Campus DOK
Milliardenprojekt: Hochtief unterstützt Bundeswehr-Bauvorhaben

| Redaktion 
| 18.02.2026

Der Campus der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg-Jenfeld wird umfassend erneuert, wodurch mit die Bundeswehr eines der größten Hochschulbau- und Sanierungsvorhaben der Bundesrepublik realisiert. Gesetzt wird dabei auf ein kooperatives Vertragsmodell – und als Allianzpartner steigt der Bau- und Infrastrukturkonzern Hochtief in das milliardenschwere Projekt ein.

Das Projekt Campus DOK ist ein groß angelegtes Infrastruktur- und Entwicklungsvorhaben für den Campus der Helmut-Schmidt-Universität, zu finden auf dem Gelände der Douaumont-Kaserne (DOK) in Hamburg-Jenfeld.

Es handelt sich um eines der größten Hochschulbau- und Sanierungsvorhaben der Bundesrepublik und wird von der Bundeswehr gemeinsam mit der Bundesbauabteilung Hamburg umgesetzt.

Dabei soll der betagte Campus mit Ursprüngen in den 1970ern umfassend modernisiert werden, um eine gleichermaßen zukunftsfähige wie klimaneutrale Lern-, Lehr- und Forschungsumgebung zu schaffen. Dieser soll alle aktuell ausgegliederten Fachbereiche der Universität an einem Wissenschaftsstandort vereinen.

Bundeswehr stellt eine Milliarde zur Verfügung

Auf dem rund 205.000 Quadratmeter großen Areal fallen Neubauten und Bestandssanierungen mit einer Fläche von über 100.000 Quadratmetern an; die dazugehörige Infrastruktur und Freianlagen kommen obendrauf.

Jede Menge Arbeit, die der Bundeswehr entsprechend jede Menge Geld wert ist: Finanzmittel in Höhe von etwa einer Milliarde Euro stehen für das Projekt zur Verfügung; das insgesamt "einen Auftragswert im Milliarden-Euro-Bereich" aufweist.

Zur effektiven Umsetzung werden auch die Fachleute von Hochtief beitragen, wie der international tätige Bau- und Infrastrukturkonzern mit Sitz in Essen, der zu den größten Branchenvertretern der Welt zählt, am Dienstag bekanntgegeben hat.

Der Plan: Schnell und effizient dank IPA-Verfahren

Von der Bundesbauabteilung hat Hochtief demnach den Auftrag erhalten, als Allianzpartner im IPA-Verfahren für das Projekt Campus DOK teilzunehmen. Ein solches IPA-Verfahren ist kein einzelner Vertrag, sondern ein kooperatives Organisations- und Vertragsmodell für komplexe Bau- und Infrastrukturprojekte.

Im Kern geht es darum, die klassische Trennung von Bauherr, Planer und Ausführenden aufzulösen und alle Schlüsselakteure von Anfang an als ein gemeinsames Projektteam arbeiten zu lassen.

Insofern bilden Bau- und Planungspartner sowie der Auftraggeber eine gleichberechtigte Allianz mit gemeinsam übernommener Verantwortung; sowohl für Chancen als auch Risiken. Durch die auf zehn Jahre angelegte Vereinbarung versprechen sich die Beteiligten "einen zügigen und effizienten Planungs- und Bauprozess".

Hochtief-Teilauftrag im dreistelligen Millionenbereich

Hochtief übernimmt im Rahmen des Projekts den Rückbau, den erweiterten Rohbau und die Fassade, wobei dem Teilauftrag ein voraussichtliches Volumen "im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich" zugutekommt.

"Dieser Vertrag vereint unsere umfassende Expertise im Verteidigungs- und Bildungssektor", kommentiert der Hochtief-Vorstandsvorsitzende Juan Santamaría Cases die am Mittwoch von allen Parteien unterzeichnete Übereinkunft.

"Wir freuen uns, die Infrastruktur der deutschen Wehrkräfte und der Stadt Hamburg zu stärken. Das Kooperative Vertragsmodell ermöglicht es uns, das gesamte Projekt ganzheitlich zu optimieren und die Risiken für alle Parteien zu minimieren."

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