Der Stiftungsrat und der Vorstand der Deutschen Krebshilfe haben die Ärztin und Wissenschaftlerin Rita Schmutzler zur neuen Präsidentin der gemeinnützigen Organisation gewählt. Die Gynäko-Onkologin und wissenschaftliche Pionierin auf dem Gebiet der risikoadaptierten Krebsprävention mit Fokus auf dem familiär bedingten Brust- und Eierstockkrebs war bis 2025 Direktorin des Zentrums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs der Uniklinik Köln.
"Es ist mir eine große Freude und Ehre, das Amt der Präsidentin der Deutschen Krebshilfe zu übernehmen, und diese besondere Organisation – die seit über 50 Jahren Großartiges für Menschen mit Krebs leistet –, in den kommenden fünf Jahren in der Öffentlichkeit zu repräsentieren. Die Deutsche Krebshilfe finanziert nicht nur innovative Forschungsvorhaben und Initiativen auf allen Gebieten der Krebsbekämpfung. Sie setzt auch selbst wichtige Impulse, die Forschung und Versorgung voranbringen und damit Fortschritte für Patientinnen und Patienten bewirken", sagt Schmutzler.
Rita Schmutzler studierte von 1979 bis 1984 Humanmedizin an der Universität Bonn, wo sie 1984 promovierte. Nach den amerikanischen Medizinischen Examen (FMGEMS, FLEX) absolvierte sie bis 1992 ihre Weiterbildung in Gynäkologie und Geburtshilfe an der Universität Bonn. Ab 1994 übernahm sie dort den Aufbau und die Leitung des Zentrums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs und habilitierte 1997 in diesem Fachgebiet mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
2003 wurde sie auf eine Stiftungsprofessur der Deutschen Krebshilfe für Molekulare Gynäko-Onkologie an die Universität zu Köln berufen und gründete dort das größte deutsche Zentrum für erblichen Brust- und Eierstockkrebs. Seit 2005 koordiniert sie das bundesweite Konsortium der 23 entsprechenden Zentren.
Als Leiterin zahlreicher Forschungsprojekte zur Bedeutung von Brustkrebs-Risikogenen prägte Schmutzler seit 1994 ihr Fachgebiet maßgeblich. 2025 hielt sie in Köln ihre Abschiedsvorlesung und wurde emeritiert. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Deutschen Krebspreis 2020, den Universitätspreis für Forschung 2020, den Innovationspreis NRW 2021 und den Deutschen Preis für Krebspräventionsforschung 2023. Seit 2010 ist sie Gründungsmitglied des BRCA-Netzwerks, das Betroffene und Risikopersonen bei familiärem Krebs unterstützt.
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