STANDS
St. Pauli macht das Millerntor zum Kulturtreff

| Redaktion 
| 28.09.2026

Mit der tatkräftigen Unterstützung von Serviceplan Culture hat der FC St. Pauli am vergangenen Wochenende die zweite Ausgabe von STANDS über die Bühne gebracht. Der Mix aus Convention und Festival schafft eine Plattform, auf der sich Fankultur, Marken, Kreative und andere Vereine begegnen, um "voneinander zu lernen und neue Impulse zu setzen."

Auf sportlicher Ebene hatten Fans des FC St. Pauli dieses Jahr eher selten Anlass zur Euphorie: Nach der verlorenen Relegation im Mai ging es zurück in die Zweite Bundesliga, wo nach sechs Spieltagen gerademal ein Sieg zu Buche steht – allerdings auch nur eine Niederlage, wenn man das Glas lieber halbvoll sieht.

Immerhin hat sich die etwas ernüchternde Phase der vergangenen Monate nicht negativ auf ein letztes Jahr ins Leben gerufenes Format ausgewirkt. Ganz im Gegenteil: Im August 2025 fand STANDS erstmals statt – seinerzeit als eintägige Konvention im Ballsaal der Haupttribüne des Millerntor-Stadions und "an der Schnittstelle von Streetwear, Subkultur, Trikotkultur und Fußball."

Die jüngste Ausgabe wiederum erstreckte sich neben dem Freitag, 25. auch über den Samstag, 26. September und hievte das Community-Event des norddeutschen Clubs auf ein neues Level: Über beide Veranstaltungstage verteilt gaben sich mehr als 3500 Gäste die Ehre, wobei das Millerntor-Stadion erneut den vertrauten Treffpunkt gestellt hat.

Marken und Vereine zeigen sich am Millerntor

"Für uns ist Fußball Teil von Kultur, Identität und Gemeinschaft", erklärt Alexander Timm, Bereichsleitung Merchandising beim FC St. Pauli. "STANDS ist aus der Überzeugung entstanden, dass diese Kultur nicht konsumiert oder vermarktet werden sollte, sondern gemeinsam gelebt werden muss. Mit der Erweiterung auf zwei Tage geben wir der Kultur hier im Millerntor-Stadion einen physischen Raum, um sich darzustellen, sich zu entwickeln und sich auszutauschen."

Dieses Angebot haben Marken wie Spotify, Zellerfeld, HBO Max, HateAid, Monarch Collective, Fanatics oder Bundesliga Media genauso angenommen wie der VfB Stuttgart, der Seattle Sounders FC, Viktoria Berlin, Aston Villa oder die Young Boys Bern.

Eindruck vom Millerntor (Bild: Serviceplan Culture / FC St. Pauli / Lee Maas)
Eindruck vom Millerntor (Bild: Serviceplan Culture / FC St. Pauli / Lee Maas)

Mehr als 60 internationale Speaker ergriffen darüber hinaus auf der STANDS Conference das Wort und befassten sich vor rund 400 Gästen beispielsweise mit Community Building, Fandom, Kollaborationen, Produktkultur und kultureller Markenführung.

Mit von der Partie waren unter anderem Rich Orosco (LAFC), Trisha Lewis (Romance FC LTD), Keane Pearce Shaw (Soccerbible), David Bellion (Passion Fruit), Sophie Florian (Google), Gareth Farrelly (Union of European Football Clubs) oder Designer Jeff Staple, der gemeinsam mit dem FC St. Pauli eine ab sofort erhältliche Streetwear-Kollektion vermarktet präsentiert.

Die Nachbarschaft feiert mit

Für die Realisierung von STANDS zeichnet "Die Straße trägt St. Pauli", das kulturelle Label des Vereins, gemeinsam mit MCL.digital und Serviceplan Culture verantwortlich.

Sven Labenz, Managing Director bei letztgenannten, resümiert zufrieden: "Nach der großartigen Resonanz auf die Premiere von STANDS im vergangenen Jahr war für uns klar, dass wir das Format gemeinsam weiterentwickeln möchten. Die vergangenen zwei Tage haben gezeigt, wie wertvoll es ist, wenn Clubs, Brands, Kreative und lokale Communities zusammenkommen, voneinander lernen und neue Impulse setzen."

Der zweite Veranstaltungstag galt dieses Jahr der "Neighborhood Party", die den Gästen neben einem großen Vintage-Trikot-Flohmarkt auch antreibende Live-Musik von Katlix, Drunken Masters, Bangerfabrique, Tom Hengst oder Alice Stark beschert hat.

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