HU nicht bestanden
TÜV Hauptuntersuchung: Das sind laut TÜV-Report die 10 häufigsten Mängel

| Redaktion 
| 09.02.2026

Mehr als jedes fünfte Auto fällt bei der Hauptuntersuchung durch. Der aktuelle TÜV-Report 2026 zeigt, welche technischen Defizite besonders häufig zur Verweigerung der Plakette führen. Basis der Analyse sind 9,5 Millionen Hauptuntersuchungen. Die Ergebnisse liefern klare Hinweise darauf, wo Autofahrer:innen vor dem TÜV-Termin ansetzen sollten – aus Sicherheitsgründen und um teure Nachprüfungen zu vermeiden.

Die Hauptuntersuchung ist ein zentraler Baustein der Verkehrssicherheit – und für viele Fahrzeughalter:innen ein kritischer Termin. Laut TÜV-Report 2026 wiesen 21,5 Prozent der geprüften Pkw erhebliche oder gefährliche Mängel auf. Diese Fahrzeuge erhielten keine Plakette und mussten innerhalb von vier Wochen erneut vorgeführt werden. Der TÜV-Verband hat ausgewertet, welche Bauteile besonders häufig beanstandet werden und warum sich eine gezielte Vorbereitung auszahlt.

Licht und Bremsen bleiben die größten Schwachstellen

An der Spitze der Mängelstatistik steht weiterhin die Beleuchtung. Defekte oder falsch eingestellte Scheinwerfer sind laut TÜV der häufigste Grund für ein Nichtbestehen der Hauptuntersuchung. Fehlendes Abblendlicht oder eine falsche Einstellung gefährden andere Verkehrsteilnehmer und führen unmittelbar zu einem erheblichen Mangel.

Ebenfalls sicherheitskritisch ist die Bremsanlage. Beanstandet werden vor allem verschlissene oder stark korrodierte Bremsscheiben, fehlerhafte Bremsbeläge sowie beschädigte oder undichte Bremsleitungen. „Bei einem Verlust von Bremsflüssigkeit lässt der Druck im Bremssystem nach, was im schlimmsten Fall zu einem Totalausfall der Bremsen führen kann“, sagt Frank Schneider, Referent für Fahrzeugtechnik beim TÜV-Verband.

Fahrwerk und Reifen werden oft unterschätzt

Gebrochene oder verschlissene Federn zählen ebenfalls zu den häufigsten Gründen für eine verweigerte Plakette. In Kombination mit defekten Stoßdämpfern leidet nicht nur der Fahrkomfort, sondern vor allem die Fahrstabilität. Laut TÜV kann sich der Bremsweg bei mangelhaften Dämpfern um bis zu 20 Prozent verlängern.

Auch Reifen bleiben ein Dauerproblem bei der Hauptuntersuchung. Beanstandet werden unter anderem Alterungsrisse, Beschädigungen durch Fremdkörper, unzulässige Reifengrößen oder eine zu geringe Profiltiefe. Zwar sind gesetzlich mindestens 1,6 Millimeter vorgeschrieben, die TÜV-Sachverständigen empfehlen jedoch mindestens vier Millimeter – insbesondere im Hinblick auf Bremsleistung und Aquaplaning.

Checkliste: Was Autofahrer vor der Hauptuntersuchung selbst prüfen sollten

Viele Mängel lassen sich mit einfachen Kontrollen im Vorfeld erkennen. Wer diese Punkte beachtet, senkt das Risiko einer kostenpflichtigen Nachprüfung deutlich:

  • Funktion aller Scheinwerfer und Leuchten, inklusive Kennzeichenbeleuchtung

  • Blinker vorn und hinten auf Funktion und korrekte Farbe prüfen

  • Reifenprofil sowie sichtbare Schäden oder Beulen kontrollieren

  • Auffälligkeiten bei den Bremsen wie Geräusche, Ruckeln oder Seitenzug ernst nehmen

  • Sichtprüfung auf Ölverlust unter dem Fahrzeug

  • Scheibenwischer und Waschanlage testen

  • Warnleuchten im Cockpit nicht ignorieren

  • Warndreieck und Verbandskasten mitführen und auf Gültigkeit prüfen

  • Fahrzeugpapiere bereithalten

  • Bei älteren Fahrzeugen einen Werkstatt-Check vor der HU einplanen

Der TÜV-Report 2026 zeigt klar: Es sind selten komplexe Defekte, sondern häufig bekannte Verschleißteile, die zum Durchfallen führen.

Die 10 häufigsten Gründe für das Durchfallen bei der HU

  • Abblendlicht – defekt, falsch eingestellt oder unzulässig

  • Bremsscheiben – verschlissen, korrodiert oder beschädigt

  • Bremsbeläge – falsch montiert, verschlissen oder verölt

  • Bremsleitungen – undicht, beschädigt oder korrodiert

  • Federn – gebrochen, verschlissen oder falsch montiert

  • Reifen – zu geringe Profiltiefe, Alterungsrisse oder Beschädigungen

  • Fahrtrichtungsanzeiger – ohne Funktion, beschädigt oder fehlerhaft

  • Motor und Umweltbelastung – Ölverlust mit Abtropfen

  • Schweller – korrosionsgeschwächt oder durchgerostet

  • Stoßdämpfer – undicht, beschädigt oder mit unzureichender Wirkung

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

Die 10 häufigsten Gründe für das Durchfallen bei der HU

  • Abblendlicht – defekt, falsch eingestellt oder unzulässig

  • Bremsscheiben – verschlissen, korrodiert oder beschädigt

  • Bremsbeläge – falsch montiert, verschlissen oder verölt

  • Bremsleitungen – undicht, beschädigt oder korrodiert

  • Federn – gebrochen, verschlissen oder falsch montiert

  • Reifen – zu geringe Profiltiefe, Alterungsrisse oder Beschädigungen

  • Fahrtrichtungsanzeiger – ohne Funktion, beschädigt oder fehlerhaft

  • Motor und Umweltbelastung – Ölverlust mit Abtropfen

  • Schweller – korrosionsgeschwächt oder durchgerostet

  • Stoßdämpfer – undicht, beschädigt oder mit unzureichender Wirkung

leadersnet.TV