Falco Memorial Puerto Plata
Gedenkstätte für Falco: Erinnerung am Unfallort

Am 19. Februar würde Johann "Falco" Hölzel seinen 69. Geburtstag feiern. Ein posthumes Geschenk wird ihm dort zuteil, wo sein Leben vor 28 Jahren ein jähes Ende fand: Die von seiner Mutter mitgegründete Falco Privatstiftung weiht direkt am Unglücksort eine Gedenkstätte ein, die das "künstlerische Vermächtnis über Länder- und Sprachgrenzen hinweg sichtbar macht."

Es ist früher Abend nahe Puerto Plata in der Dominikanischen Republik, als am 06. Februar 1998 ein Mitsubishi Pajero den Parkplatz einer Diskothek verlässt. Bei der Ausfahrt kommt es zur Kollision mit einem heranrauschenden Bus, die dem Fahrer des Wagens keine Überlebenschance lässt: Der 40-jährige Johann Hölzel verstirbt noch an der Unfallstelle.

In den knapp zwei Jahrzehnten vorher war der Verunglückte einer weltweiten Öffentlichkeit vor allem als Falco bekannt – der Name, unter dem der Wiener das bis heute einzigartige Kunststück vollbrachte, eine weitgehend deutschsprachige Single an der Spitze der US-amerikanischen Billboard-Charts zu platzieren ("Rock me Amadeus").

Einweihung zum Geburtstag

Nach dem Tod des exzentrischen Ausnahmekünstlers haben seine Mutter Maria Hölzel und sein langjähriger Freund Ronald Seunig im Jahr 2004 die Falco Privatstiftung gegründet. Diese verfolgte zunächst den Zweck, die Versorgung und medizinische Pflege von Maria Hölzel gewährleisten.

Als diese wiederum 2014 verstarb, rückte die Pflege des künstlerischen Nachlasses von Falco und die Förderung des österreichischen Musiknachwuchs gemäß der Stiftungsurkunde in den Fokus. Mission ist es nun, "Leben, Werk und internationale Bedeutung Falcos dauerhaft zu bewahren".

Um Taten folgen zu lassen, hat die Falco Privatstiftung jüngst die feierliche Eröffnung des Falco Memorial Puerto Plata angekündigt – eine Gedenkstätte, die sich direkt am originalen Unfallort befindet.

Grafik: Google Maps / Falco PrivatstiftungGrafik: Google Maps / Falco Privatstiftung

Die Einweihung erfolgt am Donnerstag, 19. Februar und damit an dem Tag, an dem Johann "Falco" Hölzel seinen 69. Geburtstag gefeiert hätte. Seitens der Stiftung rechnet man mit "zahlreichen Ehrengäste, Zeitzeugen, Wegbegleitern und Freunden Falcos", auch prominente Persönlichkeiten haben sich demnach bereits angekündigt.

"Mit dem Falco Memorial Puerto Plata entsteht erstmals ein dauerhafter offizieller Gedenkort am Unfallort, der Falcos außergewöhnliches künstlerisches Vermächtnis über Länder- und Sprachgrenzen hinweg sichtbar macht und seine internationale Bedeutung nachhaltig unterstreicht", schreibt die Stiftung auf Facebook.

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