Bayerischer Filmpreis 2026
Pierrots für Bully, "Amrum" und Florian David Fitz

| Redaktion 
| 23.01.2026

Beim 47. Bayerischen Filmpreis im Münchner Prinzregententheater wurden abermals herausragende Leistungen des vergangenen Kinojahres mit den "Pierrots" gewürdigt. Als bester beziehungsweise erfolgreichster Film wurden "Amrum" respektive "Das Kanu des Manitu" prämiert, während sich "In die Sonne schauen" mit einem doppelten Gewinn vom Oscar-Dämpfer erholt. 

Während der Bayerische Fernsehpreis inzwischen als Blauer Panther unterwegs ist, bleibt der Bayerische Filmpreis seinem klassisch-klaren Namen treu. Seit 1979 wird er von der Bayerischen Staatsregierung auf Vorschlag einer Fachjury vergeben, um besondere Leistungen der deutschen Filmlandschaft zu würdigen.

Genau das ist am Freitagabend zum 47. Mal passiert: In Münchens Prinzregententheater hat sich die deutschsprachige Filmprominenz zur Verleihung der auch als "Pierrots" geläufigen Trophäen eingefunden.

"Hollywood-Flair in Bayern! Heute Abend war das Prinzregententheater beim Bayerischen Filmpreis der perfekte Treffpunkt für die Filmwelt", bestätigt Medienminister Dr. Florian Herrmann nach Abschluss des Abends zufrieden.

Söder vergibt Ehrenpreis

Vor dem zufriedenen Fazit des Ministers wurde der Award zunächst in elf regulären Kategorien vergeben; darüber hinaus wartete der Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten auf seinen neusten Empfänger. Entschieden hat sich Markus Söder diesmal für Florian David Fitz, was er wie folgt begründet:

"Mit Filmen wie 'Vincent will Meer', 'Willkommen bei den Hartmanns', 'Oskars Kleid' und 'Der Vorname' prägt er die Kinoleinwand und bereichert die deutsche Filmkultur. Immer authentisch schafft er vielschichtige Charaktere und hält uns und der Gesellschaft immer wieder charmant den Spiegel vor. Und noch dazu übernimmt Florian David Fitz durch sein soziales Engagement gesellschaftliche Verantwortung für Menschen in schwierigen Lebenssituationen."

Florian David Fitz gewinnt 2026 den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten (Bild: Brauer Photos / Dominik Beckmann)
Florian David Fitz gewinnt 2026 den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten (Bild: Brauer Photos / Dominik Beckmann)

Seinen Status als Rekordhalter beim Bayerischen Filmpreis hat Michael "Bully" Herbig derweil erfolgreich ausgebaut: Die Trophäe für "Das Kanu des Manitu" als erfolgreichster Film des vergangenen Jahres bedeutet die insgesamt zehnte Pierrot-Auszeichnung für den Hauptdarsteller, Regisseur, Drehbuchautor und Produzenten.

Daneben verschaffte der Freitagabend in München auch "In die Sonne schauen" versöhnliche Momente, nachdem der Film bei den European Film Awards wenig und bei den Oscar-Nominierungen letztlich gar keine Anerkennung erfahren hat: Die jeweils mit 10.000 Euro dotierten Preise für Regie und Bildgestaltung haben sich Mascha Schilinski und Florian Gamper gesichert.

Als Bester Film hingegen wurde "Amrum" von Fatih Akin ausgezeichnet, was mit einem Preisgeld von 100.000 Euro an die bombero international GmbH & Co KG einhergeht.

Alle Preisträger aus München

  • Preis des Ministerpräsidenten
    Florian David Fitz (Oskars Kleid, Wochenendrebellen)

  • Bester Film
    Amrum (bombero international GmbH & Co KG)

  • Erfolgreichster Film
    Michael Bully Herbig (Das Kanu des Manitu)

  • Bester Kinderfilm
    Julia Lemke und Anna Koch (Zirkuskind)

  • Beste Darstellerin
    Leonie Benesch (Heldin)

  • Bester Darsteller
    Rainer Bock (Karla)

  • Newcomer-Regiepreis
    Michael Kofler (Zweitland)

  • Entdeckung
    Til Schindler und Heike Hanold-Lynch (Scham)

  • Preis für Bildgestaltung
    Fabian Gamper (In die Sonne schauen)

  • Regiepreis
    Mascha Schilinski (In die Sonne schauen)

  • Dokumentarfilmpreis
    Daniel Abma (Im Prinzip Familie)

  • Drehbuchpreis
    Yvonne Görlach (Karla)

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