Andreas Brehme ist tot
Legende für immer: Trauer in Deutschland und Italien

| Redaktion 
| 20.02.2024

In der Nacht auf Dienstag ist Andreas Brehme infolge eines Herzstillstands verstorben. Der Fußballer wird Fans vor allem als Schütze des Elfmeters in Erinnerung bleiben, durch den die deutsche Nationalmannschaft 1990 ihren dritten Weltmeister-Titel gewann.

Der Bild-Zeitung zufolge wurde gegen 23:30 Uhr am Montag ein Notruf von Andreas Brehmes Wohnung in München abgesetzt und der 63-jährige unter Reanimationsversuchen in eine nahegelegene Notaufnahme transportiert. Dort musste wenig später sein Tod festgestellt werden.

Brehmes Lebensgefährtin Susanne Schaefer wird zitiert: „In tiefer Trauer teile ich im Namen der Familie mit, dass mein Lebensgefährte Andreas Brehme heute Nacht infolge eines Herzstillstandes plötzlich und unerwartet verstorben ist. Wir bitten, in dieser schweren Zeit unsere Privatsphäre zu wahren und von Fragen abzusehen.“

Andreas Brehmes letzter Auftritt in der Öffentlichkeit fand im Rahmen der Trauerfeier für Franz Beckenbauer statt; nun sind der Trainer und der Siegtorschütze des Weltmeistertitels von 1990 innerhalb weniger Wochen verstorben. Der Fußballer hinterlässt neben seiner Lebensgefährtin zwei erwachsene Söhne aus einer früheren Beziehung.

Eine Laufbahn voller Höhepunkte

Andreas Brehme begann seine Profikarriere als Fußballer 1980 beim 1. FC Saarbrücken, durchlief seine sportliche Blütephase jedoch erst mit dem ein Jahr später erfolgten Wechsel zum 1. FC Kaiserslautern. Beim FC Bayern München gewann Brehme 1987 seinen ersten Meistertitel, ehe er sein Glück in Italien suchte – und fand: Bei Inter Mailand spielte er gemeinsam mit den deutschen Exil-Stars Lothar Matthäus und Jürgen Klinsmann, wurde 1989 als Italiens Spieler des Jahres geehrt und gewann 1991 den UEFA-Pokal.

Auch der meistumjubelte Moment seiner Laufbahn ist untrennbar mit Italien verknüpft: Am Abend des 8. Juli 1990 vertrat Brehme den etatmäßigen Schützen Lothar Matthäus am Elfmeterpunkt in Rom, nachdem Rudi Völler im argentinischen Strafraum gefoult worden war. In der 85. Minute stellte sich Brehme mit der Rückennummer 3 dem Druck und besiegelte den dritten Weltmeister-Titel der Bundesrepublik Deutschland mit einem flachen Schuss ins linke Eck.

Von 1993 bis 1998 spielte Brehme erneut für den 1. FC Kaiserslautern. Nach dem Gewinn des DFB-Pokals 1996 krönte er seine aktive Karriere zwei Jahre später, als die Roten Teufel unter Trainer-Ikone Otto Rehhagel als Aufsteiger aus der zweiten Liga die Meisterschale gewannen – ein bis heute einzigartiges Kunststück im deutschen Fußball. Im Jahre 2000 kehrte Brehme selbst als Trainer an den Betzenberg zurück und bekleidete dieses Amt später auch noch beim SpVgg Unterhaching. Nach dem sportlichen Ruhestand war Andreas Brehme Botschafter für den DFB und privat unternehmerisch tätig.

Reaktionen auf den Tod von Andreas Brehme

Sowohl gegenüber Nachrichtenagenturen als auch in den sozialen Netzwerken haben sich ehemalige Weggefährten des verstorbenen Fußballers zu Wort gemeldet. Mit einem Foto aus seiner Glanzzeit im Inter-Trikot hieß es aus Mailand zum Beispiel: „Ein großartiger Spieler, ein großartiger Interista. Ciao Andy, Legende für immer.“

Statement des FC Bayern München:

 Statement des 1. FC Kaiserslautern:

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