Netflix unter Druck
Paramount erhöht Gebot für Warner Bros auf 31 Dollar je Aktie

| Redaktion 
| 25.02.2026

Der Bieterkampf um Warner Bros. Discovery erreicht eine neue Stufe. Paramount hat sein Angebot auf 31 Dollar je Aktie in bar erhöht und bietet milliardenschwere Garantien für regulatorische Risiken. Damit gerät Netflix im Ringen um den US-Medienkonzern zunehmend unter Druck.

Paramount hat ein überarbeitetes Übernahmeangebot für Warner Bros. Discovery vorgelegt. Der Verwaltungsrat des Medienkonzerns teilte mit, dass die neue Offerte als potenziell überlegen gegenüber der bestehenden Vereinbarung von Netflix über 83 Milliarden Dollar eingestuft werden könnte.

31 Dollar je Aktie und 7 Milliarden Absicherung

Im Zentrum der überarbeiteten Offerte steht ein Kaufpreis von 31 Dollar je Aktie in bar für 100 Prozent des Unternehmens. Damit erhöht Paramount sein ursprüngliches Angebot und signalisiert Entschlossenheit im Wettbewerb mit Netflix.

Zugleich wurde die regulatorische Abbruchgebühr auf sieben Milliarden Dollar angehoben. Sollte die Transaktion aufgrund regulatorischer Hürden scheitern, würde dieser Betrag fällig.

Darüber hinaus bekräftigt Paramount, die 2,8 Milliarden Dollar zu übernehmen, die Warner Bros. Discovery an Netflix zahlen müsste, um die bestehende Fusionsvereinbarung zu beenden. Zusätzlich will Paramount potenzielle Finanzierungskosten in Höhe von bis zu 1,5 Milliarden Dollar eliminieren und bei Bedarf weiteres Eigenkapital bereitstellen.

Vier-Tage-Match-Periode für Netflix

Bevor ein möglicher Deal zustande kommt, greifen vertraglich festgelegte Mechanismen. Das Netflix-Abkommen sieht eine sogenannte Vier-Tage-Match-Periode vor. Innerhalb dieses Zeitraums könnte Netflix sein Angebot nachbessern, sofern das Warner-Board die Paramount-Offerte offiziell als "Company Superior Proposal“ einstuft.

Erst nach Ablauf dieser Frist und einer möglichen Kündigung der Netflix-Vereinbarung könnte ein definitiver Fusionsvertrag zwischen Paramount und Warner Bros. Discovery geschlossen werden.

Regulatorische Hürden weitgehend adressiert

Paramount verweist darauf, dass die Wartefrist nach dem Hart-Scott-Rodino Antitrust Improvements Act bereits am 19. Februar 2026 abgelaufen ist. Damit sieht das Unternehmen wesentliche kartellrechtliche Anforderungen auf US-Ebene als erfüllt an.

Mit dem erhöhten Barangebot, zusätzlichen Sicherheiten und klar definierten Vertragsmechanismen verschärft sich der Bieterkampf um Warner Bros. Discovery erheblich. Für Aktionär:innen steht nun die Frage im Raum, welches Modell langfristig den größeren strategischen und finanziellen Mehrwert bietet.

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