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Eurovision Song Contest 2027: Bulgarien baut auf Burgas

| Redaktion 
| 13.08.2026

Ob Deutschlands durch Rundfunkgebühren finanzierte Teilnahme am Eurovision Song Contest 2027 einen seltenen Erfolgsmoment liefert? Hoffnung wollen wir an dieser Stelle natürlich niemandem ausreden. Sicher ist derweil, wo genau sich die zuletzt längst nicht mehr nur europäischen Kandidaten miteinander messen dürfen: Burgas konnte sich bei der Wahl der nächsten ESC-Stadt durchsetzen.

Im Mai triumphierte die Sängerin Dara in Wien mit dem Song "Bangaranga", holte stolze 516 Punkte beim Eurovision Song Contest und sicherte damit Bulgariens ersten Sieg in der Geschichte des Wettbewerbs.

Damit entschied sich gemäß der Tradition des Contests, dass die 2027er-Ausgabe ebenda über die Bühne gehen würde – doch statt der lange heiß gehandelten Hauptstadt Sofia hat Burgas nun offiziell den Zuschlag bekommen.

Burgas liegt im Südosten Bulgariens direkt am Schwarzen Meer und gilt mit rund 200.000 Einwohnern als viertgrößte Stadt des Landes. Sie schmiegt sich an eine weitläufige Bucht und verbindet damit Strand, Hafen, Kultur und sommerliches Lebensgefühl, was nach einer brauchbaren Kombination für die ESC-Fernsehbilder klingt.

Sofia, Varna, Plovdiv auf die Plätze verwiesen

"Burgas bringt etwas ganz Besonderes in den Eurovision Song Contest ein", freut sich ESC-Direktor Martin Green. "Es ist eine lebendige, gastfreundliche Stadt am Schwarzen Meer mit einer starken musikalischen und kulturellen Identität, die über den Ehrgeiz, die Infrastruktur und die Leidenschaft verfügt, die nötig sind, um die Eurovision-Familie willkommen zu heißen."

Besonders beachtete Gesichtspunkte bei der Auswahl waren sowohl die verfügbaren Veranstaltungsorte als auch die technischen und produktionstechnischen Anforderungen, die lokale Infrastruktur, die Unterbringungsmöglichkeiten, das Verkehrsnetz oder die Fähigkeit, tausende Künstlern, Crewmitglieder, Journalisten und Fans zu hosten.

Nachdem Varna und Plovdiv in der Vorauswahl ausgeschieden sind, setzte sich Burgas nun gegen die ebenfalls bis zuletzt im Rennen befindliche Hauptstadt Sofia durch.

Die Zuständigen von der European Broadcast Union (EBU) und dem bulgarischen Fernsehsender BNT hat dabei ein Gesamtkonzept, das "die gesamte Stadt in einen Teil des Eurovision-Erlebnisses" macht, überzeugt.

Bulgarien will "Kultur, Gastfreundschaft und Professionalität" vermitteln

"Die Wahl der Gastgeberstadt markiert den Beginn der nächsten entscheidenden Phase in Bulgariens Vorbereitungen auf den Eurovision Song Contest 2027", hält BNT-Generaldirektorin Milena Milotinova fest.

"BNT die EBU und Burgas blicken nun auf eine intensive Phase der Zusammenarbeit, in der wir gemeinsam daran arbeiten werden, einen Wettbewerb zu veranstalten, der den hohen Erwartungen von Millionen von Zuschauern auf der ganzen Welt gerecht wird."

"Ich bin zuversichtlich, dass Bulgarien ein würdiger Gastgeber für Europas größtes Live-Musik-Fernsehereignis sein wird und das Beste unserer Kultur, Gastfreundschaft und Professionalität präsentieren wird", so Milotinova weiter.

Die Finalrunde des Eurovision Song Contest 2027 wird am Samstag, 15. Mai in der erst vor drei Jahren eingeweihten Burgas Arena stattfinden, die vorher auch die beiden Halbfinals am Dienstag, 11. und Donnerstag, 13. Mai beherbergt. Sechs weitere "Preview-Shows" finden zwischen Montag und Samstag der ESC-Woche statt.

Betont wird zu guter Letzt, dass sich die Austragung des Musikwettbewerbs für die letzten Gastgeberstädte finanziell gelohnt hat: So soll Liverpool 2023 einen wirtschaftlichen Aufschwung von 66 Millionen Euro registriert haben, während ein Jahr später etwa 40 Millionen für Malmö drin waren und Basel im vergangenen Jahr 58 Millionen Euro einstreichen konnte. Mit 57 Millionen positionierte sich Wien diesen Mai nur denkbar knapp darunter.

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