Online-Shopping
Deutsche kaum an Abo-Commerce interessiert

Ob Kaffee, Kosmetik oder Blumen: Die automatische Lieferung in festen Intervallen ist in Deutschland noch ein Nischenphänomen. Laut einer aktuellen Umfrage nutzt erst ein Viertel der E-Commerce-Kunden den sogenannten Abo-Commerce. Was die restlichen 72 Prozent abschreckt und warum vor allem das Thema Transparenz über den Erfolg der Geschäftsmodelle entscheidet.

Erst ein knappes Viertel der deutschen Online-Shopper nutzt laut Umfrage des Digitalverbands BITKOM unter 1.072 E-Commerce-Kunden ab 16 Jahren den sogenannten Abo-Commerce. Dabei bieten Online-Shops für ausgewählte Produkte Spar- oder Nachbestell-Abos mit regelmäßiger Lieferung in festen Zeitabständen - etwa für Kosmetikartikel, Lebensmittel oder Blumen.

Automatische Zusendung

Kunden, die sich Produkte automatisch zusenden lassen, haben im Schnitt drei solcher Abos, heißt es. Dabei nutze mehr als ein Drittel (37 Prozent), der Abo-Shopper genau ein Abo und fast die Hälfte (47 Prozent) verwendet zwischen zwei und vier Abos. 16 Prozent der Abo-Nutzer, so der BITKOM, haben mehr als vier Spar-Abos.

Im Vergleich zur Gesamtzahl der Online-Shopper bleibt die Nutzung überschaubar. Knapp 72 Prozent der Online-Kunden nutzen eigenen Angaben nach keine Spar-Abos. "Shoppen per Abo ist für viele noch Neuland", kommentiert BITKOM-Expertin Nastassja Hofmann die Ergebnisse der Umfrage.

Mehr Transparenz gefragt

Damit der Abo-Commerce mehr Anhänger findet, braucht es laut der Berliner Interessenvertretung vor allem transparente und verständliche Informationen - etwa zu günstigeren Preisen im Abo, flexiblen Laufzeiten und auch entsprechend zu den jeweiligen Kündigungsmöglichkeiten für Verbraucher.

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