World Tourism Barometer
Das sind die 10 am schnellsten wachsenden Reiseziele weltweit

| Redaktion 
| 28.01.2026

Der internationale Tourismus knackt 2025 mit 1,52 Milliarden Reisen alle Rekorde. Während Klassiker wie Frankreich stabil bleiben, verschieben sich die Wachstumsmärkte radikal. Von Brasiliens rasantem Aufstieg bis zum Comeback Sri Lankas: Dieses Ranking zeigt die Top 10 Länder mit dem stärksten Besucherplus und erklärt, warum Ziele wie Bhutan und Island derzeit boomen.

Die neuen Zahlen der Welttourismusorganisation UNWTO sind da. Demnach hat der internationale Tourismus 2025 einen neuen Höchststand erreicht: Weltweit wurden rund 1,52 Milliarden Ankünfte gezählt – damit liegt das Niveau gut vier Prozent über 2024. Frankreich bleibt das meistbesuchte Reiseland mit etwa 102 Millionen internationalen Gästen, gefolgt von Spanien. Auf Rang drei halten sich die USA, obwohl die Besucherzahlen dort spürbar zurückgegangen sind.

Die folgenden zehn Destinationen verzeichnen dem Bericht zufolge die höchsten Wachstumsraten:

Platz 1: Brasilien (+37 %)

 
 
 
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Brasilien ist derzeit der Shootingstar im globalen Tourismus. Das Land konnte 2025 nicht nur prozentual am stärksten wachsen, sondern begrüßte mit über neun Millionen internationalen Gästen auch absolut sehr viele Reisende. Mehr Direktflüge und erleichterte Einreisebedingungen – etwa für Gäste aus China – treiben diese Entwicklung maßgeblich voran.

Platz 2: Bhutan (+30 %)

 
 
 
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Der Himalaya-Staat erlebt ein bemerkenswertes Comeback. Nachdem die tägliche Tourismusabgabe vorübergehend halbiert wurde, stiegen die Besucherzahlen deutlich an. Trotz weiterhin niedriger Absolutzahlen zeigt die Kurve steil nach oben: Innerhalb weniger Jahre hat sich der internationale Besuch vervielfacht.

Platz 3: Island (+29 %)

© Unsplash

Island bleibt Europas Wachstumsmotor im Tourismus. Seit der Finanzkrise hat sich das Land kontinuierlich als Natur- und Abenteuerziel etabliert. Zusätzliche Aufmerksamkeit – etwa durch ein bevorstehendes astronomisches Großereignis – dürfte den Trend weiter verstärken, auch wenn Overtourism mancherorts bereits Thema ist.

Platz 4: Guyana (+24 %)

 
 
 
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Das südamerikanische Land verzeichnete sein bislang bestes Tourismusjahr. Mit weniger als einer halben Million Gästen bleibt Guyana zwar ein Nischenziel, zählt aber zu den am schnellsten wachsenden Destinationen der Karibikregion. Gleichzeitig stehen wirtschaftliche Interessen und Naturschutz zunehmend in Spannung.

Platz 5: Ägypten (+20 %)

 
 
 
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Ägypten ist international wieder stark gefragt. Neben europäischen Gästen reisen zunehmend Besucher aus Schwellenländern an. Ein wichtiger Anziehungspunkt ist das neue Grand Egyptian Museum in Kairo, das dem Kulturtourismus frische Impulse gibt.

Platz 6: Südafrika (+19 %)

¨© Austrian Airlines

Mit erstmals über zehn Millionen internationalen Gästen hat Südafrika einen Meilenstein erreicht. Besonders beliebt ist das Land bei europäischen Reisenden, die dem Winter entfliehen möchten – kurze Zeitverschiebung und vielfältige Landschaften inklusive.

Platz 7 (ex aequo): Japan (+17 %)

© Flickr, Balint Foeldesi

Japan verzeichnet erneut starke Zuwächse und bleibt vor allem für europäische Besucher attraktiv. Nach extremen Anstiegen im Vorjahr setzt das Land inzwischen gezielte Maßnahmen, um stark frequentierte Regionen zu entlasten und Besucherströme besser zu verteilen.

Platz 7 (ex aequo): Sri Lanka (+17 %)

© Poswievie, Pixabay

Nach politischen und wirtschaftlichen Turbulenzen hat sich Sri Lanka touristisch eindrucksvoll zurückgemeldet. Die Kombination aus Kulturstätten, Naturerlebnissen und Wellness-Angeboten macht die Insel wieder zu einem gefragten Reiseziel.

Platz 9: Südkorea (+15 %)

 
 
 
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Südkorea profitiert von geopolitischen Verschiebungen im asiatischen Reisemarkt, aber auch vom anhaltenden globalen Interesse an K-Pop, moderner Kultur und traditioneller Architektur. Der Aufwärtstrend reicht inzwischen weit über asiatische Herkunftsmärkte hinaus.

Platz 10: Marokko (+14 %)

Marokko setzt seine Erfolgsserie fort. Bereits vor kurzem überholte das Land andere afrikanische Destinationen bei den Besucherzahlen, nun kommt weiteres Wachstum hinzu. Die Mischung aus Städten, Wüste, Atlantik und Kultur bleibt ein starker Magnet.

 

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