Zwischen Bierzelt und Luxus
Wie Rosewood Munich das Oktoberfest zum Zusatzgeschäft macht

| Redaktion 
| 11.08.2026

Ein Platz beim Anstich, ein privater Termin beim Trachtenlabel und der "Hangover Cure" nach dem Festzelt: Rosewood Munich baut rund um das Oktoberfest 2026 ein Geschäft mit zusätzlichen Services auf. Das Luxushotel verbindet dafür exklusive Zugänge mit Gastronomie, Concierge, Shopping und Wellness. Dahinter steht ein für die Luxushotellerie interessantes Modell: Nicht nur das Zimmer, sondern der gesamte Aufenthalt in München wird zum Produkt.

Das Oktoberfest gehört zu den wichtigsten touristischen Ereignissen Münchens. Für die Hotellerie entsteht rund um die Wochen vom 19. September bis 4. Oktober 2026 entsprechend mehr als Nachfrage nach Übernachtungen. Rosewood Munich nutzt den Anlass, um zusätzliche Leistungen rund um den Hotelaufenthalt zu bündeln – und bindet dabei Angebote innerhalb des Hauses ebenso ein wie externe Partner und das Oktoberfest selbst.

Rosewood Munich bündelt die einzelnen Angebote zu einem erweiterten Geschäftsmodell rund um den Hotelaufenthalt. Neben der Übernachtung spielen Gastronomie, Concierge-Leistungen, Shopping und Wellness eine Rolle. Zugleich wird der Zugang zu besonderen Erlebnissen in der Destination selbst Teil des Hotelprodukts.

Limitierter Zugang als Teil des Hotelangebots

Ein Beispiel dafür ist die "Oktoberfest Anstich Experience" am 19. September. Sie ist auf 20 Teilnehmer:innen begrenzt und ausschließlich für Hausgäste über den Concierge-Service buchbar. Im Paulaner Festzelt können diese die offizielle Eröffnungszeremonie mit dem traditionellen Anstich aus nächster Nähe verfolgen.

Auch die Lage des Rosewood Munich in der Altstadt wird in das Saisonprogramm eingebunden. Am 20. September führt der Trachten- und Schützenzug direkt am Hotel vorbei. Im Schanigarten kombiniert das Haus den Blick auf den Umzug mit einem bayerischen Frühschoppen.

Der Schanigarten des Rosewood Munich wird zum Oktoberfest 2026 Teil des saisonalen Hotelangebots: Am 20. September können Gäste von hier aus den traditionellen Trachten- und Schützenzug verfolgen. © Amelie Niederbuchner

Mit "Oktoberfest Through Local Eyes" kommt ein weiteres Format hinzu. Victoria Asbach, Clienteling Manager im Rosewood Munich, begleitet Gäste über das Festgelände und vermittelt Hintergründe zu Traditionen, Festzelten und regionalen Spezialitäten. Auf Wunsch führt der Rundgang auch zur Bavaria.

Lokale Partner erweitern das Geschäft

Für das Oktoberfest-Programm greift Rosewood Munich zudem auf Kooperationen außerhalb des Hotels zurück. Gemeinsam mit dem Münchner Trachtenlabel CocoVero werden private Shopping-Termine für handgefertigte Dirndl und Lederhosen angeboten. Das Concierge-Team organisiert darüber hinaus Festzeltreservierungen und Transfers.

Parallel bespielt das Hotel seine eigene Gastronomie. Executive Pastry Chef Shinas Shahida hat für den Wintergarten einen Oktoberfest Afternoon Tea entwickelt, dessen süße und herzhafte Kreationen regionale Spezialitäten und Wiesn-Aromen aufgreifen sollen.

Damit verteilt Rosewood das saisonale Geschäft auf mehrere Kontaktpunkte während des Aufenthalts. Aus dem Besuch eines Großereignisses entsteht eine Kette zusätzlicher Leistungen, die teilweise im Hotel erbracht und teilweise über externe Partner organisiert werden.

Selbst der Tag danach wird zum Angebot

Besonders deutlich wird diese Logik im Asaya Spa. Gemeinsam mit Dr. Julia Czechner hat das Hotel ein Wellness-Konzept für die Oktoberfest-Zeit entwickelt. Dazu gehören individuell abgestimmte Infusionen mit Namen wie "Hangover Cure" und "Anti-Flu Boost", die durch Gesichtsbehandlungen ergänzt werden können.

Im Asaya Spa des Rosewood Munich ergänzt ein speziell für die Oktoberfest-Zeit entwickeltes Wellness-Konzept mit Infusionen und Gesichtsbehandlungen das saisonale Angebot des Luxushotels. © Davide Lovatti

Damit reicht das Angebot bis über den eigentlichen Wiesn-Besuch hinaus. Rosewood versucht, unterschiedliche Phasen des Aufenthalts abzudecken: von der Vorbereitung mit Trachten-Shopping über Festzelt und Kulinarik bis zur Regeneration danach.

Für die Luxushotellerie zeigt das Beispiel, wie sich ein Großereignis in zusätzliche Leistungen übersetzen lässt. Rosewood Munich positioniert sich dabei nicht nur als Unterkunft, sondern als Vermittler zwischen Gast und Destination. Das Oktoberfest liefert dafür den Anlass – und lokale Kooperationen, Concierge, Gastronomie und Spa die zusätzlichen Geschäftsfelder.

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