Rendite bei täglicher Verfügbarkeit
Tagesgeldzinsen über 3 Prozent: So profitieren Anleger 2026

| Redaktion 
| 27.01.2026

Tagesgeld feiert ein Comeback: Nachdem Sparer:innen jahrelang kaum Rendite erzielten, überbieten sich Banken nun mit attraktiven Angeboten. In der Spitze winken mehr als drei Prozent Zinsen – bei voller täglicher Verfügbarkeit. Doch nicht alle Offerten sind nachhaltig. Für finanzstarke Anleger:innen ist jetzt der richtige Zeitpunkt, flexibel und risikobewusst zu agieren.

Der Wettbewerb unter Banken heizt sich weiter auf – und mit ihm steigt das Zinsniveau beim Tagesgeld. Während klassische Sparprodukte lange als renditeschwach galten, eröffnen sich 2026 neue Spielräume für liquiditätsorientierte Anleger:innen. Wer gezielt vergleicht, kann von Zinssätzen profitieren, die sogar kurzlaufendes Festgeld übertreffen. Doch wie immer gilt: Die Details entscheiden.

Banken überbieten sich mit Zinsaktionen

Im Zuge der anhaltenden Zinswende und des verschärften Wettbewerbs zwischen Finanzinstituten bieten derzeit immer mehr Banken attraktive Tagesgeldkonditionen. In der Spitze sind laut Marktbeobachtungen Zinsen von bis zu 3,2 Prozent möglich – und damit deutlich mehr als noch vor wenigen Monaten.

Laut eines Berichts von tagesschau.de und Daten des Vergleichsportals Verivox hat sich die Zahl der Banken mit Angeboten ab drei Prozent innerhalb weniger Wochen fast verdoppelt: von sieben auf 13 Institute. Viele dieser Offerten sind auf Neukund:innen ausgerichtet und gelten nur für einen befristeten Zeitraum. Dennoch steigt die Bedeutung von Tagesgeldkonten bei der Kapitalallokation spürbar.

Tägliche Verfügbarkeit trifft auf attraktive Zinsen

Im Vergleich zu klassischen Sparbüchern punktet Tagesgeld gleich doppelt: Mit täglicher Verfügbarkeit und deutlich besseren Zinsen. Damit eignet sich das Produkt besonders für kurzfristige Rücklagen oder größere Anschaffungen. Finanzberater:innen empfehlen, mindestens drei Netto-Monatsgehälter als Notgroschen auf einem Tagesgeldkonto zu halten.

Für den langfristigen Vermögensaufbau bleiben hingegen renditestärkere Anlageformen wie Aktien, ETFs, Anleihen oder Immobilien die bessere Wahl. Der Grund: Die durchschnittliche Tagesgeldverzinsung liegt langfristig meist unterhalb der Inflationsrate, auch wenn 2026 eine positive Ausnahme darstellen könnte.

Viele Banken setzen gezielt auf kurzfristige Aktionszinsen, um neue Kund:innen zu gewinnen. Diese gelten häufig nur drei bis sechs Monate und sinken danach auf deutlich niedrigere Standardzinsen – teils unter ein Prozent. Wer von dauerhaft hohen Zinsen profitieren will, muss regelmäßig das Institut wechseln oder gezielt Anbieter mit überdurchschnittlichem Bestandskundenzins wählen.

Einige Institute bieten auch ohne Aktionslaufzeit bis zu 2,3 Prozent p.a., was über dem aktuellen EZB-Einlagenzins von 2,0 Prozent liegt. Für risikoaverse Anleger:innen, die auf Planbarkeit und minimalen Aufwand setzen, kann das eine interessante Option sein.

Entscheidend ist zudem der Blick auf die Einlagensicherung: Innerhalb der EU sind bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank gesetzlich abgesichert. Wer Angebote außerhalb der EU prüft, sollte den Schutzmechanismus genau unter die Lupe nehmen.

Fazit: Zinsen im Blick behalten

Die Entwicklung am Tagesgeldmarkt zeigt, wie dynamisch sich Zinsofferten derzeit verändern. Ob mit kurzfristigen Aktionszinsen oder stabilen Konditionen für Bestandskund:innen – Banken reagieren zunehmend offensiv auf den Wettbewerb. Für Anleger:innen bedeutet das: Wer aktuelle Angebote beobachtet, kann 2026 von überdurchschnittlichen Zinssätzen profitieren – bei gleichzeitig hoher Liquidität. Wie nachhaltig dieser Trend ist, bleibt abzuwarten.

So legen Anleger:innen in Deutschland an

(laut Kantar-Studie im Auftrag des Bankenverbands)

  1. Fonds (Anteile): 43 %

  2. Tagesgeld: 40 %

  3. Aktien: 39 %

  4. Sparkonto / Sparplan: 32 %

  5. Festgeld: 23 %

  6. Immobilien: 20 %

  7. Gold: 12 %

  8. Kryptowährungen: 11 %

  9. Festverzinsliche Wertpapiere: 11 %

  10. Andere Edelmetalle: 9 %

Mehrfachnennungen möglich | Quelle: Kantar / Bankenverband

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So legen Anleger:innen in Deutschland an

(laut Kantar-Studie im Auftrag des Bankenverbands)

  1. Fonds (Anteile): 43 %

  2. Tagesgeld: 40 %

  3. Aktien: 39 %

  4. Sparkonto / Sparplan: 32 %

  5. Festgeld: 23 %

  6. Immobilien: 20 %

  7. Gold: 12 %

  8. Kryptowährungen: 11 %

  9. Festverzinsliche Wertpapiere: 11 %

  10. Andere Edelmetalle: 9 %

Mehrfachnennungen möglich | Quelle: Kantar / Bankenverband

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