Neue Direktverbindungen ab 2027
Italiens rote Pfeile kommen: Mit dem Frecciarossa von München nach Mailand und Rom

| Redaktion 
| 27.09.2026

Ab Sommer 2027 sollen Italiens elegante Hochgeschwindigkeitszüge München direkt mit Mailand und Rom verbinden. Geplant sind Fahrzeiten ab sechseinhalb Stunden. Mit an Bord: italienisches Design, reichlich Komfort und eine Kaffeekultur, die schon die Anreise zum Vergnügen macht.

Italien beginnt künftig schon am Münchner Hauptbahnhof. Dort sollen ab Sommer 2027 die Frecciarossa-Züge der Trenitalia Richtung Mailand und Rom starten – ohne Umstieg, gemeinsam betrieben mit Deutscher Bahn und ÖBB. Die drei Bahngesellschaften haben ihre Pläne im September auf der Bahnmesse InnoTrans bekräftigt. Voraussetzung bleibt die rechtzeitige Zulassung der Züge für den grenzüberschreitenden Einsatz.

Für Reisende ist das vor allem eines: eine bequemere Verbindung in zwei der wichtigsten italienischen Metropolen. München–Mailand soll rund sechseinhalb Stunden dauern, München–Rom etwa achteinhalb Stunden. Damit wird die Bahn für Städtereisen und Geschäftstermine interessanter – zumal die Fahrt im Zentrum beginnt und dort auch endet.

Ein Zug mit italienischem Gespür für Schönheit

Schon optisch ist der Frecciarossa 1000 (ital. für roter Pfeil) eine ausgesprochen schöne Reisebegleitung. Die lang gezogene, flache Nase, das kräftige Rot und die schlanke Silhouette geben ihm eine Eleganz, die selbst auf einem vollen Bahnsteig auffällt.

Auch innen setzt Trenitalia auf Gestaltung: ergonomische Sitze, LED-Beleuchtung und schallgedämpfte Fahrgasträume. Das Modell bietet die vier Komfortstufen Standard, Premium, Business und Executive. Besonders großzügig geht es in der Executive-Klasse zu: breite Ledersessel, elektrisch verstellbare Rückenlehnen und Beinauflagen. Steckdosen und WLAN gehören ebenfalls zur Ausstattung des Zuges.

Der Espresso gehört dazu

Und dann ist da noch ein Detail, das Italienreisende durchaus zu schätzen wissen: guter Kaffee. Im FrecciaBistrò gehört Illy-Espresso zum Angebot. Dazu kommen süße und herzhafte Snacks, warme Gerichte und Wein. Ein kurzer Gang an die Bar, ein Espresso, der Blick auf die vorbeiziehende Landschaft – viel mehr braucht es manchmal nicht, damit sich eine Zugfahrt bereits nach Urlaub anfühlt. In der Executive-Klasse reicht das bestehende Gastronomiekonzept bis zu Menüs von Spitzenkoch Carlo Cracco, serviert auf Porzellan.

Über Südtirol nach Mailand, Florenz und Rom

Zum Auftakt ist auf beiden Strecken jeweils eine tägliche Hin- und Rückfahrt vorgesehen. Nach Mailand führt die Reise über Innsbruck, Bozen, Trient, Rovereto, Verona und Brescia. Auf der Rom-Verbindung geht es von Verona weiter über Bologna und Florenz. Damit profitieren auch Reisende nach Südtirol und in die Toskana vom neuen Angebot.

München soll dabei nicht der einzige deutsche Ausgangspunkt bleiben: Ab Dezember 2028 ist eine schrittweise Erweiterung Richtung Berlin und Neapel geplant. Zunächst müssen jedoch die technischen Voraussetzungen für den Start geschaffen werden. In Deutschland laufen seit Juni 2026 Probefahrten, in Österreich seit Ende August. Der ursprünglich für Ende 2026 angekündigte Regelbetrieb ist inzwischen für Sommer 2027 vorgesehen.

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV