Trennung von Diess kommt VW teuer zu stehen

Der geschasste Vorstandschef könnte noch bis zu 30 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren bekommen.

Über vier Jahre hat er die Geschicke von VW geleitet und war damit nicht immer unumstritten. Jetzt muss Herbert Diess seinen Hut nehmen. Am Freitag hat der Wolfsburger Konzern die Trennung "im gegenseitigen Einvernehmen" mit Ende August bekanntgegeben. Doch für Volkswagen könnte die Geschichte damit noch länger nicht zu Ende sein – und auch teuer zu stehen kommen.

Denn wie Business Insider berichtet, hat der 63-Jährige Anspruch auf volle Bezüge bis zum Vertragsende. Der Vertrag, der erst vor einem Jahr vorzeitig um vier Jahre verlängert wurde, läuft noch bis Oktober 2025. Für Diess würde damit ein erkleckliches Sümmchen zusammenkommen. Laut Geschäftsbericht 2021 verdiente er im vergangenen Jahr bei einem Grundgehalt von 2,2 Millionen Euro insgesamt 10,3 Millionen Euro. Auch wenn er in Zukunft nicht mehr für den Konzern arbeiten wird, hat er Anspruch auf die Boni-Zahlungen, die vor allem von der Geschäftsentwicklung abhängig sind. "Wenn es bei VW gut läuft, kassiert er 30 Millionen, wenn es weniger gut läuft, sind es 20 Millionen", zitiert Business Insider einen informierten "Top-Manager".

Es gibt übrigens einen Präzedenzfall, der den Business-Insider-Spekulationen Gewicht verleiht. Diess' Vorgänger Matthias Müller fungierte nach seinem Rauswurf im April 2018 offiziell als Berater, strich aber "tatsächlich sein CEO-Gehalt fürs Nichtstun ein". Wie Volkswagen am Freitag im Übrigen mitteilte, wird auch Herbert Diess nach seinem Ausscheiden als Berater für den Autobauer tätig sein.

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