SportScheck meldet Insolvenz an, trotz Übernahmepläne der Frasers Group

Die bekannte deutsche Sportartikel-Kette SportScheck, eine Tochtergesellschaft der Signa Holding des österreichischen Investors René Benko, hat heute offiziell Insolvenz beim Amtsgericht München angemeldet.

Dieser Schritt wurde notwendig, nachdem die Signa Holding aufgrund von Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag gestellt hatte.

Der M&A-Prozess, der im Oktober durch die Übernahmepläne der Frasers Group vielversprechend schien, steht nun erneut auf der Kippe. Die Geschäftsleitung von SportScheck bestätigte gegenüber dem Handelsblatt, dass die Insolvenz unvermeidlich wurde, da die Signa Holding ihre "vertragliche Zahlungszusage" nicht mehr erfüllen konnte. Dies führte zur Zahlungsunfähigkeit von SportScheck.

"Der Schritt, Insolvenz anzumelden, ist so bitter, wie er sich anfühlt. Dennoch sehen wir dies auch als Chance, das Unternehmen gemeinsam mit Vertragspartnern und Gläubigern nachhaltig zu stärken", erklärte Matthias Rucker, CEO von SportScheck, gegenüber dem Handelsblatt.

Die Insolvenz betrifft die gesamte SportScheck-Gruppe, einschließlich aller Filialen, des Kundenservice und des Online-Shops. Trotz der finanziellen Herausforderungen wird versichert, dass alle betrieblichen Abläufe normal fortgesetzt werden. Geschäftsführer Matthias Rucker gab an, dass der Sanierungs- und Investorenprozess spätestens bis März abgeschlossen sein soll.

Die Signa Holding, die SportScheck vor gut drei Jahren übernahm, ist bereits seit Oktober im Gespräch mit der Frasers Group, die das Unternehmen erwerben wollte. SportScheck bestätigte, dass der Übernahmeprozess nun wieder offen sei. Es haben sich zudem weitere potenzielle Investoren gemeldet, die Interesse an der Übernahme von SportScheck zeigen. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten, während die Sportartikelbranche mit den Auswirkungen dieser Insolvenz konfrontiert wird.

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