"Greenwashing" – Bauernverband kritisiert Penny-Aktion

| Redaktion 
| 01.08.2023

Generalsekretär Bernhard Krüsken bezeichnete die Aktion als ein "auf Kosten der Bauern ausgetragenes Greenwashing-Projekt".

Der Deutsche Bauernverband hat die Supermarktkette Penny für eine Aktion kritisiert, welche die "wahren Preise" von Lebensmitteln zeigen soll (LEADERSNET berichtete). Generalsekretär Bernhard Krüsken rechnete nun mit dem Discounter ab. 

"Zweifelhafte Methoden"

Die Rolle von Lebensmitteldiscountern blende die Rechnung von Penny bewusst aus. Die Aktion sei ein "auf Kosten der Bauern ausgetragenes Greenwashing-Projekt ei­nes Discounters, der sich ansonsten wenig für faire Bepreisung interessiert", kritisiert Krüsken gegenüber der FAZ. "Positive Effekte der landwirtschaftlichen Produktion bleiben schlichtweg unberücksichtigt", beklagt er weiter. "Es ist mehr als zweifelhaft, wenn solche Methoden auch noch zur Margensteigerung im Handel beitragen", so Krüsken.

Der Discounter verlangt in dieser Woche für neun Produkte mehr Geld. Die Packung Wiener Würstchen kostet, Umwelt- und Gesundheitsschäden eingerechnet, beispielsweise statt 3,19 Euro nun 6,01 Euro. Der Preis für Mozzarella erhöht sich von 89 Cent auf 1,55 Euro und für Fruchtjoghurt muss 1,56 Euro statt 1,19 Euro bezahlt werden.

www.penny.de

"Wahres Gehalt": Penny zahlt Angestellten eine Woche lang das, was sie eigentlich verdienen sollten - https://www.der-postillon.com/2023/07/penny.html

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