Verleihung im September
Deutscher Radiopreis 2026 enthüllt seine Nominierten

| Redaktion 
| 13.08.2026

Wer unterstützt den Tag in den Start mit seiner Show am effektivsten, wer führt wirklich erhellende Interviews und welches Format schafft es, aus Hörfunk mehr als bloße Hintergrundbeschallung zu machen? Beim Deutschen Radiopreis 2026 konkurrieren etablierte Stimmen, bekannte Sender und aufstrebende Formate um die überraschend junge Auszeichnung, die nächsten Monat in Hamburg verliehen wird.

Seit mehr als 100 Jahren begleitet das Radio die Menschen durch den Alltag. Insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich der Hörfunk zur prägenden Informations- und Unterhaltungsquelle seiner Zeit und genoss zwischen den 60ern und 80ern seine wohl stärkste gesellschaftliche Bedeutung. Selbst in der Ära von Streaming, Podcasts und sozialen Medien schalten hierzulande immer noch Millionen ein.

Umso erstaunlicher, dass Deutschlands ältestes elektronisches Massenmedium lange ohne eine gemeinsame Spitzen-Auszeichnung auskommen musste: Erst 2010 erhielt die Branche mit dem Deutschen Radiopreis einen eigenen, senderübergreifenden Wettbewerb.

Ins Leben gerufen wurde der überfällige Preis damals von den Hörfunkprogrammen der ARD, dem Deutschlandradio sowie den privaten Radiosendern Deutschlands.

Die Federführung liegt bis heute beim Norddeutschen Rundfunk (NDR); unterstützt wird das Projekt unter anderem vom Grimme-Institut, das zum Beispiel die Jury und die Nominierungskommission organisiert.

Schon nächsten Monat werden die besten Programme, Persönlichkeiten und Innovationen des deutschen Hörfunks erneut geehrt, wobei diesmal das Muscial Theater an der Elbe in Hamburg als Schauplatz dient. Die feierliche Verleihung am Donnerstag, 10. September wird live auf diversen Radiosendern übertragen und zeitversetzt auf ARD gezeigt, dann natürlich inklusive Bewegtbild.

Ehe die Trophäen den Besitzer wechseln, hat die zuständige Jury nach der Sichtung von 139 Programmen mit insgesamt 430 Beiträgen nun zunächst die Liste der Nominierten enthüllt:

Beste Morgensendung

  • Die N-JOY Morningshow mit Martina und Greg (N-JOY / NDR)
  • Energy am Morgen (Energy)
  • 1LIVE Pegel und Blaase (1LIVE / WDR)

Bestes Entertainment

  • Barmbek Bump – Prange vs. Rohde (NDR 2)
  • Koljas Rants (Bremen Zwei)
  • Pilot oder tot? Die John Ment landet ein Flugzeug-Challenge (Radio Hamburg)

Beste Moderatorin / Bester Moderator

  • Holger Ponik (NDR 2)
  • Evren Gezer (Hit Radio FFH)
  • Kim Brucksch (Antenne Niedersachsen)

Bestes Interview

  • Plötzlich tot – Erste Hilfe, zweite Chance (Julica Goldschmidt, baden.fm)
  • Deutschland3000. Er überlebte Hanau 2020: Was haben wir gelernt, Said Etris Hashemi? (Eva Schulz und Isabella Huber, N-JOY / NDR und BR für die ARD)
  • Mille Meets Disarstar (Melina Sander, Kiss FM)

Beste Programmaktion

  • Die Antenne Münster Lokalrunde (Antenne Münster)
  • Mein Sommer 90 – Geschichte in Geschichten (MDR Kultur)
  • Der Schwarzwald Adventskalender (Hitradio Ohr und Schwarzwaldradio)

Beste Sendung

  • Take-Over – Bully & Rick übernehmen die Mike Thiel Show (Radio Gong 96.3)
  • Die beste Radioshow ever mit Hami (Cosmo / WDR)
  • Die Mini-Radiomacher – bei baden.fm haben Kinder das Sagen (baden.fm)

Beste Reportage

  • Spielabbruch – Macht Gewalt den Amateurfußball kaputt? (Bremen NEXT / Radio Bremen)
  • This Is America: Free Luigi (Cosmo / WDR)
  • Die Lieblingsschülerin (Deutschlandfunk Nova)

Bestes Informationsformat

  • Das große Gong 96.3 Radio-Duell vor der Oberbürgermeister-Stichwahl (Radio Gong 96.3)
  • Inside CumEx – Jagd auf die Steuer-Mafia (WDR 2)
  • Unboxing News: Die Minen-Gefahr in der Straße von Hormus (Deutschlandfunk Nova)

Bestes Musikformat

  • Woher kenn' ich das? (radio ffn)
  • Die R.SA Kulthit-Cover (R.SA)
  • A Liad für Bayerns Volksfeste und d'Wiesn (Antenne Bayern)

Hinzu kommt eine zehnte Kategorie für den Besten Newcomer, die gleich 15 bislang nicht näher benannte Nominierte aufweist.

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