Preisverleihung mit Frank-Walter Steinmeier
Der Große Stern des Sports geht nach Herford

| Redaktion 
| 26.01.2026

Am Montagmorgen wurde der wichtigste Preis für gesellschaftliches Engagement im deutschen Vereinssport vergeben. Dabei konnte sich eine dem Ehrenamt gewidmete Initiative der Turngemeinde Herford von 1860 e.V. gegen die bundesweite Konkurrenz behaupten – ein Triumph, der neben gebührender Anerkennung auch ein fünfstelliges Preisgeld einbringt.

Wie angekündigt wurde in Berlin am Montagmorgen der "Große Stern des Sports" vergeben, wofür die Volksbanken und Raiffeisenbanken gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) verantwortlich zeichnen. Für die renommierte Auszeichnung qualifizieren können sich Sportvereine aus der Bundesrepublik durch soziales Engagement oder gesellschaftlich relevante Initiativen.

17 Vereine durften sich als Landessieger und Nominierte Hoffnung machen, in der Hauptstadt einen Preis im Beisein prägender Persönlichkeiten entgegenzunehmen: Der DOSB-Vorstandsvorsitzende Otto Fricke und Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), waren genauso anwesend wie der Bundespräsident.

Ehrenamts-Initiative gewinnt Hauptpreis

"All die großen Stars sind nicht vom Himmel gefallen, sie kommen aus vielen kleinen, oft ehrenamtlich geführten Vereinen. Deshalb muss uns bewusst sein: Ohne diese ehrenamtliche Arbeit, ohne dieses Engagement ginge gar nichts in Deutschland", sagte Frank-Walter Steinmeier anerkennend in den Räumlichkeiten der DZ Bank, die einmal mehr als Gastgeber fungierte.

Der Bundespräsident weiter: "Ich liebe die 'Sterne des Sports' auch deshalb so, weil es einmal im Jahr die große Gelegenheit gibt, unsere Würdigung und Anerkennung für die vielen Ehrenamtlichen auszudrücken und danke zu sagen. Wir sollten es nicht nur an einem Tag tun, aber gerade an diesem Tag – und an den anderen 364 Tagen mindestens daran denken."

Mit dem Hauptpreis ausgezeichnet wurde am Montagmorgen schließlich die Turngemeinde Herford von 1860 e.V., die den Großen Stern des Sports damit nach Nordrhein-Westfalen holt. Ausschlaggebend war die Initiative "Vereinsheld 2025 – Unsere Zukunft ist Ehrenamt".

"Ziel ist es, Engagement sichtbarer, attraktiver und zukunftsfähiger zu machen: durch Wertschätzung, Weiterbildung und echte Beteiligung", erklärt Frederick Humcke aus dem Vorstand des Siegervereins.

"Die Initiative basiert auf sechs Säulen – von monatlichen Netzwerktreffen und einer eigenen Heldenakademie über Qualifizierungsformate bis hin zum innovativen NextGen-Stipendium, das junge Engagierte ab 13 Jahren finanziell und persönlich fördert", so Humcke weiter. Die Volksbank in Ostwestfalen hat das Projekt den gesamten Wettbewerb über unterstützt.

VfB Eilenburg und MTV Stuttgart auf dem Podium

Neben der Anerkennung und einem einzigartigen Termin in Berlin freut man sich bei der Turngemeinde Herford von 1860 e.V. auch über das damit einhergehende Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

Auf dem zweiten Platz folgt der Mehrspartenverein VfB Eilenburg aus Sachsen, der von der Volksbank Delitzsch begleitet wurde. Die Initiative "FairPFIFFEN – Mut braucht Rückhalt" hat bei der "hochkarätig besetzte Expertenjury" Eindruck hinterlassen und wird mit 7500 Euro prämiert.

Der dritten, mit 5000 Euro dotierten Platz sicher sich der MTV Stuttgart 1843 aus Baden-Württemberg. Mit Unterstützung durch die Volksbank Zuffenhausen hat er sich "für die vorbildhafte Gründung einer Parasport-Akademie" eingesetzt.

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