Olympische Winterspiele 2026
40 Prozent der deutschen Athleten sind Sportsoldaten

| Redaktion 
| 03.02.2026

Kommenden Freitag starten die Olympischen Winterspiele in Italien, die in insgesamt 16 verschiedenen Sportarten ausgetragen werden. 188 Athleten und Athletinnen vertreten Deutschland vor Ort – und knapp über 40 Prozent von ihnen stehen im Dienst der Bundeswehr, aus deren Sportfördergruppen längst hunderte Medaillengewinne hervorgegangen sind.

Sportsoldatinnen und Sportsoldaten sind Spitzensportlerinnen und -sportler, die bei der Bundeswehr angestellt sind und ihren dortigen Dienst mit Leistungssport verbinden.

In 14 Sportfördergruppen erhalten sie dazu finanzielle Absicherung, Trainingsmöglichkeiten und flexible Dienstzeiten – Unterstützung, die sich viele "normale" Athleten in Disziplinen ohne Milliardenmaschinerie im Rücken regelmäßig medienwirksam wünschen, wenn Turniere anstehen.

Ziel des Angebots ist es, sportliche Spitzenleistungen zu ermöglichen und gleichzeitig eine berufliche Perspektive innerhalb der Bundeswehr zu schaffen.

Ein Aspekt, der angesichts eigener personeller Aufrüstungsziele an Relevanz gewinnt: Langfristig soll die Bundeswehr (gestützt auf neue Sicherheitsanforderungen und NATO-Ziele) auf rund 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten wachsen, begleitet von einem deutlichen Ausbau der Reserven.

76 Bundeswehr-Athleten in Italien

Als brauchbare Werbemaßnahme für das Sportsoldatendasein hat sich die Nominierungsrunde für die 25. Olympischen Winterspiele erwiesen, die ab Freitag, 06. Februar in Mailand und Cortina d'Ampezzo (Italien) ausgetragen werden:

Von den insgesamt 188 durch den Deutschen Olympische Sportbund (DOSB) berufenen Athleten und Athletinnen sind 35 Sportsoldatinnen und 41 Sportsoldaten, sodass die Bundeswehr rund 40 Prozent der Medaillenaspiranten stellt.

In Italien messen sich Vertreter aus aller Welt bis Sonntag, 22. Februar in insgesamt 16 Sportarten. Neben klassischen Disziplinen wie Biathlon, Bobsport, Curling, Eishockey, Eiskunstlauf oder Skispringen ist das Skibergsteigen nur dieses Jahr im Programm.

Beteiligung an 46 Prozent aller Medaillengewinne seit ‘92

Die Bundeswehr stellt in Aussicht, dass sie die 25. Olympischen Winterspiele auf ihrer Internetpräsenz tagesaktuell begleitet und über Triumphe der eigenen Sportsoldaten und Sportsoldatinnen berichtet; ein Bundeswehr-Medaillenspiegel inklusive.

Man darf mit historisch fundierter Berechtigung auf zahlreiche Einträge hoffen: 56 Gold-, 58 Silber- und 32 Bronzemedaillen sind seit 1992 von Sportsoldaten und Sportsoldatinnen allein bei den Winterspielen gewonnen worden.

Bei den Sommerspielen kamen im selben Zeitraum 53 Gold-, 46 Silber- und 81 Bronzemedaillen hinzu, sodass die Athleten und Athletinnen mit Unterstützung der Bundeswehr für rund 46 Prozent aller deutschen Medaillengewinne verantwortlich waren.

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