Ben Shelton verteidigt Titel
BOSS OPEN verzeichnen 50.000 Besucher und bauen Economic Summit aus

| Redaktion 
| 14.06.2026

Die BOSS OPEN haben ihre Position als eines der bedeutendsten ATP-250-Turniere Europas weiter gefestigt. Trotz mehrerer Regentage kamen mehr als 50.000 Besucher:innen auf den Stuttgarter Weissenhof. Neben hochklassigem Tennissport sorgten neue Veranstaltungsformate für zusätzliche Aufmerksamkeit. Besonders ein erstmals durchgeführtes Wirtschaftsevent könnte für die weitere Entwicklung des Turniers eine wichtige Rolle spielen.

Die Veranstalter der BOSS OPEN ziehen nach der Turnierwoche 2026 eine positive Bilanz. Bei der Abschluss-Pressekonferenz betonten die Verantwortlichen die sportliche Qualität des Teilnehmerfeldes, die erfolgreiche Zusammenarbeit der Partner sowie die zunehmende internationale Wahrnehmung des ATP-250-Turniers.

Turnier profitiert von starker Partnerschaft

Daniel Grieder, CEO von Hugo Boss, verwies auf die langfristige Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Veranstalter und Club. Die bereits im Vorjahr bis 2030 verlängerte Partnerschaft habe sich als richtiger Schritt erwiesen. Besonders hob er die Verbindung von Spitzensport, Hospitality-Angeboten und begleitenden Veranstaltungen hervor.

Auch Hans-Georg Kauffeld, Vorsitzender des TC Weissenhof, zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung des Turniers. Die Zusammenarbeit zwischen Club, Veranstalter e|motion und Hugo Boss funktioniere seit Jahren erfolgreich. Gleichzeitig verwies er auf die Bedeutung der Nachwuchsförderung sowie geplante Investitionen in die Jugendakademie des Vereins.

Sportliche Qualität bleibt zentraler Erfolgsfaktor

Turnierdirektor Edwin Weindorfer bezeichnete das Teilnehmerfeld erneut als eines der stärksten innerhalb der ATP-250-Kategorie. Das Finale zwischen den beiden Top-Ten-Spielern Ben Shelton und Taylor Fritz unterstreiche die sportliche Attraktivität des Turniers.

Nach Angaben der Veranstalter schätzen viele Profis insbesondere die Atmosphäre auf dem Weissenhof sowie die Rahmenbedingungen vor Ort. Neben den Matches hätten auch zahlreiche Side Events zum Gesamterfolg der Turnierwoche beigetragen.

Economic Summit soll weiter wachsen

Besonders positiv bewerteten die Verantwortlichen die Premiere des BOSS OPEN Economic Summit. Das neue Format brachte Vertreter:innen aus Wirtschaft, Politik und internationalen Märkten nach Stuttgart.

Nach Angaben der Veranstalter nahmen Gäste unter anderem aus Dubai, Abu Dhabi und Vietnam teil. Die hohe Resonanz zeige das Potenzial der Verbindung von Sport und Wirtschaft. Das Konzept soll gemeinsam mit den Partnern weiterentwickelt werden.

Trotz dreier wetterbedingter Regentage konnten die BOSS OPEN nach Veranstalterangaben mehr als 50.000 Besucher:innen begrüßen. Ohne die wetterbedingten Einschränkungen wäre laut Turnierleitung ein noch höheres Zuschaueraufkommen möglich gewesen.

Sportlich prägte vor allem Ben Shelton die BOSS OPEN 2026. Der Weltranglistenfünfte setzte sich im Finale gegen Titelverteidiger und BOSS-Markenbotschafter Taylor Fritz mit 6:4, 2:6, 6:4 durch und sicherte sich seinen sechsten ATP-Titel. Für den 23-jährigen US-Amerikaner war es bereits der dritte Turniersieg in dieser Saison – nach Erfolgen auf Sand in München und auf Hartplatz in Dallas. Damit zählt Shelton neben Jannik Sinner zu den bislang erfolgreichsten Spielern des Tennisjahres 2026.

Der Weg zum Titel verlief jedoch alles andere als problemlos. Bereits im Achtelfinale gegen Marcos Giron sowie im Halbfinale gegen Jiri Lehecka musste Shelton Matchbälle abwehren, ehe er sich ins Endspiel kämpfte. Dort nutzte er seine Chancen konsequenter als Fritz und entschied den dritten Satz mit einem späten Break für sich. Nach dem Triumph bedankte sich Shelton insbesondere beim Publikum, das die Spieler trotz mehrerer Regentage lautstark unterstützte.

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