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro

| Redaktion 
| 12.03.2026

BMW hat seine Jahreszahlen für 2025 vorgelegt: Das operative Ergebnis des Autobauers sank um 11,5 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro. Belastet wurde das Geschäft vor allem durch stärkeren Wettbewerb in China und geopolitische Spannungen. Gleichzeitig konnte der Konzern seinen Absatz leicht steigern und weltweit rund 2,46 Millionen Fahrzeuge ausliefern.

Das Geschäftsjahr 2025 war für BMW von gegensätzlichen Entwicklungen geprägt. Während Umsatz und operatives Ergebnis zurückgingen, gelang es dem Konzern dennoch, weltweit mehr Fahrzeuge auszuliefern und wichtige Zukunftsprojekte voranzutreiben.

Operatives Ergebnis sinkt auf 10,2 Milliarden Euro

Das operative Ergebnis (Ebit) der BMW Group sank 2025 um 11,5 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro. Damit liegt der Wert auf dem niedrigsten Niveau seit der Corona-Pandemie.

Unter dem Strich erzielte der Konzern einen Nettogewinn von rund 7,5 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang von etwa drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch der Umsatz ging zurück und lag mit rund 133,5 Milliarden Euro etwa 6,3 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Trotz der schwächeren Entwicklung sieht sich das Unternehmen weiterhin solide aufgestellt. "2025 war für die BMW Group in vielerlei Hinsicht ein besonderes und vor allem für die Zukunft wegweisendes Jahr“, sagte BMW-Chef Oliver Zipse bei der Präsentation der Jahreszahlen in München.

Absatz steigt leicht auf 2,46 Millionen Fahrzeuge

Operativ konnte BMW im vergangenen Jahr weiterhin wachsen. Weltweit lieferte der Konzern rund 2,46 Millionen Fahrzeuge aus. Das entspricht einem Absatzplus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Vor allem in Europa und den USA legte BMW zu. In Europa stieg der Absatz um mehr als sieben Prozent und überschritt erstmals seit der Zeit vor der Corona-Pandemie wieder die Marke von einer Million ausgelieferten Fahrzeugen. In den USA verzeichnete der Autobauer ein Wachstum von rund fünf Prozent.

China bleibt weiterhin der größte Einzelmarkt des Unternehmens. Dort entwickelte sich das Absatzvolumen insgesamt stabil, lag jedoch in der zweiten Jahreshälfte unter den Erwartungen. Als Hauptgrund nennt BMW den intensiven Wettbewerb im Markt.

"Die BMW Group verfügt über ein robustes und widerstandsfähiges Geschäftsmodell“, sagte Zipse.

Elektrifizierung treibt Wachstum

Ein wichtiger Wachstumstreiber bleibt die Elektrifizierung der Modellpalette. Im Jahr 2025 lieferte BMW weltweit mehr als 640.000 elektrifizierte Fahrzeuge aus. Ihr Anteil am Gesamtabsatz lag damit bei rund 26 Prozent.

Reine Elektroautos machten etwa 18 Prozent des weltweiten Absatzes aus. Besonders stark entwickelte sich der europäische Markt: Dort lag der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge bei über 40 Prozent.

Auch einzelne Marken innerhalb des Konzerns entwickelten sich positiv. Die Hochleistungstochter BMW M setzte ihren Wachstumskurs fort und erreichte mit mehr als 213.000 ausgelieferten Fahrzeugen einen neuen Rekordwert.

Neue Modelle und Strategie der Technologieoffenheit

BMW setzt weiterhin auf einen technologieoffenen Ansatz bei den Antriebssystemen. Neben batterieelektrischen Fahrzeugen bleiben auch Plug-in-Hybride und effiziente Verbrennungsmotoren Teil der Strategie.

"Unsere Strategie der Technologieneutralität zeigt weiter ihre Stärke“, betonte Zipse.

Ein zentraler Baustein für die kommenden Jahre ist die neue Fahrzeugarchitektur NEUE KLASSE. Mit ihr will BMW seine Elektromobilitätsstrategie weiter beschleunigen und gleichzeitig neue Technologien in die gesamte Modellpalette integrieren.

Der Auftakt erfolgt mit dem neuen BMW iX3, der den Start der neuen Plattform markiert.

Vorsichtiger Ausblick für 2026

Trotz der weiterhin robusten Nachfrage bleibt das Umfeld für die Automobilindustrie anspruchsvoll. Steigender Wettbewerbsdruck, geopolitische Spannungen sowie hohe Investitionen in neue Technologien prägen das Marktumfeld. Auch andere Hersteller stehen unter Druck: So verzeichnete etwa Volkswagen zuletzt einen deutlichen Gewinneinbruch.

BMW erwartet daher für das laufende Jahr eine weiterhin herausfordernde Entwicklung. Die Rendite im Automobilgeschäft dürfte sich nach Unternehmensangaben voraussichtlich in einer Spanne von vier bis sechs Prozent bewegen.

Gleichzeitig bleibt der Konzern zuversichtlich, seine strategische Position weiter auszubauen. "Wir haben in den vergangenen Jahren die Weichen richtig gestellt und halten das Unternehmen auch in Zukunft auf Erfolgskurs“, sagte Zipse.

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