App offiziell vorgestellt
d-you: Deutschlands digitale ID startet am 2. Januar 2027

| Redaktion 
| 10.09.2026

Die EUDI-Wallet war bereits angekündigt, jetzt wird Deutschlands digitale Identität konkret: Die staatliche App heißt d-you und startet am 2. Januar 2027. Das Bundesdigitalministerium hat nun Namen und Logo vorgestellt. Gleichzeitig stehen rund 40 Partner fest, die zum Start eigene Anwendungen und Services anbieten sollen – von der Kontoeröffnung bis zum digitalen Altersnachweis.

Dass Deutschland eine eigene EUDI-Wallet bekommt, ist bereits seit Monaten bekannt. Nun wird aus dem Vorhaben eine konkrete App: Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat die deutsche Lösung offiziell als d-you vorgestellt. Neben Namen und Logo steht jetzt auch der genaue Starttermin fest. Am 2. Januar 2027 soll die digitale Identität verfügbar sein.

Neu ist zudem, mit welchem Ökosystem d-you an den Start gehen soll. Rund 40 Unternehmen, Behörden, Verbände, Hochschulen und weitere Institutionen sind als Launch-Partner dabei. Sie sollen eigene Anwendungen und Services bereitstellen. Damit zeichnet sich erstmals konkreter ab, wie die digitale Identität im Alltag eingesetzt werden kann.

Das kann d-you zum Start

Vom ersten Tag an sind mehrere praktische Einsatzmöglichkeiten vorgesehen. Nutzer:innen sollen mit d-you ihr Alter digital nachweisen, rechtsverbindliche Verträge abschließen und ein Bankkonto eröffnen können. Weitere Funktionen und digitale Nachweise sollen nach dem Start schrittweise hinzukommen.

Die App dient dabei als digitale Brieftasche für persönliche Nachweise. Diese können auf dem Smartphone gespeichert und bei Bedarf eingesetzt werden. Nach Angaben des BMDS werden die Daten verschlüsselt auf dem jeweiligen Endgerät abgelegt. Die Nutzung von d-you ist freiwillig und kostenlos.

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger erklärt: "Mit d-you entwickeln wir eine digitale Anwendung, die echten Mehrwert bietet, den Menschen in den Mittelpunkt stellt und Vertrauen schafft. Die deutsche EUDI-Wallet ist nutzerfreundlich und sicher, schafft Transparenz und Kontrolle über die eigenen Daten und funktioniert überall in Europa."

Auch der neue Name soll diesen Anspruch transportieren. Das "d" steht laut Ministerium für digital und Deutschland, während "you" den Bezug zu den Nutzer:innen und die europäische Ausrichtung herstellen soll. Das Logo verbindet eine stilisierte Hand mit einer Wallet. Dazu passt das Motto: "Es sind deine Daten. In deiner Hand."

Rund 40 Partner sind bereits dabei

Mit der Vorstellung der Launch-Partner bekommt das Projekt auch für Unternehmen deutlich mehr Kontur. Zu den Beteiligten zählen unter anderem DATEV, Vodafone, Rossmann, die Deutsche Post, die KfW, die Bundesagentur für Arbeit und die Deutsche Rentenversicherung Bund.

Auch der Finanzsektor ist vertreten. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie der Deutsche Sparkassen- und Giroverband gehören zum Partnernetzwerk. Hinzu kommen unter anderem EON, LVM, der Hamburger Verkehrsverbund und mehrere Technologieanbieter.

Städte, Länder und Hochschulen beteiligen sich ebenfalls. Aachen, Dresden und Heidelberg sind ebenso vertreten wie Baden-Württemberg und Niedersachsen. Aus der Wissenschaft kommen unter anderem die Technische Universität München, die Freie Universität Berlin und die Universität Duisburg-Essen hinzu.

Damit soll rund um d-you von Beginn an ein breiteres Ökosystem entstehen. Wildberger erwartet dadurch "neue Anwendungen, innovativere Geschäftsmodelle und effizientere Verwaltungsleistungen".

d-you soll europaweit funktionieren

Die deutsche App ist Teil der European Digital Identity Wallet, kurz EUDI-Wallet. Sie basiert auf einheitlichen technischen Standards der Europäischen Union. Dadurch soll d-you perspektivisch auch grenzüberschreitend in Europa eingesetzt werden können.

Für Unternehmen ist das insbesondere dort relevant, wo bislang Identitätsprüfungen oder Nachweise erforderlich sind. Die zum Start angekündigten Anwendungen – etwa Kontoeröffnungen und rechtsverbindliche Vertragsabschlüsse – zeigen, dass die Wallet nicht auf digitale Behördengänge beschränkt bleiben soll.

Der entscheidende Unterschied zu den bisherigen Ankündigungen liegt damit im Konkretisierungsgrad: Die EUDI-Wallet war bereits beschlossen und für 2027 angekündigt. Jetzt stehen Name, Auftritt, exakter Starttermin und die ersten Partner samt Anwendungen fest. Mit dem Start am 2. Januar 2027 beginnt damit die praktische Phase der deutschen EUDI-Wallet.

d-you auf einen Blick

  • Name: d-you
  • Was ist d-you? Deutschlands staatliche EUDI-Wallet für die digitale Identität
  • Start: 2. Januar 2027
  • Kosten: kostenlos
  • Nutzung: freiwillig
  • Zum Start geplant: digitaler Altersnachweis, rechtsverbindliche Vertragsabschlüsse und Kontoeröffnungen
  • Launch-Partner: rund 40 aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung
  • Datenschutz: verschlüsselte Speicherung der Daten auf dem Endgerät
  • Europa: basiert auf einheitlichen EU-Standards und soll europaweit einsetzbar sein
  • Ausblick: Weitere Funktionen und digitale Nachweise sollen nach dem Start folgen

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d-you auf einen Blick

  • Name: d-you
  • Was ist d-you? Deutschlands staatliche EUDI-Wallet für die digitale Identität
  • Start: 2. Januar 2027
  • Kosten: kostenlos
  • Nutzung: freiwillig
  • Zum Start geplant: digitaler Altersnachweis, rechtsverbindliche Vertragsabschlüsse und Kontoeröffnungen
  • Launch-Partner: rund 40 aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung
  • Datenschutz: verschlüsselte Speicherung der Daten auf dem Endgerät
  • Europa: basiert auf einheitlichen EU-Standards und soll europaweit einsetzbar sein
  • Ausblick: Weitere Funktionen und digitale Nachweise sollen nach dem Start folgen

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