yfood River Race 350
Weltrekord auf der Donau: Es bleibt beim Versuch

| Redaktion 
| 30.07.2026

72 Stunden, 350 geschwommene Kilometer und ein Weltrekord als Ziel: Mit dieser Rechnung startete Abenteuer-Creator Marinus Obermair am Sonntag in Passau. Hunderttausende verfolgten den verrückten Versuch auf der Donau, doch letztlich ging die Gleichung nicht auf – was weniger am Mensch im Wasser und vielmehr an dessen Zustand selbst lag.

Rastlose Tage und Nächte im Wasser, kaum Schlaf, massive Erschöpfung und die Gefahr von Halluzinationen: Markus Obermair wusste, worauf er sich einlässt. Der 23-jährige ist als Content Creator unter dem Namen MovelikeG für abenteuerliche Herausforderungen bekannt, die er auf der Donau auf ihren bisherigen Höhepunkt treiben wollte – schließlich wurde mit dem yfood River Race 350 (wir berichteten) nicht weniger als ein Weltrekord angepeilt.

Inspiriert von der Geschichte des Papierbootes, das von Bayern aus einmal quer durch Österreich treiben könne, machte sich Obermair am Sonntag in Passau auf den Weg nach Bratislava; durch 350 Kilometer zurückgelegte Kilometer in 72 Stunden wollte sich der Creator einen Termin mit den Zuständigen von Guinness World Records verschaffen.

Die Donau spielt nicht mit

Zu den ohnehin eingeplanten Schwierigkeiten des Unterfangens gesellten sich vor Ort unglücklicherweise weitere hinzu: Wegen anhaltender Trockenheit erreichte der Donaupegel teils historische Tiefstände, sodass sich Obermair mitunter in nur hüfthohem Wasser befand.

Als verheerend für den ambitionierten Rekordversuch erwies sich dabei vor allem die Strömung, die den 23-jährigen durchs Nass tragen sollte – statt mit den erhofften sechs Kilometer pro Stunde brachte sie es oft jedoch nur auf einen einzigen.

So kam es, dass Marinus Obermair nach Ablauf der 72 Stunden "nur" 153 Kilometer zurücklegen konnte und seinen Rekordversuch auf dem Begleitboot erschöpft zu den Akten legte.

Marinus Obermair erschöpft, aber zufrieden auf dem Beiboot (Bild: yfood)
Marinus Obermair erschöpft, aber zufrieden auf dem Beiboot (Bild: yfood)

Bis dahin fieberten insgesamt über 800.000 Interessierte auf Youtube und TikTok mit, die bezeugen können, dass das Vorhaben keinesfalls an der Einsatzbereitschaft von Marinus Obermair gescheitert ist.

"Marinus hat gezeigt, was es heißt, eine wirklich außergewöhnliche Idee zu leben und vor allem unter diesen widrigen Bedingungen nicht aufzugeben", kommentiert Marco Raab, Chief Marketing Officer beim Hauptsponsor yfood (hier im Leadersnet-Interview).

"Wir alle ziehen den Hut vor dieser Leistung und vor allem vor dieser mentalen Stärke. Marinus ist mehr als der Sieger der Herzen."

Auch, wenn der Weltrekord in einiger Ferne verbleibt, ist Marinus Obermair widrigen Umständen zum Trotz an seine körperliche und mentale Grenze gegangen.

"Die meistern scheitern, weil sie nicht starten. Habt den Mut zu starten!", gibt der 23-jährige selbst zu Protokoll, der sich nach Ende des Versuchs trotzdem zu aller erst nach Festland gesehnt hat.

Der Weltrekordversuch in Zahlen

Start: 26. Juli 2026, 17:40 Uhr
Ende des Rekordversuchs: 29. Juli 2026, 17:40 Uhr
Ort: Grein, Österreich
Gesamtdauer: 72 Stunden
Zurückgelegte Distanz: 153 Kilometer
Durchschnittliche Pace: 4 km/h
Niedrigste gemessene Strömung: 0,8 km/h
Gesamtenergieverbrauch: ca. 42.128 Kalorien

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Der Weltrekordversuch in Zahlen

Start: 26. Juli 2026, 17:40 Uhr
Ende des Rekordversuchs: 29. Juli 2026, 17:40 Uhr
Ort: Grein, Österreich
Gesamtdauer: 72 Stunden
Zurückgelegte Distanz: 153 Kilometer
Durchschnittliche Pace: 4 km/h
Niedrigste gemessene Strömung: 0,8 km/h
Gesamtenergieverbrauch: ca. 42.128 Kalorien

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